Der EVF feiert ein erfolgreiches Wochenende

Füssen erkämpft sich Heimrecht

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Eine ganz starke Leistung zeigt Torhüter Johannes Sedlmeier vom SE Freising am Freitag im Spiel gegen den EV Füssen.

Füssen/Bad Wörishofen – Das Heimrecht für die anstehenden Aufstiegs-Playoffs hat sich der EV Füssen am Wochenende gesichert.

Trotz eines holprigen Starts konnte der EV Füssen am Freitag einen überzeugenden 7:2-Erfolg gegen die Black Bears Freising feiern. Am Sonntag lieferte der EVF in Bad Wörishofen dann eine Galavorstellung ab. Bei chancenlosen Wölfen holten sich die Füssener einen 9:1-Sieg. Dieser hätte aber auch noch höher ausfallen können.

Am Freitag legten die Freisinger im ersten Abschnitt eine fast schon optimale Chancenauswertung an den Tag. Mit dem allerersten Torschuss gelang sofort die Führung in Überzahl. Der zweite bedeutete das 1:2, nachdem der EVF zwischenzeitlich mit einem Konter durch Florian Simon ausgeglichen hatte. Insgesamt waren damit zwei der drei Schüsse auf das Füssener Tor, das dieses Mal Fabian Schütze hütete, drin. 

Trotzdem führten zum Ende dieses Drittels die Füssener mit 3:2 durch Tore von Vincent Wiedemann und Nikolas Oppenberger, weil sich die Hausherren viel mehr Chancen erspielten.

Im zweiten Drittel gab es innerhalb von sechs Minuten gleich fünf Strafen gegen den Mitaufsteiger aus dem Vorjahr. Eine doppelte Überzahl brachte für den EVF dabei das 4:2 durch Eric Nadeau. Den Füssener gelang es aber nicht weitere Chancen zu nutzen, so dass Freising weiter im Spiel blieb und selbst kurz vor Drittelende beinahe verkürzt hätte.

Im Schlussabschnitt war zunächst der EVF weiter am Drücker, der sich viele Chancen erspielte. Doch Torhüter Johannes Sedlmeier zeigte eine Klassepartie. Nach fünf Minuten sorgte ein Pfostentreffer der Gäste für den Weckruf der ob der Überlegenheit manchmal etwas zu sorglose schwarz-gelbe Abwehrarbeit.

Nach dem Überzahltreffer zum 5:2 durch Florian Simon bog Füssen aber endgültig auf die Zielgerade ein. Am Ende war bei der über weite Strecken überlegenen Vorstellung und der Vielzahl an Tormöglichkeiten der Füssener eigentlich nur die Chancenverwertung zu bemängeln.

Starke Offensive

John Samanski, Trainer des SE Freising, sagte nach der Partie: „Füssen hat wirklich eine sehr gute Mannschaft, trotzdem wollten wir hier punkten. Wir haben gut gekämpft gegen schnelle und vor allem bereite Füssener, haben dabei aber viele Strafen bekommen. Unser Torhüter hatte heute enorm viele Saves, hat wirklich einen tollen Job gemacht und uns lange im Spiel gehalten. Denn obwohl Füssen überlegen war, waren wir lange Zeit noch dran, haben unsere Möglichkeiten aber nicht genutzt. Am Ende natürlich verdienter Sieg.“ 

EVF-Trainer Thomas Zellhuber kommentierte: „Offensiv haben wir heute eine sehr gute Vorstellung abgeliefert, sehr schnell gespielt, der gegnerische Torhüter war aber überragend. Durch zwei Superschüsse sind wir zunächst in Rückstand geraten. Mich ärgert ein wenig, dass wir zuvor extra Pavel Hanke und seine Qualitäten angesprochen haben, er ist einer der besten Verteidiger in der Gruppe. Nach seinem zweiten Tor hat es dann geklappt und wir haben ihn zugestellt. Andrej Naumann haben wir heute als Verteidiger gebracht, das hat gut funktioniert. Loben muss man auch Florian Simon, egal wo man ihn aufstellt, er bringt immer eine große Qualität in seine Reihe. Es war lange Zeit ein knapper Spielstand, aber für die Mannschaft war es wichtig zu sehen, dass wir solche Spiele am Ende gewinnen. Und ebenso, dass die Überzahltore nicht bei hohem Spielstand fallen, sondern in entscheidenden Phasen, wenn man sie braucht.“ 

Da gleichzeitig Königsbrunn beim EV Pfronten verlor, haben die Füssener das Erreichen des ersten Platzes der Zwischenrunde wieder in der eigenen Hand. Und mit einer Galavorstellung am Sonntag gegen Bad Wörishofen holten sie sich schon einmal das Heimrecht für die ab 10. Februar anstehenden Aufstiegs-Playoffs. Das Spitzenspiel zwischen dem Dritten und dem Tabellenführer begann dabei mit einer guten Chance für die Heimmannschaft. 

Doch nachdem Oppenberger bereits im Gegenzug am Innenpfosten scheiterte, entwickelte sich immer mehr ein Spiel auf ein Tor. Ausgerechnet in Unterzahl gelang Oppenberger die Führung für den EVF, drei Minuten später fiel der zweite Treffer durch Maximilian Schorer.

Danach vergab die Mannschaft von Trainer Thomas Zellhuber eine ganze Reihe Hochkaräter, ehe Füssen in Überzahl das längst fällige 3:0 durch Marius Keller gelang. Einen weiteren Unterzahlkonter unterbanden die Wölfe regelwidrig. Den verhängten Penalty verwertete Andrej Naumann zum 4:0. 

Ehrentreffer geholt

 Im zweiten Drittel geriet Füssen gegen die kämpferisch auftretende Heimmannschaft kurzzeitig unter Druck, doch Goalie Fabian Schütze hielt alle Versuche. 

Langsam befreiten sich die Schwarz-Gelben aber wieder und erspielten sich Chancen um Chancen. Mehrmals gelang es ihnen nicht die Scheibe freistehend im Tor unterzubringen. Zwei Mal rettete das Gestänge für die Kneipp-, aber auch einmal für die Lechstädter. 

Trotzdem gelang es Oppenberger auf 5:0 und neun Minuten später Marc Besl auf 6:0 zu erhöhen, ehe sich die Gastgeber 15 Sekunden vor Drittelende für ihr Engagement mit dem Ehrentreffer belohnten. 

Im Schlussabschnitt gelang schnell der siebte Füssener Treffer durch Oppenberger, gefolgt von weiteren guten Möglichkeiten bei zwei Überzahlspielen. In den letzten zehn Minuten gab es dann gleich vier Strafzeiten gegen den EVF und jede Menge Gelegenheit, das Unterzahlspiel zu trainieren. 

Chancen trotz Unterzahl 

Die großen Chancen hatte aber überraschenderweise Füssen, gleich vier Unterzahlbreaks durch Besl, Wiedemann, Ron Newhook und wieder Wiedemann blieben zunächst erfolglos, ehe Keller und Wiedemann in der 56. und 60. Minute bei numerischer Unterlegenheit zum hochverdienten 9:1-Endstand trafen.

EVF-Trainer Thomas Zellhuber sagte nach dem Spiel: „Heute haben wir von Anfang an richtiges Tempohockey gezeigt. Wir wussten, dass dieses Spiel ein großer Prüfstein im Kampf um das Playoff-Heimrecht ist, und wollten das unbedingt klarmachen. Das ist uns mit einem ganz starken Spiel gelungen. Bei neun Treffern muss man auch nicht die Chancenverwertung ansprechen. Wir sind jetzt aber nicht selbstverliebt, das ist eine Momentaufnahme, nächste Woche wollen wir auch noch den ersten Platz endgültig klarmachen, mit dem es dann sehr wahrscheinlich gegen Amberg gehen würde. Heute waren sehr viele Fans mit dabei, ich denke, sie sind nach einem richtig geilen Auswärtsspiel sehr zufrieden heim gefahren.“ 

Am kommenden Sonntag, 5. Februar, spielt der EVF um 17.15 Uhr auswärts beim EV Fürstenfeldbruck.

mil

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