Nur noch ein Sieg fehlt zur Bayerischen Meisterschaft

Der EV Füssen besiegt mit 4:1 den TEV Miesbach

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Hier scheitert EVF-Stürmer Samuel Payeur (schwarz-gelbes Trikot) noch am Miesbacher Torwart Anian Geratsdorfer. Doch in der Schlussphase gelingt Payeur der vierte Treffer für Füssen.

Füssen – Seinen zweiten Sieg in der Finalrunde um die Bayerische Meisterschaft hat am Dienstag der EV Füssen eingefahren. Durch ein 4:1-Erfolg gegen den TEV Miesbach ist der EVF nur noch einen weiteren Erfolg vom Gewinn der Meisterschaft entfernt. 

Die erste Chance hat der EV Füssen am kommenden Freitag, 29. März, um 20 Uhr in Miesbach. Sollten hier die Gastgeber gewinnen, gäbe es am Sonntag, 31. März, um 18 Uhr die entscheidende Partie in Füssen.

Es war schon ein denkwürdiges Kräftemessen, das beide Teams den fast 1000 Zuschauern am Dienstag in Füssen boten. Füssen konnte erstmals in der Serie auf seine DNL-Spieler zurückgreifen und agierte dementsprechend mit vier Sturmreihen. 

Der erste Abschnitt gehörte aber dem TEV Miesbach, der bei einem halben Dutzend Torchancen am erneut sehr starken Benedikt Hötzinger im Füssener Tor scheiterte. Der EVF nutzte dagegen bei einer Strafzeit gegen die Gäste seinen ersten richtigen Torschuss zur Führung durch Marius Klein. Bei einem Konter traf Vincent Wiedemann zudem den Außenpfosten – doch das war es dann auch schon mit nennenswerten Offensiv-Aktionen der Gastgeber. 

Das änderte sich dann im zweiten Abschnitt grundlegend. Den Oberbayern gelang plötzlich nicht mehr viel, Füssen bestimmte dagegen das Spiel. Julian Straub und Samuel Payeur scheiterten vor dem Tor ebenso wie Markus Vaitl, der allerdings per Stockcheck von hinten niedergestreckt wurde. 

Kurios wurde es dann ab der 30. Spielminute. Innerhalb von knapp drei Zeigerumdrehungen testeten die Schwarz-Gelben gleich dreimal das gegnerische Torgestänge. Zunächst setzte der an diesem Abend überragende Stefan Rott die Scheibe ans Lattenkreuz, bei der zweiten und bereits letzten Strafe gegen Miesbach traf Marius Klein den Pfosten, ehe bei einem Konter Tobias Meier auch noch die Latte anvisierte. Der TEV hatte erst in der 35. Minute wieder eine Möglichkeit, scheiterte allerdings an Hötzinger. 

Brenzlig wurde es für den EV Füssen, als Maximilian Dropmann auf die Strafbank musste und ihm kurz darauf auch noch Thomas Böck folgte. Mit großem Kampf überstand der EVF diese gefährliche Situation, hatte durch Marius Keller sogar einen Unterzahlkonter. Als der EVF gerade wieder eine halbe Minute komplett auf dem Eis stand, bekam er die Scheibe nicht aus dem Gefahrenbereich, so dass 28 Sekunden vor Drittelende das Hartgummi den Weg von Florian Feuerreiters Schlittschuh ins Füssener Tor fand. Dieser Ausgleich widersprach dem Verlauf des Mitteldrittels ebenso wie die Füssener Führung nach 20 Minuten. 

Wie schon in Miesbach musste auch diesmal der letzte Abschnitt die Entscheidung bringen. Und hier hatte Füssen noch mehr Luft als die Gäste. Nach deutlichem Chancenplus war es schließlich Tyler Wood, der den „Bauerntrick“ auspackte und Anian Geratsdorfer im Miesbacher Tor zum 2:1 überwand. Kurios war auch die Vorentscheidung gut drei Minuten später, als EVF-Kapitän Eric Nadeau penaltyreif zu Fall gebracht wurde und mit der Scheibe ins Tor rutschte – 3:1. Markus Vaitl scheiterte danach noch mit einem Alleingang, ehe Samuel Payeur nach Herausnahme von Geratsdorfer den vierten Treffer zum 4:1-Endstand erzielte. 

Zufrieden mit Leistung 

„Ich bin mit dem Spiel und unserer Leistung heute eigentlich sehr zufrieden“, erklärte Miesbachs Trainer Peter Kathan. „Die Partie hatte Oberliganiveau, Füssen war bei den ,Special Teams‘ besser, während unser Überzahlspiel nicht geklappt hat. Die Jungs haben bis zum Ende gekämpft, die Serie ist noch nicht vorbei.“

EVF-Trainer Andreas Becherer meinte zu der Partie: „Nach drei Spielen innerhalb kurzer Zeit konnten wir heute unsere Kräfte auf vier Reihen verteilen.“ Dadurch sei sein Team in den ersten 30 Minuten aber schwer ins Spiel gekommen. Mit dem Wechsel sei es immer schwierig, da manche Spieler durch Über- und Unterzahlspiele nicht so zum Zug kommen. „Heute hat sich das aber gelohnt, weil wir dadurch am Ende mehr Power hatten. Jetzt wollen wir am Freitag in Miesbach alles klar machen.“

mil

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