Royal Bavarians und Fürth Pirates liefern sich spannende Spiele und holen jeweils einen Sieg

Favoriten treffen sich auf Augenhöhe

+
Die Füssen Royal Bavarians geben im Spitzenspiel gegen die Fürth Pirates alles. In der ersten Begegnung reicht es für einen knappen Sieg, das zweite Spiel verlieren die Royal Bavarians erst im zweiten Extra-Inning.

Füssen – Im Rennen um die Meisterschaft bleibt es in der Regionalliga weiter spannend. Die beiden Titelfavoriten Fürth und Füssen trafen am Sonntag aufeinander. Und präsentierten sich auf Augenhöhe.

Während die Füssen Royal Bavarians im ersten Spiel mit 9:7 erfolgreich waren, behielten die Fürth Pirates im zweiten Spiel mit 6:2 die Oberhand. Somit sind beide Teams in der Tabelle mit jeweils zwei Niederlagen gleich auf. 

Keinen guten Start erwischten die Füssen Royal Bavarians im ersten Spiel. Starting-Pitcher Alexander Howard wurde gut geschlagen von der Fürther Offensive und musste früh einen 0:4-Rückstand hinnehmen. Doch Füssens Offensive, statistisch gesehen die beste der Liga, schlug schnell zurück. 

Nach vier „Innings“ (Durchgängen) war dann der Arbeitstag für Howard bei einem Zwischenstand von 4:6 bereits beendet. Silvan Zacek übernahm für Howard auf dem Werferhügel und bekam die Pirates deutlich besser in den Griff. Die Hausherren kamen fortan besser und besser ins Spiel und übernahmen erstmals im fünften Inning die Führung – 7:6. 

Nachdem Fürth prompt wieder ausglich, entschieden die RBs im sechsten Inning dann schlussendlich die Partie und gingen mit 9:7 in Führung. Zacek beendete schließlich jegliche Hoffnungen der Pirates im letzten Abschnitt und besiegelte den Sieg für seine Mannschaft. „Wir haben gewusst, dass es enge Spiele werden. Umso glücklicher bin ich nun, dass wir am Ende immer besser ins Spiel gekommen sind und den Sieg geholt haben. Silvan hat uns die Partie auf dem Werferhügel gerettet“, sagte Coach Kai Bindemann nach der ersten Partie. 

Im zweiten Spiel des Tages kam es nicht nur zum Aufeinandertreffen der zwei besten Teams, sondern auch der beiden besten „Pitcher“ (Werfer) der Liga. Auf Füssener Seite betragt Urgestein James Starek den Werferhügel. Mit seinen 45 Jahren spielt Starek laut Verein bis jetzt die Saison seines Lebens und stellt die eingekauften Pitching-Imports in den Schatten. 

Spiel geht in Verlängerung 

Auf Fürther Seite machte sich US-Import Joe Wittig, der mit 54 „Strikeouts“ in 38 Innings die Schlagleute reihenweise zurück auf die Bank schickte. 

Wie erwartet lieferten sich demnach beide Pitcher ein hartes Duell, so dass es selbst nach vier Innings noch 0:0 stand. Füssen ging dann im fünften Inning aber mit 1:0 in Führung, die Fürth zu Beginn des sechsten Innings sofort wieder ausglich. Starek musste nach dem sechsten Inning dann den „Mound“ (Werferhügel) verlassen. Er ging bereits angeschlagen in die Partie und musste dann Platz für Thomas Haf machen. Haf musste im siebten Inning dann durch einen „Homerun“ von Wittig das 1:2 für Fürth zulassen. 

Füssen stand mit dem Rücken zur Wand – nur noch drei „Outs“, um die Partie zumindest auszugleichen. Dies gelang auch durch einen Schlag von Simon Lechner. Die Partie ging in die Verlängerung. Während im achten Inning beide Teams leer ausgingen, fiel die Entscheidung erst im zweiten Extra-Inning. Die fränkischen Piraten konnten sich dann gegen „Reliever“ Paul Phillips absetzen und das Spiel letztendlich mit 2:6 entscheiden. 

Fürths US-Pitcher Joe Wittig ging über die gesamte Distanz und ließ die RBs nicht mehr ins Spiel kommen. „Ein Split (Siegesteilung) war das Ziel, um das Meisterschaftsrennen offen zu halten. Das haben wir geschafft, von dem her bin ich zufrieden! Das waren zwei sehr spannende Spiele auf sehr hohem Niveau“, gibt sich Coach Kai Bindemann am Ende des Tages zufrieden. An diesem Wochenende haben die Füssen Royal Bavarians spielfrei. 

Am Sonntag, 28. Juni, geht es dann zum Rückspiel zum Tabellenfünften nach Ingolstadt. Anpfiff ist hier wie gewohnt um 13 Uhr und um 15.30 Uhr.

kb

Auch interessant

Meistgelesen

TSV Pfronten schafft Klassenerhalt
TSV Pfronten schafft Klassenerhalt
Der Kapitän bleibt an Bord
Der Kapitän bleibt an Bord
Am Ende fehlt nur wenig 
Am Ende fehlt nur wenig 
Reserve steigt auf
Reserve steigt auf

Kommentare