Facelift für den Klassiker

Zahlreiche Radler geben sich am Wochenende im Tannheimer Tal ein Stelldichein. Foto: privat

Tannheim – Der Rad-Marathon Tannheimer Tal stellt seine Teilnehmer heuer vor neue Herausforderungen: Am Sonntag, 20. Juli, müssen die Rennradler nicht nur die zwei Distanzen von entweder 230 Kilometer oder 130 Kilometer überwinden. Auch für die Veranstaltung sind einige Änderungen geplant.

Die Langdistanz des 6. Rad-Marathon Tannheimer Tal bekommt ein Facelift. „Wir haben uns aufgrund der hohen Verkehrsdichte am Hahntennjoch dazu entschieden die Streckenführung umzudrehen“, bestätigt Organisationsleiter Michael Keller das neue Streckenprofil. Die Rennradler nehmen nun also nach dem Start im Tannheimer Tal über Grän – Pfronten – Vils – Reutte – Weißenbach und Elmen zuerst das Hahntennjoch (1894 Meter) in Angriff. Danach folgen Imst – Landeck – St. Anton – Arlbergpass – Alpe Rauz – Flexenpass – Lech – Warth – Steeg – Holzgau – Elbigenalp – Elmen – Weißenbach – Gaichtpass bis zurück. 

„Die Strecke wird dadurch nicht wirklich leichter, aber viele Fahrer können dafür das Hahntennjoch genießen und nicht unter größter Kraftanstrengung überwinden“, sagt Keller. Die 230-Kilometer-Runde mit Hahntennjoch, Arlberg und Flexenpass sowie dem Gaichtpaß weisen 2940 Höhenmeter und 230 Kilometer auf. 

Die kurze Distanz über 130 Kilometer behält hingegen ihr Gesicht was die Streckenführung betrifft. Es gibt jedoch eine Änderung, denn die 130 Kilometer finden als „Rad Touristik Fahrt“ statt. Das heißt, dass auf der Teilnehmerurkunde die individuelle Zeit angeführt wird, es aber kein offizielles Ranking mehr gibt. „Aufgrund von Verfehlungen der letzten Jahre bezüglich der Straßenverkehrsordnung von einzelnen Teilnehmern müssen wir in Absprache mit den Behörden diesen Schritt machen“, sagt OK-Chef Michael Keller. „Dadurch verlieren wir sicher einige sportliche Teilnehmer. Für Hobbysportler wird die Veranstaltung aber attraktiver, denn der Rennstress, der auch viele abschreckte, sollte nicht mehr herrschen“, sieht Keller auch positives an der Neugestaltung. Die Hotelgutscheine, die bisher den fünf erstplatzierten Frauen und Männer überreicht wurden, werden heuer unter allen gestarteten Teilnehmern verlost. 

Attraktiverer Start 

Beide Distanzen starten jetzt im Vergleich zum Vorjahr in die entgegengesetzte Richtung. „Auch hier mussten wir in Zusammenarbeit mit den Behörden aktiv werden. Man kann der Änderung, vor allem für die Zuschauer, auch positives abgewinnen. Der neue Start wird viel attraktiver, denn hier wird das Volumen des Rad-Marathon sichtbarer", freut sich Keller schon über ein gewaltiges Startszenario. 

Unverändert bleiben die Gesichter der ehemaligen Radprofis, die den Teilnehmern mit Tipps und Tricks auf den 230 Kilometern zur Seite stehen. Marcel Wüst und Gerrit Glomser führen wie gehabt Gruppen auf eine bestimmte Ziel-Zeit. Wüst wird heuer neun Stunden für die 230 Kilometer einplanen und Glomser führt seine Gruppe auf die Zehn-Stunden-Marke. „Somit sind beide eine Stunde länger als in den vergangenen Jahren unterwegs, was bedeutet, dass auch Genussfahrer mit den ehemaligen Spitzenprofis auf Tour gehen können“, freut sich Keller über die Flexibilität von Wüst und Glomser. 

Dabei garantiert Wüst: „Gute Betreuung und Spaß. Tipps bekommen sie von mir ohne gefragt zu werden. Wenn mir etwas an der Position, Fahrtechnik oder den Rad-Einstellungen auffällt, plappere ich einfach drauf los. Das liegt mir am Herzen. Ich brenne eben für diese Sportart.“ kb

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