Lechbrucker gewinne Spitzenspiel

Starker Auftritt der "Lecher"

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Bevor der ERC Lechbruck (blau-weiße Trikots) im Spitzenspiel Türkheim besiegte, fuhr er gegen den ESC Kempten einen souveränen 7:2-Sieg ein. Auf dem Foto versucht Lukas Zugmaier ein Tor zu erzielen, aber der ESC-Torwart Andreas Eberle ist auf der Hut und fängt sicher den Puck.

Türkheim/Lechbruck – Dank einer bärenstarken Leistung hat der ERC Lechbruck am Sonntag mit 4:2 das Spitzenspiel in der Eishockey-Bezirksliga Gruppe 4 gegen seinen engsten Verfolger, dem ESV Türkheim, gewonnen. Am Freitag war der ERC gegen den ESC Kempten mit 7:3 erfolgreich.

Nun hat der ERC elf Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten und steht mit einem Bein in den Play-Offs. 

Bissig, konzentriert und von Beginn an mit Vollgas starteten beide Mannschaften in das Spitzenspiel. Der ERC zeigte sich über die gesamte Partie hinweg spielerisch reifer und in den entscheidenden Situationen entschlossener. Türkheim setzte auf Kampfstärke und gefährliche Tempogegenstöße. 

Die besseren Chancen hatten die Flößer, doch Tore ließen auf sich warten. In der 17. Minute war es aber dann soweit: Ein Zuspiel der beiden U20-Spieler Josef Bayrhof und Lukas Fischer landete bei Fabian Bacz, der zur 1:0-Führung für die Flößer vollstreckte. Im zweiten Durchgang starteten die Lecher in Überzahl. Mit schnellen und zielstrebigen Kombinationen stürmten sie auf das von Kevin Geiger gehütete ESV-Tor. 

Doch in der 24. Minute war er machtlos, als Patrick Völk ein Zuspiel vom wieder genesenen Dominik Kösl aufnahm und das 2:0 für Lechbruck markierte. Die Blau-Weißen waren nun die dominierende Mannschaft und setzten Türkheim stark unter Druck. Diese konterten aber immer wieder gefährlich, so dass die Lecher Abwehr teilweise Schwerstarbeit leisten musste. 

Türkheim gleicht aus

Der glänzend aufgelegte Lukas Bauer im ERC-Tor musste einige Male in höchster Not retten und zeigte einige herausragende „Saves”. In der 30. Minute musste er aber das erste Mal hinter sich greifen, als dem ESV Türkheim in doppelter Überzahl durch Michael Urbanek der 1:2-Anschlusstreffer gelang. Die Flößer hielten dem nun stärker werdenden Anrennen der Hausherren weiterhin Stand und kamen selbst immer wieder gefährlich vor das ESV-Tor. 

Als gerade die Strafzeit der Hausherren abgelaufen war, landete ein Pass von Marek Hatas bei Matthias Erhard, der freistehend vor dem Tor in den rechten Winkel traf. ESV-Goalie Kevin Geiger verschob dabei das Tor, was die Schiedsrichter dazu bewog, den Treffer nicht anzuerkennen. 

So blieb es beim knappen 2:1-Vorsprung der Ostallgäuer. Doch kurz vor der Pausensirene kam ers zur nächsten kuriosen Situation: Lukas Fischer lief allein aufs Tor zu, doch Geiger hielt. Im Gegenzug fuhren die Türkheimer einen schnellen Konter, die Lecher brachten den Puck nicht aus dem eigenen Drittel und ein Befreiungsschuss landete direkt bei einem Verteidiger der Hausherren. Dieser schoss eher unplatziert in Richtung ERC-Tor, doch der Puck wurde unglücklich von einem ERC-Verteidiger ins eigene Tor abgefälscht – 2:2. 

Der letzte Abschnitt war dann von Spannung und Dramatik geprägt. Beide Mannschaften schenkten sich nichts und warfen alles in die Waagschale, was sie hatten. Beide Goalies verhinderten mit tollen Paraden zunächst weitere Treffer. In der 52. Minute spielte Marcus Köpf Patrick Völk an, der den ERC erneut in Führung brachte. 

Türkheim griff nun verstärkt an, doch die ERC-Abwehr stand stabil. Nach einer Auszeit spielten die Flößer die Powerplays ruhig und konzentrierten sich auf den Scheibenbesitz, um die Zeit herunterzuspielen. 30 Sekunden vor Schluss kassierten sie jedoch eine Strafzeit. 

ESV-Trainer Michael Fischer nahm seinen Torhüter zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis, so dass sein Team in einer 6:4-Überzahl war. Türkheim startete nun einen letzten Angriff auf das ERC-Tor, den die Flöper aber sehr gut blockten. Der Puck landete bei Lukas Zugmaier, der ERC-Kapitän Matthias Erhard mit einem Pass auf die Reise schickte. Mit seinem Schuss ins leere Türkheimer Tor machte er einen verdienten 4:2-Auswärtssieg im Spitzenspiel gegen einen ebenbürtigen Gegner klar.

kb

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