Manuel Kößler spricht im Kreisboten-Interview über den Gewinn des "Mitropa Cups"

"Einfach glänzend gelaufen"

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Manuel Kößler (rechts) und sein Beifahrer Benedikt Hofmann bei der triumphalen Zieleinfahrt im italienischen Bassano.

Füssen/Bassano – Mit ihrem sechsten Sieg bei der sechsten Zielankunft in Bassano sicherte sich das Rallye Team Kößler aus Füssen bereits vorzeitig den Meistertitel im „Mitropa Rallye Cup“.

„Daher laden wir alle unsere Freunde ganz herzlich am Samstag, 8. November, zur Oberland-Rallye nach Altenstadt ein“, so Subaru-Pilot Manuel Kößler, der den Sponsoren und dem SG Sport Rallye Team dankt, weil es „unser tolles Auto in dieser für uns so erfolgreichen Saison 100-prozentig perfekt vorbereitet hat“. 

Im Interview mit dem Kreisboten spricht er vom „größten Erfolg in unserer Karriere im Motorsport“. 

Gratulation an Sie und ans komplette Team. Wie groß war Ihr Vorsprung in Bassano vor der Konkurrenz? 

Kößler: „Wir konnten Hermann Gaßner auf Mitsubishi und auch Sandro Wallenwein auf Subaru mit gut 50 Sekunden Vorsprung auf die Plätze zwei und drei verweisen. Auf der Zielrampe der Rallye Città di Bassano – so muss man es sagen – kannte dann die Freude in unserem Team keine Grenzen mehr. Die ganze Familie hat sich mit uns gefreut.“ 

Wie kam der Gesamtsieg zustande? 

Kößler: „Durch eine fehlerfreie Leistung, an der mein super Co-Pilot Benedikt Hofmann einen großen Anteil hat. Wir haben gemeinsam den siebten Saisonlauf dominiert und somit schon für die Entscheidung im Titelkampf gesorgt. Der Titelgewinn ist der bisher größte Erfolg in unserer Karriere.“ 

Lassen wir den siebten Lauf noch mal Revue passieren. Lief alles vom Start an wirklich gut? 

Kößler: „Ja, von Anfang bis Ende einfach perfekt! Schon bei den ersten vier Prüfungen waren wir 30 Sekunden schneller als Gaßner.“ Der war doch mal Deutscher Meister, oder? 

Kößler: „Ja, und der Wallenwein, der auch den Subaru Impreza R4 fährt, hatte in früherer Zeit auch schon den Meistertitel erreicht. Jetzt sind beide ohne Chance gegen uns gewesen, weil es für unser Team einfach glänzend gelaufen ist. In Bassano konnten wir sogar acht von zehn Bestzeiten erreichen. Beide Piloten – Gaßner wurde noch Zweiter – haben uns sportlich fair gratuliert.“ 

Im Gesamtklassement wurde ihre fulminante Fahrt durch die Vizentiner Alpen mit Rang sechs belohnt. Wie kann diese Platzierung eingeordnet werden? 

Kößler: „Wir waren die beste R4-Mannschaft. Das spricht schon für sich. Wir wissen jetzt, dass wir auch mit den Profis mithalten können. Denn der Subaru ging wie ein Uhrwerk. Wir haben im Service praktisch nur getankt und Reifen gewechselt. Am Ende sind wir dann sogar auf gebrauchten Reifen gefahren, weil wir nicht mehr attackieren mussten, sondern unseren Vorsprung verwalten konnten.“

 Starten Sie nach diesem überwältigenden Erfolg als Europameister der Privatfahrer überhaupt noch mal in diesem Rennjahr? 

Kößler: „Ja, klar! Wir lassen uns doch die Drei-Städte-Rallye vom 23.-25. Oktober und danach die Oberland-Rallye vor der Haustür nicht entgehen.“

Chris Friedrich

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