Curling-Herren fahren nach Sotschi

Felix Schulze (links) und Sven Goldeman (rechts) vom deutschen Herrencurlingteam freuen sich zusammen mit Harald Fritsch über ihr Olympiaticket. Foto: Sportswork

Füssen – Die deutschen Curler haben es geschafft. Sie waren wie auch die USA beim Qualifikationsturnier in Füssen erfolgreich und fahren nach Sotschi. Bei den Damen lösten China und Japan im BLZ die Olympiatickets. An der Hürde „Qualifikation“ gescheitert sind dagegen die deutschen Damen.

Die erste Entscheidung des Wettbewerbs fiel bei den Männern. Fast 500 Zuschauer erlebten das spannende Finale zwischen dem für Deutschland angetretenen Team von Skip John Jahr aus Hamburg und Tschechien. Nach dem 4:4-Endstand brauchte Jahr ein elftes End gegen das taktisch stark auftrumpfende Tschechien. Mit 7:4 hatte Deutschland letztlich die Nase vorn. Denn durch die gelungene Aktion von Fourth Felix Schulze sicherte sich Deutschland drei weitere Steine. „Diesen Stein war ich unserer Mannschaft schuldig“, so Schulze. Die Mannschaft aus Hamburg erntete in der Arena Füssen minutenlang Standing Ovations. 

Das zum Favoritenkreis zählende Team aus Korea startete mit vier Siegen in Folge und brach danach ein. Deutschland dagegen schloss nach dem Start mit zwei Niederlagen seine rasante Aufholjagd erfolgreich ab. „Wir hatten auch schon zu Anfang gut gespielt, aber Fehler gemacht, die zu den Niederlagen führten. Danach lief es einfach super“, so Skip Jahr. 

Nicht gereicht hat es dagegen für die deutschen Damen mit Spielerinnen aus den Clubs Riessersee, Füssen und Baden Hills. Das Aus kam im Tie-Breaker gegen die Mannschaft aus Norwegen. So gab es enttäuschte Gesichter und Tränen bei den deutschen Frauen, die sich immerhin auf die Teilnahme bei der nächsten Weltmeisterschaft freuen können. Dem Team war es nicht gelungen, in der Füssener Arena eine konstante Leistung abzurufen. Skip Schöpp sprach von einer „am Ende unglücklichen Niederlage, nachdem wir das Spiel ganz lange kontrolliert hatten“. 

Niedergeschlagen wirkten auch die Norwegerinnen, die gegen Japan eine 3:1-Führung vergaben. Im achten Spiel schrieben die Asiatinnen sechs Steine, die Grundlage für ihren 10:4-Sieg. Das erste der beiden Final-Spiele hatten die favorisierten Chinesinnen gewonnen. cf

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