EVF muss in den Playdowns zwei Niederlagen gegen Weiden hinnehmen

Zu schwach in der Abwehr

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Weidens Goalie Oliver Engmann versucht im Spiel gegen Füssen einen Torschuss der Hausherren zu vereiteln.

Füssen – Der sportliche Abstieg rückt für den EV Füssen immer näher. Mit einem 1:3 und einem 1:2 nach den ersten beiden Vergleichen mit dem Tabellenletzten der Hauptrunde in der Oberliga Süd, den Blue Devils Weiden, steht der EV Füssen bereits mit dem Rücken zur Wand.

Sollten die Lechstädter auch das Spiel am gestrigen Dienstagabend verloren haben, könnte der Abstieg bereits besiegelt sein. Ansonsten würde am kommenden Freitag, 27. März, das vierte Spiel wieder in Weiden stattfinden. 

Bei einem Ausgleich der Serie wäre die entscheidende Partie dann am kommenden Sonntagabend, 29. März, in Füssen. Der EV Weiden präsentierte sich im ersten Vergleich in Füssen genau so wie es viele zuvor erwartet hatten. Defensiv stabiler, offensiv aber bei weitem nicht mit der Power des letzten Gegners Erding.

 Füssen bestimmte dagegen das erste Drittel. Die Leoparden gingen dann auch gleich in der ersten Überzahl in der siebten Spielminute verdient in Führung, nachdem Josh Burnell nach einem Schlagschuss von Vladimir Kames den Abpraller ins Netz setzte. Doch danach versäumten es die Füssener einmal mehr, gegen biedere Gäste zu erhöhen. Zwar gab es genügend Gelegenheiten, doch die Schüsse waren allesamt zu harmlos und meistens genau auf die Tormitte. 

Unsicherheit beim EVF 

Im zweiten Abschnitt wurde Weiden etwas stärker, Füssen blieb aber spielbestimmend. Dennoch häuften sich zur Mitte der Begegnung die Chancen für die Gäste. Gelang es Füssens Goalie Daniel Fießinger zuvor noch zweimal bravourös zu klären, war er nach einem schweren individuellen Fehler eines Verteidigers in der 31. Minute gegen Marcel Waldowsky aber machtlos. Der Ausgleich sorgte bei den Füssenern anschließend für Verunsicherung. 

Nur eine halbe Minute später kam der scheibenführende Spieler im eigenen Drittel der Füssener zu Fall, Konstantin Firsanov sagte frei vor dem Füssener Tor „Danke“ und schon stand es 1:2. Und die desolate Leistung in der Abwehr ging weiter. Nach einer sogenannten Bogenlampe lag die Scheibe frei vor dem Füssener Gehäuse und aus kurzer Distanz war es Timo Borrmann, der in der 33. Minute das 3:1 erzielte. 

Innerhalb von zwei Minuten und einer Sekunde hatte der EV Füssen das Spiel praktisch verloren. Daraufhin nahm Füssens Trainer Markus Gmeiner zwar eine Auszeit, um seine völlig verunsicherte Mannschaft wieder richtig einzustellen, in der Folge konnten die Hausherren aber so gut wie keinen Druck mehr gegen die nun sehr defensiv und stabil agierenden Gäste aufbauen. 

Souverän brachten sie den 3:1-Sieg unter Dach und Fach, und nahmen dem EV Füssen damit gleich zu Beginn den Vorteil des Heimrechts ab. Damit standen die Füssener am Sonntag in Weiden bereits gehörig unter Druck. Im ersten Abschnitt waren sie wieder die bessere Mannschaft, doch ein Tor wollte ihnen nicht gelingen. Das Fehlen von Eric Nadeau machte sich im ersten Block erneut bemerkbar, dazu kam offensiv auch von den anderen Reihen keine Entlastung. Im Mitteldrittel blieb der EV Füssen am Drücker, doch es häuften sich die Strafzeiten. 

Erst musste Lukas Gohlke mit Zwei-Plus-Zehn Minuten wegen eines Checks gegen den Kopf vom Eis, dann gerieten Ludwig Synowiec und Pavel Mojtek aneinander und mussten jeweils mit Fünf–Plus–Spieldauer-Strafen in die Kabine. Anschließend musste auch noch nach einem aus Füssener Sicht unberechtigten Pfiff gegen Hubert Schöpf der reklamierende Christian „Butzi“ Mayr für zehn Minuten in die Kühlbox. 

Füssen läuft Zeit davon 

Gespielt wurde anschließend aber auch noch. Und wie schon zwei Tage zuvor entschied sich das Spiel innerhalb kurzer Zeit, diesmal waren es acht Minuten. 

Verteidiger Philipp Gejerhos brachte den EV Weiden in der 26. Minute in Führung. Nur drei Minuten später gelang es zwar Josh Burnell (Kink, Friedl) auszugleichen, doch in der 34. Minute war Mrazek mit dem Siegtreffer zum 2:1 für Weiden erfolgreich. Denn im letzten Drittel lief den Leoparden erneut zusehends die Zeit davon. 

Das erst zweite Überzahlspiel in der ganzen Begegnung konnten die Füssener nicht nutzen, dafür nahm der Schiedsrichter aber den Schwarz-Gelben in der entscheidenden Phase mit Strafzeiten gegen Schöpf und Burnell den Wind aus den Segeln, dazu musste auch noch George Kink wegen Reklamierens mit einer zehnminütigen Disziplinarstrafe vom Eis. 

Am Ende brachten die Blue Devils ihren glücklichen, aber wichtigen 2:1-Sieg über die Zeit, und gingen in der Serie „Best-of-five“ mit 2:0 in Führung. 

Am gestrigen Dienstag (nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe) trafen beide Teams erneut aufeinander. Falls die Leoparden die Begegnung gewonnen haben, würde am kommenden Freitag, 27. März, das vierte Spiel wieder in Weiden stattfinden, bei einem Ausgleich der Serie wäre die entscheidende Partie dann am Sonntag, 29. März, wieder in Füssen.

Michael Lang

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