Versöhnliches Ende einer seltsamen Saison

Der EV Füssen beendet die Saison mit einem 3:2-Sieg gegen Deggendorf

Eishockey-Spieler des EV Füssen jubelt über Tor
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Zum Abschluss der Saison dürfen die Füssener noch einmal jubeln: Gegen Deggendorf fahren sie einen 3:2-Sieg ein.
  • Matthias Matz
    VonMatthias Matz
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Füssen - Versöhnliches Ende für den EV Füssen: Mit einer tollen kämpferischen Leistung besiegte das Team vom Kobelhang den Tabellen-Sechsten Deggendorfer SC mit 3:2 (2:1, 1:1, 0:0) und verabschiedet sich mit einem Sieg in die Sommerpause. In der letzten Partie zeigten die Schwarz-Gelben nochmals, welch unangenehmer Gegner sie sein können, und ließen die Gäste nur wenig zur Entfaltung kommen. Diese verpassten durch die Niederlage den Sprung auf den fünften Platz und treffen in den Playoffs nun auf Rosenheim.

Das Füssener Team lieferte ein starkes Anfangsdrittel ab. Bis auf eine brenzlige Unterzahlsituation, die dann auch zum Gegentreffer führte, ließen die Ostallgäuer nur wenige gegnerische Chancen zu. Einsatz und Laufbereitschaft des EVF stellten den DSC bereits im Aufbau immer wieder vor Probleme. Im ersten Powerplay machten die Schwarz-Gelben Druck, kurz darauf beschwor ein verdeckter Schuss von Brad Miller Gefahr herauf.

Es war ein schneller Konterangriff, bei welchem Samuel Payeur die gegnerischen Verteidiger stehen ließ und zum 1:0 traf. Danach hatte Andi Jorde mehrere Fanghand-Paraden zu verzeichnen, ehe Yannik Burghart mit einem Weitschuss zum 2:0 erfolgreich war. Erstmals in Unterzahl hatte Vincent Wiedemann eine gute Möglichkeit, die Füssener handelten sich wegen Spielverzögerung aber noch eine weitere Strafe ein. Das nutzte Deggendorf zum 2:1 durch Tadas Kumeliauskas, der EVF hatte hier gerade wieder vier Feldspieler. Kurz vor der Pausensirene scheiterte Florian Simon knapp mit seinem verdeckten Schuss.

Im Mitteldrittel hatte Füssen etwas mehr Probleme, auch weil die Niederbayern nun deutlich härter agierten. In Überzahl wurde Sam Payeur nach einer Attacke zu einem Revanchefoul gebracht, wobei nur dieses geahndet wurde. Fünf Minuten später wurde Florian Stauder im Gesicht getroffen, Kumeliauskas erhielt 2 plus 2 Minuten.

Als auch noch Schembri in die Kühlbox musste, spielte jetzt der EVF in doppelter Überzahl. Und auch hier war gerade der vierte Spieler zurück, als es klingelte. Quirin Stocker zielte ganz genau und erhöhte auf 3:1. Deggendorf antwortete aber mit viel Druck und nutzte 54 Sekunden vor der Pause einen Fehlpass des EVF, der einen Alleingang von Schembri zum 3:2 ermöglichte.

In den letzten Abschnitt starteten beide Mannschaften mit vielen Offensivszenen. Marco Deubler hatte gleich die Riesenchance zum vierten Treffer, dann ging Schembri durch, scheiterte aber an Jorde. David Diebolder vergab frei vor dem Tor, Ostwald zielte knapp vorbei.

Fössinger im Deggendorfer Gehäuse klärte im letzten Moment gegen Eric Nadeau, Kumeliauskas scheiterte knapp. Payeur und Deubler im Nachschuss, auf der anderen Seite Schembri im letzten Moment geblockt – es ging hin und her. In Überzahl drückte dann Deggendorf nochmals auf das Füssener Tor, konnte Andi Jorde aber nicht überwinden.

Wieder komplett scheiterte Payeur mit einem Alleingang. Als sich Schembri kurz vor Ende eine Strafe abholte, schien es das gewesen zu sein. Doch auch der EVF bekam noch zwei Minuten, so dass der DSC die letzte halbe Minute mit sechs gegen vier Feldspieler antrat. Die Abwehr der Füssener ließ sich aber nicht mehr überwinden.

mil

Tore: 1:0 (12.) Payeur (Besl, Deubler), 2:0 (15.) Burghart (Naumann), 2:1 (18.) Kumeliauskas (Röthke, Gawlik/5-4), 3:1 (34.) Stocker (Hops, Jorde/5-4), 3:2 (40.) Schembri (Kuchejda, Belendir). Strafminuten Füssen 12, Deggendorf 12. Zuschauer 0.

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