Nach einem deutlichen Sieg über Oberstdorf unterliegen Pfrontener Falken Königsbrunn

Wie gewonnen so zerronnen

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Die Pfrontener Abwehr um Torhüter Andreas Jorde hat im Allgäu-Derby gegen die SG Oberstdorf alle Hände voll zu tun.

Pfronten/Oberstdorf/Königsbrunn – Mit 6:3 (2:1/1:1/3:1) bezwangen die Pfrontener Falken am Freitagabend vergangener Woche die SG Oberstdorf und nahmen damit Revanche für die knappe 5:6-Niederlage nach Penaltyschießen im Hinspiel.

Zwar musste EVP-Trainer Herbert Gmeinder auf ein komplette Sturmreihe verzichten, dennoch gingen die Falcons in einer spannenden und fairen Partie bereits in der dritten Minute durch einen Überzahltreffer von Matthias Ziegler (Stammler/Böck) in Führung. Die Oberallgäuer konnten in der 9. Spielminute durch einen Abwehrfehler der Pfrontener Hintermannschaft durch Markus Bauer ausgleichen. 

Nun waren die Gäste am Drücker und hatten auch mehr Spielanteile, doch Pfrontens Abwehr mit einem glänzend aufgelegten Torhüter Andi Jorde im Zentrum verhinderte ein ums andere Mal die Führung der Eisbären. 

Dafür zeigten die Falcons wie man es besser macht: Thomas Dinser setzte nach einem Torschuss, den Maximilian Hornik im Oberstdorfer Tor nur abprallen ließ, nach und stocherte solange bis die Scheibe im Kasten war. Mit dem Zwischenergebnis von 2:1 ging es so in die erste Pause. 

Die Gäste nutzten gleich zu Beginn des zweiten Drittels ihrerseits eine Überzahlsituation und konnten in der 21. Minute durch Manuel Stöhr zum 2:2 ausgleichen. Das restliche Drittel war sehr ausgeglichen, Chancen hüben wie drüben, und erst in der 40. Minute brachte Thomas Böck (Ziegler) den EV Pfronten wieder in Führung und beim Stande von 3:2 ging es in die letzte Pause. 

Tor aus dem Nichts 

Das letzte Drittel begann mit wütenden Angriffen der SGO und Pfrontens Defensive hatte alle Hände voll zu tun. Und dann – quasi aus dem Nichts – luchste Markus Bach in der 44. Minute vor dem Oberstdorfer Tor seinem Gegenspieler die Scheibe ab und jagte sie in den Winkel des Tores. War die Freude auf Pfrontener Seite groß, verfehlte der Treffer auch seine Wirkung bei den Gäste nicht. Die Falcons kamen immer besser ins Spiel und in der 50. Minute erzielte Timo Stammler (Ziegler/Hruska) eiskalt die Vorentscheidung mit seinem Treffer zum 5:2, als er Hornik verlud und dann ohne Mühe einnetzte. Die Gäste aus dem südl.ichen 

Oberallgäu gaben sich dennoch nicht geschlagen und verkürzten in der 53. Minute durch Thomas Köcheler auf 5:3. Den Schlusspunkt setzte aber schließlich Pfronten in der 60. Minute. Benjamin Gottwalz stellte nach Pass von Jörg Neumann den 6:3-Endstand her. Nach dem Ausfall von Joel Titsch und Adrian Hack sind die sechs verschiedenen Torschützen natürlich besonders positiv hervorzuheben. Genauso wie die beiden Schiedsrichter Lovre und Böhm, die die Partie die ganze Zeit im Griff hatten und es so nicht zu den befürchteten Zwischenfällen auf dem Eis kam. 

Disziplinierte Pinguine 

Beim Rückspiel am Sonntag gegen den EHC Königsbrunn mussten die Falcons dann aber Federn lassen. 

Gegen disziplinierte Königsbrunner Pinguine verloren die Ostallgäuer mit 0:2 (0:0/0:2/0:0) und musste den am Freitag eroberten siebten Tabellenplatz wieder an die SG Oberstdorf abtreten. Bei den Falcons fehlten mit Adrian Hack, Joel Titsch und Ladislav Hruska drei wichtige Spieler, was sich auf dem Eis dann bemerkbar machte. Keeper Andi Jorde hielt kurz vor Spielende noch einen Penalty. 

Das Restprogramm des EV Pfronten hat es allerdings noch einmal in sich: Die letzten beiden Partien der Saison bestreiten die Ostallgäuer gegen die aktuelle Tabellenspitze, Geretsried und Schongau. Nach dem letzten Spiel am Freitag, 13.Februar, auf heimischen Eis gegen die EA Schongau werden die aktuellen Trikots der Falcons versteigert.

Marcell Felske

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