Der EV Füssen gewinnt 7:6 gegen Bad Tölz und verliert 1:5 gegen den EHC Klostersee

Siegtreffer in der letzten Minute

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Wer ist schneller am Puck? Der Füssener Georg Kink (schwarz-gelbes Trikot Mitte) kurz vor seinem Treffer zum 1:0 gegen den EHC Klostersee.

Füssen – Mit dem reaktivierten Sascha Golts trat der EV Füssen am vergangenen Wochenende in der Oberliga Süd an. Der Routinier machte seine Sache richtig gut, auch wenn er noch keine entscheidenden Akzente setzte. Am Ende standen aber zwei Ergebnisse zu Buche, die so nicht zu erwarten waren.

Setzten sich die Füssener beim Tabellen-Fünften Tölzer Löwen dank eines furiosen Schlussspurts mit 7:6 durch, so unterlagen sie zuhause dem stark ersatzgeschwächten Achten EHC Klostersee mit 1:5. 

Damit liegen die Füssener weiterhin auf dem elften Tabellenplatz, der Rückstand auf die Erding Gladiators auf Rang zehn beträgt fünf Punkte. Es war ein verrücktes Spiel, das sich im Duell der Altmeister Bad Tölz und Füssen am letzten Freitag entwickelte. 

Die Gastgeber nutzen gleich die erste Strafzeit gegen den EVF zur Führung. Nur 47 Sekunden später erzielte Füssens Kapitän Eric Nadeau auf Zuspiel von Vladimir Kames und Josh Burnell den Ausgleich, eine Zeigerumdrehung später hieß es schon wieder 2:1 für Tölz. 

Gespielt waren da gerade einmal sechseinhalb Minuten. Nach diesem furiosen Auftakt fingen sich beide Teams in der Defensive, und trotz guter Chancen, gerade für den EVF, ereignete sich in diesem Abschnitt nichts Zählbares mehr. Im Mitteldrittel drehten die Leoparden zunächst den Spieß um und erzielten ihrerseits bei der ersten Strafzeit gegen Tölz gleich ein Tor. Schütze zum 2:2 war Christian „Butzi“ Mayr (Burnell, Simon). 

Füssen gibt nicht auf 

Doch in der Folge wurden die Hausherren immer stärken, und nutzten zwei ihrer vielen Chancen, um das Ergebnis auf 4:2 zu stellen. Im letzten Abschnitt überschlugen sich dann die Ereignisse. Chancen ergaben sich auf beiden Seiten, doch zunächst trafen nur die Füssener. Eric Nadeau (Burnell, Kames) in Überzahl, Martin Pfohmann (Kames, Simon) sowie Josh Burnell (Florian Simon, Thomas Schmid) drehten mit drei Treffern innerhalb von zehn Minuten die Partie. Kaum in Führung, liefen die Füssener jedoch bei eigener Überzahl in einen Konter, und es hieß 5:5 in der 53. Minute. 

Und es kam noch schlechter für die Schwarz-Gelben: Der Schiedsrichter pfiff plötzlich aus Sicht der Füssener kleinlich, und stellte gleich zwei Leoparden gleichzeitig raus. Mit großem Kampf überstanden sie diese doppelte Unterzahl, danach wanderte jedoch gleich wieder ein EVF-Spieler auf die Strafbank. Bei dieser Strafzeit gelang George Kink auf Zuspiel von Burnell jedoch ein Unterzahltreffer zum 6:5. Doch auch das hielt nur eine halbe Minute, immer noch in Überzahl glichen die Löwen wieder zum 6:6 aus. 

Und gleich darauf gab es die nächste Strafe gegen den EVF. In der letzten Minute konnte Burnell konnte bei einem Konter nur noch durch ein Foul gebremst werden, und aus dem gewonnenen Bully vor dem gegnerischen Tor heraus erzielte Verteidiger Christian Krötz (Friedl, Pfohmann) 24 Sekunden vor Spielende den Siegtreffer. 

Stark in der Defensive 

Mit neu gewonnenem Selbstvertrauen wollten die Füssener zwei Tage später den ersatzgeschwächte EHC Klostersee auf dem eigenen Eis bezwingen. Doch in der klar überlegenen Anfangsphase ließen die Füssener wieder einmal leichtfertig die Chancen liegen. In der achten Minute konnte in Unterzahl nicht richtig geklärt werden, und durch einen abgefälschten Schuss hieß es überraschenderweise 0:1. In Überzahl gelang dann aber George Kink (Burnell, Nadeau) der Ausgleich. 

Es sollte jedoch der einzige EVF-Treffer an diesem Abend bleiben. Die Gäste spielten defensiv so gut wie fehlerlos, die ständig anrennenden Füssener vergaben sämtliche Chancen, und hinten gab es immer wieder Schnitzer im Abwehrverhalten, das die Grafinger clever zu Toren nutzten. Ein Bully vor dem Füssener Gehäuse, ein individueller Fehler eines Abwehrspielers, eine nicht geklärte Scheibe, sowie ein Konter, als das Spiel sowieso schon verloren war, brachten ein ernüchterndes 1:5. Es schien so, als ob nicht alle Spieler immer mit vollem Einsatz unterwegs waren, vielleicht hatte man den Gegner, der ohne seine beiden finnischen Topstars angetreten war, auch einfach unterschätzt. 

Das sollte am Freitag, 23. Januar, um 19.30 Uhr nicht passieren, denn dann kommt es am Kobelhang zum Kellerduell mit dem Schlusslicht aus Weiden, gegen den Füssen bereits dreimal verloren hat. Zwei Tage später, am Sonntag, 25. Januar, ist der EVF in Selb dann klarer Außenseiter.

mil

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