Pfronten verspielt seinen Drei-Tore-Vorsprung gegen Aibling und verliert mit 4:5

EVP verliert in der letzten Sekunde

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Ein Bild mit Symbolcharakter: Nicht nur Benjamin Gottwalz liegt mit Schmerzen am Boden. Auch die gesamte Mannschaft erlitt eine schmerzvolle Niederlage gegen Aibling.

Pfronten – Neues Spiel, neues Glück? Nicht so beim EV Pfronten. Am vorvergangenen Freitag gegen Reichersbeuren sahen die Falcons zunächst wie die Sieger aus, verspielten dann aber ihren Zwei-Tore-Vorsprung.

Das wiederholte sich nun am Sonntag gegen den EHC Bad Aibling. Die Falcons führten mit 4:2, doch innerhalb von 20 Sekunden glichen die Aibdogs im letzten Drittel aus und gewannen schließlich mit der Schlusssirene die Partie. Auch das zweite Heimspiel des Wochenendes verloren die Pfrontener Falcons völlig unnötig, aber auch nicht unverdient gegen die Aibdogs des EHC Bad Aibling mit 4:5. Damit haben sie beide Spiele in dieser Saison gegen die Oberbayern verloren. Bereits im Hinspiel unterlagen die Ostallgäuer mit 3:4 nach Penaltyschießen. 

Dabei verlief die ersten Hälfte der Partie am Sonntag ganz verheißungsvoll. Den Gästen aus Bad Aibling gelang es zwar in der achten Minute durch Stefan Rohm (Seidl/Brunner) in Führung zu gehen, doch ein Doppelschlag von Joel Titsch innerhalb von 18 Sekunden in der elften und zwölften Minute brachte die Hausherren in Führung. 

Zwei Tore in 20 Sekunden 

Das war genau die Reaktion, die sich die Pfrontener Fans von der Mannschaft nach dem Ausrutscher gegen Reichersbeuren erhofft hatten. Und so ging es dann auch weiter. In der 15. Minute erhöhte Pfrontens Verteidiger-Urgestein Jörg Neumann (Gebhardt) zum vielumjubelten 3:1-Pausenstand. Als im zweiten Drittel die Falcons einen Penalty zugesprochen bekamen, den Benjamin Gottwalz sicher und sehenswert verwandelte, zweifelte kaum jemand an einen Sieg der Hausherren. Nur wie hoch, schienen sich die Zuschauer zu fragen. Und auch der 4:2-Anschlusstreffer von Aiblings Johannes Seidl in der 39. Minute beunruhigte die meisten Fans nicht. Dennoch waren in der zweiten Drittelpause die ersten Unkenrufe zu hören, die vor dem Ergebnis des Freitagsspiels warnten, in dem die Falcons zunächst mit 4:2 führten und letzten Endes doch verloren. 

Zum Ärger der Pfrontener Fans behielten die Kritiker recht, denn im letzten Drittel egalisierten die Aibdogs innerhalb von nur 20 Sekunden durch Tore von Matthias Ahrens in Überzahl und Stefan Rohm in der 42. Minute den Pfrontener Vorsprung. Nun begann das Spiel von vorne, doch die Falcons hatten wohl nicht mehr die Kraft, so druckvoll wie zu Beginn zu spielen. Die Kurstädter hingegen schöpften Hoffnung und drängten auf das Pfrontener Gehäuse, in dem sich Fabian Mölle mehr als auszeichnen konnte. So wie in der 53. Minute, als er einen Penalty der Gäste hielt. 

Als niemand mehr daran glaubte, dass das Spiel in der regulären Spielzeit entschieden wird, und sich die meisten schon auf das bevorstehende Penaltyschießen einzustellen schienen, schnappte sich Thomas Neumaier nach Bully in Pfrontener Drittel den Puck und erzielte mit dem Ertönen der Schlusssirene den nicht ganz unverdienten 4:5-Siegtreffer der Aibdogs. Danach war nur der Siegesjubel der Gäste im Eisstadion zu hören. Die Pfrontener Fans verließen fast fluchtartig den Ort des Geschehens, nahezu jeder fassungslos und kopfschüttelnd. 

Die kommenden Spiele werden wohl schon richtungsweisend für das Ende der Saison sein. Denn sollte der EV Pfronten die Auswärtsspiele gegen Oberstdorf und Burgau nicht gewinnen, droht wohl ein Absturz in die Mittelmäßigkeit. Denn vor den letzten beiden Spielen lagen die Falcons noch auf dem vierten Tabellenrang. Nach den beiden Pleiten sind sie auf den siebten Platz abgerutscht. Das nächste Heimspiel findet am Freitag, 12. Dezember statt. 

Dann sind die Riverrats des ESC Geretsried, die momentanen Tabellenvierten, zu Gast in Pfronten. Das Eröffnungsbully findet um 20 Uhr statt. Am kommenden Samstag, 20. Dezember, treffen die Falcons dann erneut auf den SC Reichersbeuren, der einen Platz vor ihnen liegt.

fe

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