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EV Füssen besiegt den Tabellenführer Memmingen mit 3:2 – 1:3-Niederlage gegen Regensburg

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In dieser Saison gelingt es dem EV Füssen nicht gegen die Eisbären Regensburg zu punkten. Nachdem sie am Freitag mit 1:3 gegen die Oberpfälzer verloren, besiegten sie am Sonntag den ECDC Memmingen mit 3:2 – wodurch Regensburg die Tabellenspitze übernahm. © Archiv/Köhntopp

Regensburg/Memmingen – Seine Meisterschaft hat der ECDC Memmingen am Sonntag gegen den EV Füssen verspielt. Nachdem das Match aufgrund des Coronavirus nach Memmingen verlegt worden war, unterlag der ECDC den Lechstädter mit 2:3. Damit übernahmen die Eisbären Regensburg die Tabellenspitze.

Gegen die Oberpfälzer musste sich der EVF am Freitag mit 1:3 geschlagen geben. Doch die mit nur zwölf Feldspielern angereisten Füssener schlugen sich gegen die mit vier Reihen agierenden Regensburger wacker.

Gegen Regensburg stand der EVF von Beginn an in der Abwehr sicher und ließ nur wenige Chancen der Gastgeber zu. Aus der Defensive heraus starteten die Füssener immer wieder schnelle Angriffe. Als Füssen erstmals ins Powerplay kam, erzielte Samuel Payeur die 1:0-Führung für Füssen. Der EVR erhöhte daraufhin den Druck, aber Nikola Gajovsky scheiterte an Füssens Torwart Benedikt Hötzinger.

Im zweiten Abschnitt war bei einem doppelten Unterzahlspiel Schwerstarbeit für den kleinen Kader der Ostallgäuer angesagt, aber die Abwehr hielt. Jalen Schulz sorgte bei einem Angriff für Entlastung, verfehlte das Tor aber knapp. Schließlich besaß Gajovsky mit einem Alleingang die größte Chance zum Ausgleich. Er scheiterte aber erneut an Hötzinger. Nach einem Fehlpass hatten die Schwarz-Gelben Glück, dass Regensburg die Situation nicht nutzte, danach hatten sie die Begegnung aber gut im Griff. Nach einer Strafzeit gegen EVF-Kapitän Eric Nadeau spielten die Eisbären nochmals in Überzahl. Dabei kamen sie 17 Sekunden vor Drittelende zum abgefälschten Ausgleich durch Jakob Weber.

Verdienter Sieg der Regensburger

Abgefälscht war auch die erstmalige Führung der Gastgeber in der 42. Minute. Danach machte der EVR Druck und drängte auf den dritten Treffer, Füssen ließ sich aber nicht beirren und hatte in Unterzahl eine große Chance durch Stefan Rott, der frei vor dem Tor die Scheibe nicht unter Kontrolle bekam. Noch größer war kurz darauf die Möglichkeit für Sam Payeur, der bei einem Alleingang an der Fanghand von Torwart Peter Holmgren scheiterte. Die Füssener Ausgleichsbemühungen machte schließlich Peter Flache zunichte. Er schloss in der 53. Minute einen Gegenangriff zum 3:1 ab. Das war die Vorentscheidung, obwohl der kleine EVF-Kader bis zum Ende alles probierte, um das Spiel zu drehen. EVF-Trainer Andreas Becherer nahm bereits drei Minuten vor Spielende den Torhüter heraus. Nach zwei Strafen gegen die Eisbären spielten die Füssener über eine Minute lang mit sechs gegen drei Feldspieler. Doch die Füssener konnten eine ganze Reihe von Möglichkeiten nicht mehr nutzen. Mit etwas Glück hätten die Schwarz-Gelben dank ihrer couragierten Vorstellung punkten können, insgesamt war der Sieg der Regensburger aber verdient.

Heimspiel auswärts

Am Sonntag hätte der EV Füssen eigentlich daheim gegen den ECDC Memmingen spielen sollen. Doch das Landratsamt Ostallgäu entschied wegen des Coronavirus, dass das Spiel ohne Zuschauer stattfindet. Drei positive Krankheitsfälle und über 100 Kontaktpersonen in häuslicher Isolation in Füssen und naher Umgebung, hatten das Gesundheitsamt Ostallgäu dazu veranlasst. EVF-Vorstand Markus Kehle zeigte Verständnis für diese Entscheidung. Nach Absprachen mit dem Deutschen Eishockey Bund, dem ECDC Memmingen und den Eisbären Regensburg sowie unter Mithilfe der Stadt Memmingen wurde das Allgäuderby daraufhin nach Memmingen verlegt. Dabei mussten aber einige Regeln beachtet werden. So wurden beide Fanlager strikt getrennt. Für die Anhänger aus Füssen gab es eigene Verpflegungsstände und Sanitärbereiche. Und am Ende des Spiels konnten diese richtig jubeln: Der EV Füssen besiegte den Tabellenführer Memmingen mit 3:2, wodurch der ECDC seine Meisterschaft verlor und auf den zweiten Tabellenplatz abrutschte.

Der EV Füssen beendete die Meisterrunde auf dem siebten Tabellenplatz. Nun geht es für ihn mit den Playoffs weiter. In der Achtelfinal-Runde trifft er auf den Herner Eissportverein. Das Playoff-Heimspiel findet am Sonntag, 15. März, um 18 Uhr in der Arena des Bundesleistungszentrums statt.

mil

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