Mit 1:2 verliert der ERC Lechbruck gegen Schliersee - 4:1-Sieg gegen Bad Aibling

ERC Lechbruck trifft das Tor nicht

Eishockeyspiel Lechbruck gegen Schliersee
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Zu vielen Chancen kommt die SG Schliersee/Miesbach gegen den ERC Lechbruck zwar nicht. Doch dabei springen zwei Tore für den Gastgeber heraus.

Lechbruck – „Zuerst hast du kein Glück und dann kommt auch noch Pech dazu“ – dieser Spruch trifft aus Sicht des ERC Lechbruck gut auf das Freitagsspiel gegen die SG Schliersee/Miesbach zu. Über weite Strecken war der ERC Lechbruck die bessere Mannschaft, doch am Ende genügten den Oberbayern zwei Treffer, um das Spiel mit 2:1 zu gewinnen. Besser lief für die Flößer dagegen das Sonntagsspiel. Mit 4:1 besiegten sie den EHC Bad Aibling. 

Die Flößer starteten gegen die SG Schliersee/Miesbach etwas zäh ins erste Spieldrittel und zeigten sich aufgrund der ausfallbedingten Umstellungen anfangs etwas unsortiert. Die Gastgeber hatte ebenfalls mit Ausfällen zu kämpfen, konnte diese aber zunächst besser kompensieren.

Es entwickelte sich ein schnelles Spiel beider Mannschaften, ein offener Schlagabtausch mit einigen guten Torschussmöglichkeiten auf beiden Seiten. In der zwölften Minute ging der ERC durch einen Überzahltreffer mit 1:0 in Führung: Tobias Dressel bediente Loic Jarry, der schön auf Frederic Abraham auflegte. Dieser beförderte den Puck dann ins gegnerische Tor.

Mit dieser 1:0-Führung gingen die Flößer dann auch in die erste Pause. Im zweiten Spielabschnitt folgte zunächst die kalte Dusche: Nach 35 Sekunden glichen die Hausherren durch eine Einzelaktion von Josef Ziegler in Überzahl aus. Der ERC übernahm nun die Kontrolle und erspielte sich eine deutliche Feldüberlegenheit. Beste Chancen konnten die Flößer nicht nutzen, spätestens beim SG-Goalie war Endstation. Wie schon vor einer Woche in Bad Tölz, nutzte der Gegner eine der wenigen Torchancen zur 2:1-Führung durch Florian Trippl in der 27. Minute. Die Flößer kämpften und erspielten sich reihenweise gute Möglichkeiten, aber bis zur Pause sollte kein Treffer mehr gelingen.

Kein Glück vor dem Tor

Auch im letzten Abschnitt ergab sich das gleiche Bild: Lechbruck baute Druck auf das Tor der Hausherren auf, schoss aus allen Lagen, doch zweimal rettete der Pfosten und mehrmals das Glück die Schlierseer Führung. Auch die Herausnahme von ERC-Torhüter Lukas Bauer zu Gunsten eines sechsten Feldspielers, brachte nicht mehr den erhofften Erfolg.

Der ERC Lechbruck steckte damit die dritte Niederlage nacheinander ein. ERC-Trainer Jörg Peters meinte nach der Partie: „Die Jungs saßen nach dem Spiel bedröppelt in der Kabine und konnten nur noch die Köpfe schütteln. Wir waren mindestens zwei Drittel lang die klar bessere Mannschaft, haben aber derzeit die Seuche am Schläger. Es ist unfassbar, wir treffen momentan das Tor nicht mehr.“ Er könne seinem Team keinen Vorwurf machen, es hätte alles getan, um das Spiel zu gewinnen.

Gegen Aibling läuft`s besser

Am Sonntag gastierte der ERC Lechbruck beim EHC Bad Aibling. Für beide Mannschaften war es ein wichtiges „6-Punkte-Spiel“, das Lechbruck letztlich verdient für sich entscheiden konnte und dadurch weitere Punkte für den Klassenerhalt auf der Habenseite verbuchen konnte. Bad Aibling hingegen hängt weiter tief im Tabellenkeller fest und muss sich wohl vom eigenen Saisonziel, dem Erreichen der Aufstiegsrunde, verabschieden.

Beide Teams mussten auf zahlreiche Stammspieler verzichten. Der ERC konnte immerhin mit 16+2 auflaufen, wobei erneut U17-Torhüter Jonas Kothmayr als zweiter Goalie mit dabei war. Die Aibdogs waren noch stärker dezimiert und liefen mit 12 + 2 auf. ERC-Trainer Jörg Peters gab seiner Mannschaft vor, die Hausherren nicht zu unterschätzen, viel Druck aufzubauen und den Gegner durch eine hohe Laufintensität müde zu spielen.

Die Flößer kamen anfangs dennoch schwer ins Spiel, denn ein viel zu offensiv umgesetzter Vorwärtsdrang eröffnete den Aibdogs unnötige Kontermöglichkeiten. Hier fehlte die abgesprochene Aufteilung in der Verteidigung, womit man sich selbst das Leben schwer machte. Hinzu kamen noch zahlreiche Strafzeiten, die den Aiblingern noch zusätzlich in die Karten spielten. Dennoch konnte Frederic Abraham in der 16. Minute zur verdienten 1:0-Pausenführung für den ERC Lechbruck einnetzen.

Peters fand dann in der Kabine offensichtlich die richtigen Worte, denn es musste mehr von den Flößern kommen und gleichzeitig Strafzeiten vermieden werden. Gesagt, getan: Die Lecher schalteten nun einen Gang höher und drängten den EHC in die Defensive. In der 28. Minute erhöhte Matthias Köpf (Manuel Schnöll) zum 2:0 und eine gute Minute später verwandelte Patrick Völk ein schönes Zuspiel von Loic Jarry über Marcus Köpf zum 3:0 für den ERC Lechbruck. Die Führung, auch in dieser Höhe, war mehr als verdient. Denn die Flößer erspielten sich erneut reihenweise vielversprechender Torchancen und hätten noch das ein oder andere Tor mehr erzielen können.

Im letzten Drittel spielte der ERC seine konditionelle und spielerische Überlegenheit aus. Die „Aibdogs“ konnten nicht viel mehr entgegensetzen, tauchten aber durch Konteraktionen das ein oder andere Mal gefährlich vor dem Tor von Lukas Bauer auf. Dieser war aber der gewohnt sichere Rückhalt und ließ bis zur 56. Minute nichts zu. Dann erhielten die Aibdogs einen berechtigten Penalty zugesprochen, den Thomas Neumaier sicher zum 1:3-Anschlusstreffer verwandelte.

„Liegen auf Kurs“

Der EHC versuchte nun noch einmal alle Reserven zu mobilisieren und eine Schlussoffensive zu starten. In der letzten Spielminute nahm EHC-Trainer Merke, zu Gunsten eines sechsten Feldspielers, Torhüter Schmidt vom Eis und legte damit seine letzte Option in die Waagschale. Doch auch diese Maßnahme sollte den Aiblingern nichts mehr helfen, denn Lukas Zugmaier schnappte sich die Scheibe und schoss zum 4:1-Sieg des ERC ins verwaiste „Aibdogs“-Tor.

Der ERC Lechbruck holt sich damit einen verdienten Auswärtssieg in Bad Aibling und steht nach der Hälfte der Vorrunde auf einem Aufstiegsrundenplatz. Vorstand Manfred Sitter: „Nachdem unsere Mannschaft am Freitag in Miesbach schier verzweifelt ist, war es heute umso wichtiger, dass sie sich selbst für den Aufwand belohnt hat. Wir haben dadurch weitere Punkte für den Klassenerhalt gesammelt und liegen auf Kurs. Jetzt müssen wir abwarten, was sich abseits der Eisfläche tut und was die neuesten Coronaverordnungen ergeben werden.“

Er hoffe, dass die Entscheidungsträger diesmal differenzierter mit dem gesamten Sport umgehen und die Vereine nicht erneut die Leidtragenden der Corona-Politik sein werden. „Eisstadien konnten bislang nicht als Spreader-Hotspots ausgemacht werden und es gibt flächendeckend funktionierende Hygienemaßnahmen. Letztendlich können wir aber nur abwarten und dann wieder auf die neuesten Entwicklungen reagieren.“

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