Deutliche 2:6-Niederlage gegen den SC Riessersee

Fünf Tore in vier Minuten

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Der EV Füssen (schwarz-gelbes Trikot) versucht im Altmeisterduell den SC Riessersee zu besiegen. Doch waren die Vergleiche zuvor oft knapp, müssen sich die Füssener am Freitag deutlich geschlagen geben. Ganz anders verlief dagegen das Spiel gegen die Blue Devils Weiden.

Weiden/Füssen – Ein fulminantes Comeback ist dem EV Füssen am Sonntag gegen die Blue Devils Weiden gelungen. Die Füssener lagen mit 1:4 zurück, als sie durch fünf Treffer innerhalb von vier Minuten und neun Sekunden das Spiel drehten und schließlich mit 6:4 gewannen.

Nicht so gut lief es für den EVF dagegen am Freitag. Mit 2:6 mussten sich die Lechstädter daheim dem SC Riessersee geschlagen geben. Die Blue Devils Weiden zeigten von Beginn an, dass sie die Playoff-Teilnahme noch nicht abgeschrieben haben. Bereits die erste Strafzeit gegen die Gäste nutzten sie zur Führung. Herbert Geisberger legte etwas glücklich zum 2:0 nach.

Füssen spielte zwar gut mit, konnte sich offensiv aber kaum in Szene setzen. Das änderte sich im zweiten Abschnitt. Tobias Meier erzielte den Anschlusstreffer nach einem Konterangriff. Jetzt hatten die Ostallgäuer mehr vom Spiel und ein deutliches Chancenübergewicht. 

Den vermeintlichen Ausgleich schoss Samuel Payeur 32 Sekunden vor Drittelende, doch der Füssener Jubel war verfrüht. Abseits des Spielgeschehens war ein sechster EVF-Akteur auf das Eis gelaufen. Statt Tor für Füssen gab es eine Strafzeit. Und weil sich Payeur darüber beschwerte, stand der EVF sogar in doppelter Unterzahl auf dem Eis.

 Denkbar ungünstig war also der Start für die Gäste ins letzte Drittel. Prompt zeigte Weiden, warum es in der Meisterrunde die beste Powerplay-Quote hat. Innerhalb einer guten Minute erzielten die Hausherren zwei Treffer zum 4:1. 

Das Spiel schien gelaufen, zumal der EVF auch nicht mehr den Druck vom Ende des zweiten Abschnitts aufbauen konnte. Als noch gut zehn Minuten zu spielen waren nahm EVF-Trainer Andreas Becherer eine Auszeit und anschließend Torwart Benedikt Hötzinger zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. 

Das zeigte Wirkung: 29 Sekunden später staubte Eric Nadeau zum 2:4 für Füssen ab. Acht Sekunden später kassierten die Blue Devils zwei Strafzeiten gleichzeitig. Und das nutzten diesmal die Füssener aus. Payeur erzielte nach Querpass von Nadeau das 3:4, ehe eine halbe Minute später Maximilian Dropmann auch das zweite Powerplay zum Ausgleich verwertete.Er traf ebenfalls nach Querpass von Nadeau.

Vogl bringt EVF in Führung

Eine weitere Zeigerumdrehung später fälschte Dejan Vogl einen Lubos Velebny-Schuss zur erstmaligen EVF-Führung ab. Keine Minute später, diesmal im Powerplay, erzielte Vogl durch eine ähnliche Situation das 6:4 für Füssen. 

In der Schlussphase hielten die Füssener das eigene Tor sauber. Bei zwei Kontern sowie gezogenem gegnerischen Torhüter hätten sie sogar noch einen siebten Treffer machen können. Mit diesem Sieg halten die Füssener Gastgeber Weiden in der Tabelle weiter deutlich auf Distanz. 

Eine deutliche Niederlage haben die Füssener dagegen zwei Tage zuvor im sechsten Altmeisterduell der laufenden Oberliga-Spielzeit gegen den SC Riessersee hinnehmen müssen. 

Die Gäste behielten damit zum vierten Mal die Oberhand. Waren die Füssener in den ersten fünf Vergleichen jeweils auf Augenhöhe oder sogar besser, so mussten sie diesmal ein klares 2:6 hinnehmen. 

Die Entscheidung fiel in der zweiten Hälfte des Mittelabschnitts, als die Werdenfelser innerhalb von sechs Minuten drei Treffer erzielten. Füssen gab sich bis zum Ende nicht geschlagen, kassierte insgesamt aber zu leichte Treffer gegen einen Gegner, der mit gutem Defensivspiel punkten konnte. 

Am kommenden Freitag, 21. Februar, gastieren die Füssener beim EV Lindau Islanders, ehe am Sonntag, 23. Februar, um 18 Uhr die Starbulls Rosenheim gegen den EVF antreten.

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