Mit 50 km/h durch die Füssener Altstadt

Kemptener Dario Rapps gewinnt das Füssener Altstadt-Kriterium

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So sehen Sieger aus: Florian Tenbruck (v. l.), Dario Rapps und Fabian Danner heimsen beim 10. Altstadt-Kriterium in Füssen die meisten Punkte ein.

Füssen – Der große Sieger des 10. Altstadt-Kriteriums um den Pokal der Stadt Füssen heißt Dario Rapps.

Der 24-jährige Radrennfahrer vom Team RSC Kempten wiederholte am Freitagabend seinen Sieg vom Vorjahr und gewann das Rennen als erster Pedaleur in der Geschichte des Wettbewerbs zum zweiten Mal. Vor einigen Tausend Zuschauern am Streckenrand in der historischen Innenstadt landete der Vorjahreschampion bei der „höllischen Hatz“, wie Moderator Freddy Eberle die rasante Jagd durch die engen Gassen und Straßen der Lechstadt nannte, so auch diesmal wieder ganz oben auf dem Treppchen. 

Los gehts: Am Freitagabend nehmen 33 Radrennfahrer das 10. Altstadt-Kriterium in Füssen in Angriff.

Mit 17 Punkten sicherte sich Rapps den großen Siegerpokal dabei allerdings nur mit einem hauchdünnen Vorsprung von einem Zähler auf den zweitplatzierten Florian Tenbruck vom Team „Belle Stahlbau“ aus Offenburg. Nach 70 Runden à 800 Meter wurde Fabian Danner vom Team „Erdgas Schwaben“, der 13 Punkte ergatterte, Dritter.

 Aber nicht nur Danner machte Paul Hofstetten von der veranstaltenden RSG Ostallgäu stolz auf die Mannschaft, sondern auch Danners Teamkollege Hermann Keller, der mit elf Punkten auf den vierten Rang des Klassements von 33 Startern fuhr. Mit dem Elftplatzierten Thomas Lienert sowie Marco Barke und Peter Clauß (Rang 15 beziehungsweise 17) zusammen lieferten die Erdgas Schwaben-Fahrer Hofstetten zufolge „eine überragende Leistung“.

"Beste Verhältnisse"

Für ihren Mut, mit einem Schnitt von rund 50 Stundenkilometern über das Kopfsteinpflaster in der Reichenstraße zu rollen, wurden aber auch immer wieder alle anderen Radsportler von den zahlreichen Zuschauern mit Anfeuerungsrufen und lautem Applaus belohnt. Bei „besten Verhältnissen“, wie Streckensprecher Eberle kommentierte, entwickelte sich an diesem warmen Sommerabend deswegen von Beginn an ein spannendes Rennen, bei dem es jeweils nach fünf Runden eine Prämie und nach je zehn Runden für die ersten vier Fahrer Punkte gab. 

Florian Tenbruck war dabei auf der anspruchsvollen Strecke über insgesamt 56 Kilometer der erste Rundensieger, der fünf Zähler einheimste und sich mit einer etwa zehnköpfigen Spitzengruppe vom Hauptfeld absetzte. Aus dieser Gruppe musste Alexander Steffens als Erster das Rennen abbrechen, weil er schlichtweg „k.o.“ war, wie er zugab. Später folgten ihm Dennis Classen und Christian Haas. Jonathan Plag hingegen kämpfte sich bis zum Schluss ins Ziel, obwohl der am selben Tag aus Westfalen angereiste Einzelfahrer vom „Stevens Racing Team“ bereits vor der Hälfte des Rennens überrundet worden war und daher weit abgeschlagen zurücklag. 

Wechselnde Führung

Vorne zogen dagegen Tenbruck und Rapps, nur von den beiden Erdgas Schwaben-Pedaleuren Danner und Keller sowie Hannes Baumgarten (WSA Pushbikers) und Marcel Fischer („Team Belle Stahlbau“) phasenweise ernsthaft bedrängt, abwechselnd führend ihre Kreise. Endgültig perfekt machte Rapps seinen großen Triumph schließlich in der letzten Runde, als er als Dritter die Ziellinie überquerte und ihm weder Tenbruck noch der im Schlussabschnitt Erstplatzierte Danner den Gesamterfolg nehmen konnten.

lex

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