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Kräftezehrender Hindernislauf - Team Kreisbote mit respektabelem Ergebnis

Durch Schlamm und den eiskalten Lech: Kaufbeurer gewinnt erneut den Allgäuman in Füssen 

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Staudinger
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Füssen – Am Lech und durch den abgelassenen Forggensee kilometerlang durch Schlamm rennen und viele natürliche und künstliche Hindernisse bewältigen, macht Spaß! So kurios es klingt – mit dieser Idee des „Allgäuman“ landeten Timo Zimmermann und sein Partner Max vor vier Jahren einen echten Coup. Der anhaltende Erfolg mit in jedem Jahr rund 600 Teilnehmern ließ sich organisatorisch auf Amateurbasis nicht mehr länger stemmen. Aus diesem Grund wurde „Füssen“ ein Wettkampf im Rahmen der „Rothaus-Mudiator-Serie“, die 2018 an unterschiedlichen Schauplätzen spielt. Am Forggensee mittendrin dabei: unser Kreisbote-Team.

Zu unterschiedlichen Startzeiten ging es am Bootshafen am vergangenen Samstag auf die Piste. Die Läufer mussten Gesamtdistanzen von bis zu 20 Kilometern Länge absolvieren. Aus der Memminger Mannschaft „Semasimi“, die ihre Vornamen nacheinander abgekürzt hatte, war Simon an einer Versorgungsstation in der Altstadt bereit zu einem Statement, nachdem er tief durchgeatmet hatte. „Wir sind zum zweiten Mal dabei. Also kennen wir die Strecke“, so der Läufer. Dann lachte er und sagte: „Wir haben extra helle Trikots angezogen, damit das Publikum auch sieht, dass es beim Allgäuman dreckig zugeht.“ Mit Schlamm bedeckt wolle die Mannschaft stolz ins Ziel einlaufen.

Als nächste Hürde wartete auf Simon & Co. noch ein am Brotmarkt aufgebautes hohes Hindernis – die über vier Meter Hohe Quarterpipe. „Diese Rampe ist das Schlimmste“, meinte der 29-jährige Benjamin. Der Karlsruher ist zum dritten Mal bei diesem Hindernisrennen im Allgäu dabei, um, wie er sagt, „Spaß zu haben“. Debütanten sind die drei „Comets“ aus Kempten. Die beiden gertenschlanken Mädels und ihr durchtrainiert wirkender Mitläufer loben die „anspruchsvolle Strecke“. Nach Füssen sind sie auch deshalb gekommen, weil sie keine Scheu davor haben, sich zu beschmutzen und körperlich an die Grenzen zu gehen. Motiviert werden die „Comets“ zusätzlich durch Anfeuerungsrufe des Publikums, das bei der Rampe besonders lautstark auf mehr oder weniger elegante Aufstiegsversuche reagiert. Die einen wollten im Sturmlauf nach oben, andere kletterten mühsam empor.

Beklagt wurde von manchen Läufern, die sich zur Stärkung eine Banane oder eine Salamisemmel zum isotonischen Drink gönnten, dass sich die äußeren Bedingungen am Samstagvormittag von fast schon frühlingshaft mit Sonnenschein am Nachmittag zu eiskalt und stark windig verändert hatten. Daher waren einige Läufer-Teams froh, sich „nur“ für die Teilnahme an der knapp zehn Kilometer Distanz („Legionär“) entschieden zu haben, die einmal durch eine Hindernis-Strecke im Forggensee und in die Füssener Altstadt führte. „Hercules“-Teilnehmer durften sich das Ganze zweimal antun. Und das bedeutete neben der Quarterpipe unter anderem tiefe Gräben überspringen, durch Traktorreifen kraxeln, schwere Sandsäcke schultern, circa 20 Meter durch den eiskalten Lech schwimmen (!), über Holzwände klettern, Baumstämme tragen, ein Maschennetz in luftiger Höhe zwischen zwei Bäumen überklettern, im Baumgarten mehrmals bergauf- und bergab laufen und auf dem Rückweg zum Forggensee durch Röhren krabbeln. Wer übrigens eines der vielen Hindernisse nicht bewältigen konnte, musste mit einer Liegestützen-Serie dieses Defizit sofort ausgleichen. Daher waren nicht nur die Beine ständig im Einsatz, auch die Armkraft war hier und dort gefragt. Zu guter Letzt war da eine Riesenrutsche aufgebaut, die die Athleten ins ersehnte Ziel führte. Als erstem in der Hercules-Wertung (240 Männer und 53 Frauen) gelang dies Michael Laur vom Team Outdoor Sport Kaufbeuren mit einer Zeit von 1:39:26, der sich auch im vergangenen Jahr den Sieg gesichert hatte. Beste Frau war Tamara Platter, die nach 2:06:58 ins Ziel einlief. Bereits nach 46:03 war Simon Weig als erster der 136 männlichen und 43 weiblichen Legionäre am Ziel angekommen. Sandra Flach war in dieser Wertung mit 1:15:40 Schnellste.

Auch sieben Unerschrockene des Team Kreisbote wagten sich durch Matsch und Kälte und erliefen sich respektable Ergebnisse: Simon Bair (2:12:28, Rang 29 bei den Männern), Oliver Süß (2:14:02, Rang 33) und Sven Pileggi (2:22:50, Rang 60), die die komplette Strecke absolvierten, landeten in der Teamwertung auf Platz fünf von 46. Unsere vier Legionär-Läufer (zehn Kilometer) Michael Denks (1:26:26, Platz 51 bei den Männern), Franziska Helmer (1:28:26, Platz zehn bei den Frauen), Nina Hunte (1:30:44, Platz 13) und Tobias Kinberger (1:34:36, Platz 82), belegten den siebten Rang von 22 in der Teamwertung. Gesponsert wurde unser Team mit T-Shirts Sprenger´s Sportland aus Schongau und mit einem Ford-Mannschaftscamper von Automobilforum Kaufbeuren.

Die Rothaus Mudiator-Serie wurde in diesem Jahr von der Skyder Sportpromotion übernommen. Bekannt ist die Agentur bislang durch Marathon- und Mountainbike-Events. Alle Ergebnisse sind unter www.my6.raceresult.com einsehbar.

cf/st

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