Im WM-Vorbereitungsspiel treffen Deutschland und Frankreich aufeinander

Frankreich präsentiert sich harmlos

Daniel Pietta (links) versucht für Deutschland ein Tor zu erzielen. Doch dem Goalie der Franzosen gelingt es seinen Kasten zu verteidigen. Foto: Köhntopp

Füssen – Im bundesweiten Blickpunkt der Eishockeyfans stand am Donnerstag Füssen. Der Deutsche Eishockeybund hatte erstmals seit 2004 wieder ein Länderspiel an den Kobelhang vergeben. Frankreich bereitete den Hausherren im Testspiel keine Probleme: 3:0 stand es am Ende für Deutschland.

Immerhin 1810 Zuschauer sahen in der BLZ Arena bei dem etwas ungünstigen Termin unter der Woche den ersten Sieg Deutschlands in der WM-Vorbereitung, den der Sender Sport 1 live im Fernsehen übertragen hatte. Das deutsche Team, das der aus Füssen stammenden Michael Wolf anführte, hatte im ersten Drittel noch deutliche Probleme mit der neuen Rollenverteilung. Waren die Hausherren in den bisherigen Testspielen gegen die Favoriten Russland und Finnland noch in der Außenseiterrolle und eher auf eine defensive Grundausrichtung bedacht, so galt es nun, gegen die Franzosen selbst das Spiel zu machen. Dieses Vorhaben gelang aber in den ersten zwanzig Minuten noch nicht. 

Chancen nicht genutzt 

Die Gäste zeigten sich eher harmlos, zu viele Fehler im eigenen Kombinationsspiel bedeuteten aber auch für das DEB-Team, dass Chancen eher Mangelware waren. Einen späten Höhepunkt hatte der erste Abschnitt aber dann doch zu bieten. Der für die Nürnberg Icetigers stürmende Tölzer Yasin Ehliz traf 31 Sekunden vor der Pausensirene zum 1:0. 

Im zweiten Drittel wurde Deutschland immer dominanter und Chancen gab es für die Gäste praktisch nur noch in Überzahl. Es dauerte aber bis zur 32. Minute, ehe die deutsche Vertretung eine der vielen Möglichkeiten zum zweiten Treffer nutzen konnte. Erneut war es der 22-jährige Ehliz, der ein schönes Solo zum 2:0 abschloss. Am Geschehen änderte sich auch in der Folge nicht viel, das deutsche Team hatte eine deutliche Schwäche im Abschluss, und für Stimmung sorgte hauptsächlich das DEB-Maskottchen „Urmel“. Es konnte zusammen mit den Eishockeyfans im Stadion in der 43. Minute nochmals jubeln, als der Peißenberger Thomas Oppenheimer von den Hamburg Freezers bereits den Endstand von 3:0 herstellte. 

4:3-Sieg in Ravensburg 

Torhüter Danny aus den Birken konnte sich damit über einen Shutout freuen, und das deutsche Team über den ersten Sieg während der Vorbereitungsphase. Zwei Tage später holte sich das DEB-Team in Ravensburg seinen zweiten Sieg. Erneut schlug es Frankreich, dieses Mal jedoch mit 4:3. 

Bis zum Start der Weltmeisterschaft in Tschechien werden noch die Spieler der beiden DEL-Finalisten Mannheim und Ingolstadt, die derzeit im Play-Off-Finale gegeneinander antreten, zum Team von Bundestrainer Pat Cortina stoßen. Am Samstag, 2. Mai, wird das deutsche Nationalteam erneut auf Frankreich bei seinem WM-Auftakt treffen. Danach stehen Partien gegen Kanada, die Schweiz, Schweden, Lettland und Tschechien und Österreich an. mil

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