Hermann Keller gewinnt in Pfronten

35 Profiradler kämpfen auf nassem Asphalt um die vorderen Plätze. Foto: Berndt

Pfronten – Hermann Keller vom „team erdgas schwaben“ hat am Mittwoch den zweiten Lauf um den „Radcenter Heiss-Cup“ in Pfronten gewonnen. Dabei profitierte er auch von Martin Boubals Ausfall. Fünf Runden vor Schluss brach dem Träger des Gelben Trikots das Pedal.

35 Profiradfahrer stellten sich über 80 Runden den jeweils knapp 800 Metern. Auf feuchtem Asphalt ging es dabei um wertvolle Punkte im Kampf um den Titel der Allgäu-Rennserie, die insgesamt acht Fahrten umfasst. Mit 25 Punkten hatte schließlich Hermann Keller vom „team erdgas schwaben“ an der Geigerhalde die Nase vorne. Ihm folgten Dario Rapps vom Team Heizomat mit 18 Punkten und Timon Loderer vom Radteam Aichach 2000 mit 16 Zählern. 

Genau wie die 16 Radler, die das Rennen nach ungefähr 64 Kilometern beendeten, gaben auch die Veranstalter von der RSG Ostallgäu um Walter Uhl ihr Bestes, damit der Lauf überhaupt erst stattfinden konnte. Sie mussten zunächst Blitz, Donner und Hagelschauer abwarten, bevor sie den Lauf starten konnten. Anschließend versuchte Moderator Robert Kappeler den Zuschauern das Ereignis mit launigen Worten schmackhaft zu machen. 

Das Teilnehmerfeld zeigte, dass es nicht gewillt war, den Träger des Gelben Trikots, Martin Boubal vom VC Ratisbona Regensburg, auch an der Geigerhalde triumphieren zu lassen. Der Tscheche hatte das erste Rennen der Serie in Burggen gewonnen. So entwickelte sich schon bald nach dem Startschuss von Pfrontens zweitem Bürgermeister Manfred Seboldt ein rasantes Rennen, in dem „eine Flucht auf die andere“ folgte, wie Kappeler erklärte. Die Führung wechselte anfangs munter ab, bis sich mit zunehmender Renndauer neben Boubal hauptsächlich Keller als Favorit für den Tagessieg herauskristallisierte. 

Während dieser dem Gewinner ein Preisgeld von 100 Euro bescherte, konnten die Fahrer ihre Reisekasse in fünf Prämiensprints auffüllen. Dass er sich am Ende mit einer „Pechvogelprämie“ noch 20 Euro sicherte, dürfte Boubals Ärger nicht verringert haben. Denn nur fünf Runden vor Schluss musste der Tscheche wegen eines Pedalbruchs aufgeben. Auch wenn er an dem Tag bei weitem nicht der einzige war, der den Wettbewerb nicht bis zum Ende absolvieren konnte, war Boubal doch „sehr enttäuscht“. Dagegen freute sich Keller um so mehr, dass er sich nicht nur den Tagessieg auf der Geigerhalde erkämpft hatte, sondern hinterher auch das Gelbe Trikot des Gesamtführenden der Wettkampfserie überstreifen durfte. lex

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