Nach einem unglücklichen 2:3 erkämpft sich der EV Füssen einen 4:2-Erfolg beim TEV Miesbach

Ausgleich in der Runde um die Bayerische Meisterschaft

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Timon Ewert im Tor des TEV Miesbach präsentiert sich in Füssen ganz stark.

Füssen/Miesbach – Mit einer unglücklichen 2:3-Niederlage gegen den TEV Miesbach ist der EV Füssen am Freitag in die Finalserie um die Bayerische Meisterschaft gestartet. Doch am Sonntag gelang es den Schwarz-Gelben auszugleichen. In Miesbach revanchierten sie sich mit einem hart umkämpften 4:2. 

Die Bayerische Meisterschaft wird im Modus „Best-of-5“ ausgespielt. Der Meister braucht also drei Siege aus der Serie. Am Dienstag, 26. März, um 19.30 Uhr steht in Füssen die dritte Partie an.

Am Freitag konnte der TEV gleich 21 Spieler aufbieten, der EVF musste dagegen auf seine DNL-Spieler sowie Marius Klein verzichten. Der EVF-Stürmer hatte in allen vier bisherigen Vergleichen mit Miesbach getroffen. Doch die Anfangsphase gehörte klar dem EV Füssen. Nur bei einer Unterzahl hatte der TEV eine Möglichkeit. Kaum wieder komplett setzte Marc Besl einen Handgelenkschuss zum 1:0 in den Torwinkel. 

Bereits beim nächsten Wechsel hatten Vincent Wiedemann und Markus Vaitl zwei Riesenchancen, um sofort zu erhöhen. Danach kam Bohumil Slavicek frei vor das EVF-Gehäuse, doch Torwart Benedikt Hötzinger blieb ebenso Sieger wie bei den beiden anderen Gästechancen in diesem Abschnitt. Im ersten Füssener Powerplay brannte es vor dem Kasten der Oberbayern, aber Ron Newhook, Lubos Velebny und Florian Simon vergaben ihre Möglichkeiten. Die zweite Überzahl nutzten die Schwarz-Gelben dann aber durch einen schnellen Angriff, den Markus Vaitl gekonnt zum 2:0 verwandelte. 

Zwei unglückliche Gegentore 

Auch im Mitteldrittel dominierte Füssen zunächst, Newhook und Besl hatten große Chancen. Selbst in Unterzahl startete Stefan Rott einen Konter, der wurde aber ebenso wie der Nachschuss von Tobi Meier gerade noch entschärft. Als die Miesbacher gerade einmal eine gute Minute komplett auf dem Eis standen, fälschte ein Füssener Verteidiger einen harmlosen Schuss von der blauen Linie unglücklich ab, die Scheibe landete direkt auf dem Schläger von Felix Feuerreiter, der nur noch einzuschieben brauchte. Der Treffer brachte den EVF zunächst aber nicht aus dem Konzept. Tyler Wood scheiterte denkbar knapp, ehe Samuel Payeur frei vor dem Tor aus Füssener Sicht penaltyverdächtig gestoppt wurde. Es gab jedoch nur eine Zweiminuten-Strafe, in der Maximilian Dropmann sowie Velebny drei Großchancen für den dritten Treffer hatten. 

Danach bestimmte Miesbach das Spielgeschehen, ohne zu großen Möglichkeiten zu kommen. Die hatte Füssen bei einem Powerplay, doch was die Gäste an Glück hatten fehlte dem Heimteam: Die Scheibe ging bei einigen abgefälschten Schüssen immer knapp am Tor vorbei. 

Gegen die einsatzfreudigen Miesbacher kam der EVF im letzten Drittel zu weiteren Überzahlspielen, nutzte diese Möglichkeiten aber nicht. Der TEV spielte eher abwartend und bekam seine Chance in der 50. Minute, als Füssen in Unterzahl auf dem Eis stand. Bei einem Querpass von Stephan Stiebinger prallte die Scheibe vom Bein eines Füssener Abwehrspielers direkt unter die Torlatte. Danach gelang Füssen offensiv nicht mehr viel, die Art und Weise des überraschenden Ausgleichs zeigte Wirkung. In der 55. Minute überraschte Florian Gaschke Hötzinger nicht zwingend mit einem Schuss von der blauen Linie zum 3:2 für Miesbach. Danach hatten beide Teams noch je eine große Torchance, es blieb aber beim insgesamt glücklichen Erfolg der Gäste, die neben den drei Treffern auf ihren starken Torhüter Timon Ewert sowie ihre Zweikampfstärke bauen konnten. 

Torhüter sind in Topform 

Am Sonntag trat die erste Mannschaft des EV Füssen beim TEV nur mit einem Mini-Kader von 13 Feldspielern an, während die Hausherren erneut aus dem Vollem schöpfen konnten. Beide Teams riskierten im ersten Drittel nicht viel, Spielkontrolle war angesagt. Die Hausherren hatten ein Chancenplus zu verzeichnen, aber nicht nur nach zwei Wechselfehlern war Füssens Torwart Benedikt Hötzinger auf dem Posten. Kurz vor Ende des Abschnitts erzielte in Überzahl aber Marius Keller die Füssener Führung. Einen zwei gegen eins Konter der beiden Miesbacher Kontingentspieler netzte Bohumil Slavicek in der 24. Minute zum Ausgleichstreffer ein. Das Spiel wurde nun härter. In Überzahl hatte der EVF einige große Möglichkeiten zur Führung, aber Miesbachs Schlussmann zeigte sich erneut in Topform. 

Der letzte Abschnitt war nichts für schwache Nerven. Beide Seiten hatten ihre Chancen, die Torhüter blieben aber bis zur 52. Minute Sieger. Hier glänzte Hötzinger zunächst mit einem Klasse-Save, ehe Kapitän Eric Nadeau auf der anderen Seite Miesbachs Schlussmann zum 2:1 für Füssen überwand und für großen Jubel unter den mitgereisten EVF-Fans sorgte. Der hielt aber nicht lange, denn mit einem abgefälschten „Blueliner” kamen die Gastgeber bereits eine Minute später zum Ausgleich. Obwohl die Kräfte des kleinen Kaders immer mehr schwanden, hatten die Füssener darauf eine Antwort parat. Der unermüdliche Samuel Payeur belohnte sich und sein Team in der 57. Minute mit der 3:2-Führung für die Schwarz-Gelben. 

Es wurde dann aber nochmals brenzlig für den Oberligaaufsteiger, weil Christian Krötz nach einem Bandenzweikampf mit einer Spieldauerstrafe belegt wurde. Der TEV versuchte nun alles und nahm seinen Torhüter für eine doppelte Überzahl vom Eis. Hier erkämpfte sich aber Velebny vor dem eigenen Gehäuse einen Abpraller von Hötzinger und versenkte die Scheibe per Weitschuss im leeren Tor der Miesbacher zum 4:2-Sieg für Füssen. 

mil/mb

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