Lechstädter müssen erneut zwei Niederlagen an einem Wochenende hinnehmen

EVF unterliegt in Garmisch und Peiting

Eishockeyspiel zwischen Füssen und Peiting
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Gegen den EC Peiting muss der EV Füssen am Sonntagabend eine deftige 0:5-Niederlage hinnehmen.
  • vonMatthias Matz
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Füssen/Garmisch/Peitiung - Erneut hat der EV Füssen am Wochenende zwei Niederlagen hinnehmen müssen: Nachdem die Lechstädter am Freitagabend trotz guter Leistung gegen den SC Riessersee mit 1:2 unterlagen, mussten sie am gestrigen Sonntagabend eine 0:5-Klatsche in Peiting hinnehmen.

Nach der guten Leistung am Freitag in Garmisch war für den EVF am gestrigen Sonntagabend in Peiting nichts zu holen. Eigentlich spielfrei, sprangen die Füssener kurzfristig als Gegner ein und kassierte eine deutliche 0:5-Niederlage (0:1, 0:3, 0:1). Die Ausfall-Liste, und hier vor allem an erfahrenen Spielern, war erneut lang. Miller, Stocker, Dropmann, Rott, Stauder, Vogl, Nadeau, Hötzinger und Deubler fehlten. Die eingesetzten Spieler zeigten zwar Kampfgeist bis zum Ende des Spiels, konnten den Gegner aber viel zu selten unter Druck setzen und blieben somit auch ohne Ehrentreffer.

Füssen machte vom Eröffnungsbully weg Druck und hatte gleich ein paar gute Einschussmöglichkeiten. Peiting kam danach aber immer besser in die Partie, Andi Jorde musste bei einem Konter von Nagtzaam erstmals richtig eingreifen. Danach war er aber machtlos, als Thomas Heger nach einem Konter die Scheibe in den Winkel setzte. War das Spiel zuvor weitestgehend ausgeglichen, so kippte es nun deutlich in Richtung der Gastgeber. Dazu trug auch eine Strafzeit bei, in der Jorde mehrmals in höchster Not eingreifen musste. Auch danach kam der ECP immer wieder zu Einschussmöglichkeiten, Entlastungsangriffe hielten sich in Grenzen.

Das zweite Drittel war für den EVF zum Vergessen. Daniel Reichert erzielte im Nachschuss das 2:0. Bei der ersten Füssener Überzahl entwischte Ty Morris und erhöhte in Unterzahl auf 3:0. Beim zweiten Peitinger Überzahlspiel traf Simon Maier im Nachschuss zum 4:0. Dank Andi Jorde blieb es trotz der vielen Peitinger Möglichkeiten bei drei Gegentreffern in diesem Abschnitt. Der EVF hatte im Powerplay eine sehr gut Torchance, die Scheibe konnte aber nicht auf das offene Tor gebracht werden. Das war es bereits mit erwähnenswerten Offensiv-Szenen der Schwarz-Gelben.

Bessere Chancen für Peiting

Nach dem schwachen mittleren Abschnitt waren die Gäste im letzten wieder besser in der Partie und konnte sogar ein fast ausgeglichenes Schussverhältnis erzielen. Die guten Chancen hatte aber weiterhin der ECP, der in Überzahl das 5:0 durch Thomas Heger nachlegte. In der Schlussphase kam beim EVF Nachwuchs-Torhüter Jakob Nerb zu seinem Debüt in der ersten Mannschaft. Er blieb ohne Gegentreffer, allerdings gelang seinen Vorderleuten auch kein eigener erfolgreicher Abschluss mehr.

Bereits am Freitag hatten die Ostallgäuer in Garmisch eine 1:2-Niederlage (0:0, 0:2, 1:0) gegen den SC Riessersee einstecken müssen. Zwar hielt der EVF über weite Strecken mit und zeigte sich in der Abwehrarbeit deutlich verbessert. Was fehlte, war der Abschluss vor dem gegnerischen Tor.

Da der EVF nach dem Ausfall von Miller, Stocker, Dropmann, Rott, Vogl, Nadeau und Deubler ein sehr junges Team am Start hatte, war die Leistung respektabel. Trotz der Ausfälle lieferte der EVF zunächst schon ein richtig gutes Startdrittel ab. Zwar kam das Team offensiv nur zu wenigen Torabschlüssen, spielte dafür aber defensiv sehr diszipliniert und ließ nur wenige Chancen der Gastgeber zu. Die kamen in der elften Minute durch Vollmer zu ihrer ersten guten, der zielte aber knapp vorbei. Kurz vor Ende des ersten Abschnitts setzte auch Kronawitter bei einem Konter den Puck daneben. Füssen kam erst in den letzten fünf Minuten offensiv etwas auf und hatte hier einige Schussmöglichkeiten.

Umstrittene Führung

Im Mitteldrittel waren die Schwarz-Gelben auch im Angriff besser im Spiel, hatten aber in der 26. Minute Pech, als das Schiedsrichtergespann den umstrittenen Führungstreffer des SCR anerkannte. Beim Angriff der Garmischer waren sechs Feldspieler auf dem Eis, trotzdem hieß es 1:0 durch Arkiomaa. Gerade in der momentanen Phase ist so eine Entscheidung natürlich bitter.

Symptomatisch waren dann auch die nächsten Szenen: Nach einem Garmischer Fehler hatte Höfler direkt danach freie Bahn, visierte aber genau die Fanghand von Torhüter Allavena an. Danach kam es zum ersten Überzahlspiel, da Florian Stauder in die Bande gecheckt wurde und verletzt ausschied. Er wurde durch den 17-jährigen David Moor ersetzt.

Zwar spielten sich die Ostallgäuer in der Folgezeit gute Chancen heraus, konnten aber nicht treffen. Als Vincent Wiedemann alleine auf den gegnerischen Kasten zulief, war das die große Möglichkeit zum Ausgleich, Allavena blieb aber erneut Sieger. Auf der anderen Seite nutzte Garmisch seine Konterchance zum 2:0 durch Soudek. Dadurch wurde der Druck des EVF gestoppt und in der Folge dominierten die Gastgeber die Partie bis zur Pausensirene.

Im letzten Abschnitt kam es zunächst nur bei Überzahlspielen zu Chancen für die Teams. Dabei hatte Füssen Glück, als der Finne Arkiomaa am leeren Tor vorbei zielte. Auf der Gegenseite lag auch beim Powerplay des EVF mehrmals ein Treffer in der Luft. Danach traf Kronawitter die Latte, im Gegenzug Payeur den Außenpfosten.

Riessersee mit Kontern

Füssen musste natürlich mehr riskieren, was den Werdenfelsern Räume für Konter bot. Der fehlerfreie Andi Jorde ließ sich aber nicht überwinden, und als Garmisch nochmals eine Strafe zog war das 1:2 endlich fällig. Nach einem Pfostenschuss von Marc Sill traf Florian Höfler im Nachschuss. Danach hatte der EVF mehrmals den Ausgleich auf dem Schläger. Zelenka scheiterte mit einer guten, Klein sogar mit einer sehr guten Chance. Und auch mit gezogenem Torhüter ging es nochmals rund vor dem Garmischer Kasten, es blieb bei insgesamt 37 abgegebenen EVF-Schüssen jedoch bei einem Treffer, womit man knapp an einem Punktgewinn vorbei schrammte.

mil

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