Angestrebter 10. Platz rückt in Reichweite

Auf den zehnten Platz gekämpft

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George Kink (links im schwarz-gelben Trikot) freut sich zusammen mit seinen Teamkameraden über einen Treffer ins Tor der Sonthofener.

Füssen – Der EV Füssen hat sich am vergangenen Derbywochenende den zehnten Tabellenplatz erkämpft. Fünf Punkte holten sich die Schwarz-Gelben mit einem 6:4 (2:1, 3:2, 1:1) beim EC Peiting sowie einem 5:4 nach Verlängerung (3:1, 0:1, 1:2, 1:0) gegen den ERC Sonthofen.

Das reichte, um die Erding Gladiators von Platz zehn zu verdrängen. Mit einem Vorsprung von drei Zählern und dem gewonnen direkten Vergleich haben die Füssener nun gute Chancen, mit Heimrecht in die Abstiegsrunde zu starten. Gegner wird dort wahrscheinlich Erding sein, eventuell könnte es aber noch Weiden werden. In Peiting hatten die EVF-Spieler zunächst einen schweren Start in die Partie. 

Bereits in der zweiten Spielminute kam der Gastgeber mit Leo Zink völlig frei vor dem Tor zum Schuss und überwand EVF-Goalie Daniel Fießinger. Nach einer überstandenen Strafzeit wurde Sascha Golts vor dem gegnerischen Tor zu Fall gebracht. Der Routinier ließ sich in der siebten Spielminute die Chance zum Ausgleich nicht entgehen. 

Danach war der EVF vor allem in Überzahl weiter am Drücker, er benötigte jedoch einen etwas glücklichen Treffer durch Pavel Mojtek (Golts, Friedl) in der 19. Minute zur Führung. Gleich zu Beginn des Mitteldrittels schloss Kapitän Eric Nadeau eine Kombination über Kink und Burnell sogar zum 3:1 ab. In der Folge gab es ein großes Auf und Ab. Der EVF war offensiv immer gefährlich. 

Er zeigte jedoch Schwächen in der Abwehrarbeit. Eine davon nutzte zunächst Manfred Eichberger zum 2:3, zwei Minuten später traf George Kink auf Zuspiel von Burnell zum 4:2. Wieder eine Minute später folgte in Überzahl durch Michael Baindl das 3:4. Die Füssener wollten nachziehen, hatten jedoch Pech bei einem Schuss an den Innenpfosten. 

Bei einer erneuten Unterzahl scheiterte zudem Josh Burnell bei einem Alleingang. In der 40. Minute gelang dann aber doch noch der erneute Zwei-Tore-Vorsprung: Einen Konter über die Routiniers Golts und Friedl netzte der mitgelaufene Verteidiger Lukas Jentsch zum 5:3 ein. Im letzten Abschnitt verwaltete der EVF das Ergebnis zunächst sehr gut, nach acht Minuten fand aber ein Schuss von Martin Guth aus spitzem Winkel den Weg ins Tor. 

Die heimische Vertretung drängte nun auch auf den Ausgleich, doch die Leoparden erwehrten sich sogar einer doppelten Unterzahl. Zudem hielt Fießinger alles, was auf seinen Kasten kam. Die endgültige Entscheidung für den EVF fiel eine gute Minute vor Spielende, als Josh Burnell (Kink, Nadeau) mit seinem Schuss ins leere Tor für das 6:4 sorgte. 

Im Heimspiel gegen den ERC Sonthofen, der als Neunter nur mit einem Sieg seine Chancen auf die Playoffs hätte wahren können, legten die Füssener mit neu gewonnenem Selbstvertrauen motiviert los. Nach zwölf Minuten stand es durch Treffer von Golts (Kames, Jentsch), Kolb (Kames, Burnell) und Burnell (Nadeau, Kink) bereits 3:0 für die Leoparden. 

Danach fanden die Gäste aus dem Oberallgäu aber immer besser ins Spiel und erzielten in der 20. Minute den Anschluss durch Petr Sikora. Im zweiten Abschnitt nutzten die Sonthofener zudem eine Überzahl nach nur zwei Zeigerumdrehungen zum 2:3 durch Newhook. Es entwickelte sich ein Spiel mit ständigem Auf und Ab und sehr guten Chancen auf beiden Seiten, wobei die Gäste die etwas besseren hatten. Vor allem in Überzahl waren sie stets gefährlich. Weitere Treffer fielen jedoch zunächst nicht mehr. 

Im Schlussdrittel sollte sich das ändern. Und es war der EVF, der in der 44. Minute jubeln konnte: Verteidiger Kames traf in Überzahl zum 4:2. Es folgten jedoch aus Sicht der Füssener eine ganze Reihe von unglücklichen Schiedsrichterentscheidungen, die die Gäste wieder zurück ins Spiel brachten. Zwei Strafzeiten brachten eine doppelte Unterzahl für das Team von Markus Gmeiner. Nach einem Solo erzielte Sonthofen den Anschlusstreffer durch Brad Miller zum 4:3. Nach einer Strafe gegen Sonthofen erzielte der ERC aus stark abseitsverdächtiger Position in Unterzahl den Ausgleich durch Slanina in der 56. Minute. 

Am Ende stand es 4:4, so dass das Spiel in die Verlängerung ging. Hier trafen die Bulls zunächst den Pfosten, ehe es Burnell (Schmid, Jentsch) im Gegenzug besser machte, und mit seinem Tor zum 5:4 den ersten Saisonsieg für Füssen gegen Sonthofen sicherte. Am kommenden Freitag, 27. Februar, geht es für den EVF nun zunächst nach Bayreuth, ehe am Sonntag, 1. März, um 18 Uhr die Selber Wölfe der letzte Heimspielgegner in der Hauptrunde sind.

mil

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