Starke Auftritte des Aufsteigers

Maximale Ausbeute

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Ist der Puck drin? Insgesamt acht Mal muss der Goalie des EV Pegnitz im Spiel gegen den EV Füssen hinter sich greifen.

Füssen/Erding – Besser hätte es am Wochenende für den EV Füssen nicht laufen können.

Mit einem 8:2-Heimsieg gegen den EV Pegnitz fuhr der Eissportverein Füssen seine ersten drei Punkte in der Bayernliga ein. Es waren verdiente Punkte gegen einen Kontrahenten, der vor allem läuferisch deutlich unterlegen war. 

Beide Mannschaften spielten sehr offensiv, wobei der EVF ein großes Chancenplus zu verzeichnen hatte. Auf beiden Seiten wären aber deutlich mehr Tore möglich gewesen. Füssen ging bereits nach 39 Sekunden durch einen schnellen Angriff in Führung, vergab danach im Powerplay aber große Möglichkeiten zum zweiten Treffer. 

Kaum wieder komplett, scheiterten die Ice Dogs am Winkelkreuz. Die nächsten beiden Überzahlspiele nutzten jedoch die Hausherren, ehe die Gäste durch einen abgefälschten Schlenzer verkürzen konnten. Im zweiten Abschnitt hatte Pegnitz zunächst eine gute Phase, in der aber dem EVF das 4:1 gelang. Durch einen weiteren Überzahltreffer wurde die Partie dann endgültig entschieden. 

Anschließend wirbelten die heimischen Spieler den Gegner öfters durcheinander, waren aber auch immer wieder für Konter anfällig, bei denen Benedikt Hötzinger im Füssener Tor sein ganzes Können zeigte. 

Viele Strafen

Im letzten Drittel überstanden die Schwarz-Gelben zunächst eine Strafzeit. Als beide Teams mit einem Mann weniger agierten, fiel der sechste Treffer für Füssen. Vom Bully weg traf Pegnitz erneut nur den Torwinkel, und ein Alleingang konnte nur durch ein Foul gestoppt werden. Mehrere Strafen hintereinander minderten den Spielfluss, in Unterzahl vollendeten die Füssener aber einen Konter zum 7:1.

In der Endphase waren beide Teams dann noch jeweils einmal erfolgreich. Die Tore für den EV Füssen erzielten Marc Besl, der zweimal traf, Ron Newhook, Veit Holzmann, Florian Simon, Lubos Velebny, Christian Krötz und Marvin Schmid.

Stefan Ponitz, Trainer vom EV Pegnitz, sagte nach der Partie: „Es war klar, dass es heute für uns schwer wird. Wir haben noch kein Eis und konnten die letzten beiden Wochen nur zweimal trainieren. Am Anfang waren wir gar nicht schlecht, nach dem vierten Tor war die Partie aber entschieden, Füssen hatte dann leichtes Spiel und siegte ungefährdet.“

EVF-Trainer Thomas Zellhuber kommentierte: „Wir sind durch das frühe Tor sehr gut in das Spiel gekommen, es hat uns aber keine Sicherheit gebracht. Ich bin nicht ganz zufrieden mit dem Spiel, das Ergebnis schmeichelt uns etwas. Nicht die acht Tore, da wäre noch mehr möglich gewesen, sondern dass wir nur zwei Gegentreffer erhalten haben. An der Defensive müssen wir arbeiten. Benedikt Hötzinger hat ein tolles Spiel gemacht, und mit erneut drei Überzahltreffern im Heimspiel haben wir bislang eine sehr gute Quote.“ 

Starkes Mitteldrittel

Am Sonntag machte der EV Füssen sein erstes Sechs-Punkte-Wochenende dann perfekt. Bei den favorisierten Erding Gladiators, dem Tabellenzweiten der Hauptrunde im Vorjahr, siegten die Ostallgäuer verdient mit 5:3. Ausschlaggebend war ein starkes Mitteldrittel, in dem die Füssener die Weichen auf Sieg stellten. Erding musste für die Partie den Ausfall der vier Stürmer Alexander Gantschnig, Sebastian Lachner, Christian Poetzel und Daniel Krzizok hinnehmen. Letzterer war in der Vorsaison Topscorer der Bayernliga-Hauptrunde.

Bei Füssen fehlte mit Nikolas Oppenberger ebenfalls der beste Scorer aus dem Vorjahr. Defensiv waren beide Mannschaften aber weitgehend komplett, so dass im ersten Abschnitt Tore Mangelware waren. Füssen gehörte die Anfangsphase. Vor allem in Überzahl wäre die Führung möglich gewesen, rettete doch zweimal der Pfosten für die Gastgeber. 

Erst als der EVF eine Strafzeit hinnehmen musste, mehrten sich die Chancen der Gegner. Konnte Füssens Torwart Andi Jorde zunächst noch alles abwehren, war er in der 17. Minute beim 1:0 der Gastgeber machtlos. Kurz darauf wäre beinahe der zweite Treffer gefallen. Doch auch Füssen vergab durch Maxi Schorer nach einem tollen Zuspiel von Veit Holzmann eine Riesenchance. 

Die zweiten zwanzig Minuten gingen dann eindeutig an den EVF. Mit schnellem und schnörkellosem Spiel setzten die Schwarz-Gelben die Hausherren immer mehr unter Druck und es klappte auch mit der Chancenverwertung. Eric Nadeau war per Bauerntrick und einem Unterzahltreffer erfolgreich, dazwischen traf Ron Newhook, und schließlich drehte ein von Christian Krötz vollendeter Konter das Spiel und stellten auf 4:1. Ärgerlich war für den EVF nur, dass nur 38 Sekunden später Erding wieder verkürzen konnte.

Gastgeber kommen zurück

Im letzten Abschnitt drückten die Gastgeber auf den Anschlusstreffer. Der EVF war dagegen nicht mehr so richtig in der Partie. So folgte das 3:4 und noch gut zwölf Minuten waren zu spielen. Mit vereinten Kräften verhinderten die Füssener aber den Ausgleich. Sie konnten allerdings auch einige gute Konterchancen nicht nutzen. Vincent Wiedemann machte schließlich mit seinem Treffer in der Schlussminute ins leere Tor alles klar. Beide Teams hatten in einer spannenden Partie jeweils starke Phasen. 

Am Ende siegte der EVF auf Grund seiner läuferischen Überlegenheit aber verdient. Bei den Gastgebern wurde Neuzugang Philipp Michl zum besten Spieler gewählt, beim EVF Kapitän Eric Nadeau, der ebenfalls doppelt traf. Am Freitag, 20. Oktober, spielt der EV Füssen um 19.30 Uhr daheim gegen den ESV Buchloe, bevor es am Sonntag, 22. Oktober, zum ESC Dorfen geht.

kb

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