Karatekas aus Deutschland und Italien messen sich

Schnell und treffsicher

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Wegen des schlechten Wetters müssen die Karatekas für den Länderleistungsvergleich der Teams aus Italien und Deutschland in die Turnhalle der Realschule Füssen ausweichen.

Füssen – Gute Werbung für ihren Kampfsport haben am Samstag junge deutsche und italienische Karatekas beim Ländervergleichskampf in Füssen gemacht.

Im spannenden Turnier setzte sich das deutsche Team Stützpunkt West am Ende knapp vor den Italienern durch. Dritter wurde die Mannschaft Südwest vor den Karetekas aus dem Team Süd. Ausrichter Thomas Kölling von der Füssener Sportschule Shinto musste den Wettkampf vom Schrannenplatz in die Turnhalle der Realschule verlegen, wo sich eine durchaus ansehnliche Zuschauerschar von der Schnelligkeit und Treffsicherheit der Junioren, die in vier Teams antraten, begeistern ließ. 

Der Regen draußen war bei den rund 40 weiblichen und männlichen Aktiven und ihrem Publikum aus nahezu allen Generationen schnell vergessen. Nach der italienischen und deutschen Hymne ging es auf die Matte. Jeder Kampf dauerte zwei Minuten. Dabei bekam das Publikum neben den Zweikämpfen auch Scheinkämpfe zu sehen, bei denen die Sportler ohne Gegner den vier Kampfrichtern ihr Können zeigten. 

Offiziell begrüßte Stadtrat Wolfgang Bader (SPD) die Aktiven und ihre Delegation in der Turnhalle. Als Füssener Lokalmatador durfte Sando Pauli aus der Füssener Sportschule Shinto sein Können im Team Deutschland Südwest demonstrieren. 2018 könnte Pauli auch in Venedig dabei sein, weil eine weitere Karate-Begegnung mit der gemischten italienischen Mannschaft vereinbart ist. Die Treffen des Karate-Nachwuchses aus beiden Nachbarländern haben eine gute Tradition, wie am Rande der Wettkämpfe zu hören war. 

Vor dem mehrstündigen Wettkampfnachmittag hatte Pascal Senn, Bundesstützpunkttrainer Südwest, die Delegation mit jungen Karate-Kämpfern wie dem 23-jährigen Mattia Frati aus Florenz beim offiziellen Empfang am Donnerstag im Rathaus begrüßt. Sportler und Funktionäre waren hier eingeladen, sich in das Buch der Stadt einzutragen. Im großen Sitzungssaal betonte Füssens Dritter Bürgermeister Herbert Dopfer (Füssen-Land): „Sport fördert Gemeinschaft“. 

Keine harten Treffer 

Auge in Auge auf der Matte schenkten sich auch die Kämpferinnen nichts. Allerdings ging es hier wie bei den Junioren nur um Berührungen des Gegners, nicht um harte Treffer. Glücklich über ihren 1:0-Sieg gegen eine enorm wendige und kampfstarke Italienerin war Fiona Rohr aus Immenstadt. Die 19-jährige Studentin der Sportwissenschaft und Sonderpädagogik an der Uni Würzburg, trat für Deutschland im Team „Süd“ von Stützpunkttrainer Martin Daumiller an. Sie wich immer wieder geschickt den Angriffen und Kontern ihrer Gegnerin aus. 

So überstand sie die zwei Minuten Wettkampfzeit. „Ich bin zu Recht verwarnt worden. Dieser unerlaubte Körperkontakt war von mir aber keine Absicht. Ein Kampf kostet immer sehr viel Kraft. Dabei kann auch die Konzentration etwas nachlassen und es kommt vielleicht zu einem Regelverstoß“, blickt sie auf diesen Erfolg zurück, der ihrem jungen Team weiteren Auftrieb gab. 

Beim Ländervergleich warteten nach ihrem gelungenen Auftakt zwei weitere Gegnerinnen aus Italien auf Rohr. „Den jungen italienischen Kampfsportlern und ihren Betreuern hat die familiäre Atmosphäre in Füssen gut gefallen“, erklärte Ausrichter Kölling nach dem Wettkampf. Er hatte darüber hinaus für ein buntes Freizeitprogramm gesorgt. 

Wer Karate kennen lernen will, hat dazu am kommenden Samstag, 16. September, Gelegenheit. Die Füssener Sportschule Shinto lädt ab 10 Uhr zum Tag der offenen Tür ein (Abt-Hess-Straße 11).

cf

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