Vorzeitige Olympia-Qualifikation knapp verpasst

Deutsche Curlerinnen beenden WM auf Platz neun

Curling
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Die frühzeitige Qualifikation für die Olympischen Spiele 2022 haben die deutschen Curlerinnen bei der WM in Calgary mit Platz neun verpasst.
  • vonChris Friedrich
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Calgary/Füssen - Knapp gescheitert an ihrem Ziel, der vorzeitigen Olympia-Qualifikation, ist das deutsche Curlingteam der Frauen bei der Weltmeisterschaft in Kanada. Dafür hätte das Team von Skip Daniela Jentsch nach der Vorrunde einen Platz unter den Top sechs benötigt. Am Ende landete die Mannschaft aber auf dem neunten Rang.

Die Füssener Curlerinnen waren in Kanada nah dran am sechsten Platz, der ihnen frühzeitig die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2022 in China gesichert hätte. Team „Germany“ mit Skip Daniela Jentsch rutschte nach gutem Start und einem Zwischenhoch in der Vorrunde mit insgesamt 13 Spielen – verteilt auf sechs Turniertage – aber auf den neunten Platz ab. Damit verabschiedete sich das Team, das viele Sympathiepunkte gesammelt hatte, aus der Weltmeisterschaft in Calgary. Die Bilanz: sechs Siege und sieben Niederlagen, von denen zwei unglücklich oder überraschend waren.

Die Begegnungen gegen die siegreichen Schottinnen und Italienerinnen bleiben ebenso in Erinnerung wie die Erfolge gegen China und Japan. Respekt verdiente sich Skip Daniela Jentsch, weil sie nur mit zwei Mitspielerinnen – Analena Jentsch und Mia Höhne – die Steine in Richtung Mittelkreis abgab. Klara Fomm aus Geising und die Füssenerin Emira Abbes durften im Turnier nicht aufs Eis, weil ihre Corona-Tests positiv waren (der Kreisbote berichtete). Das Virus setzte aber nicht nur Sportlerinnen schachmatt, sondern auch ein TV-Team.

Schweizerinnen holen sich Gold

Dank eine Sondergenehmigung konnte das reduzierte Team jedoch an dem großen internationalen Turnier teilnehmen, das von den Schweizerinnen von Anfang an dominiert wurde. Für die Olympia-Qualifikation fehlte dem deutschen Team am Ende nur ein Siege. Doch der war im letzten Spiel gegen die starken Schweizerinnen in weite Ferne gerückt. Diese gewannen die Partie mit 8:3 und setzten sich am Ende auch im Finale gegen Russland mit 4:2 durch. Die Bronzemedaille ging an die USA.

Olympia-Teilnahme ist weiterhin möglich

Offizielle im Füssener Curling Club – der Wiege der Nationalspielerinnen – waren im Gespräch mit dem Kreisbote von einem Abschneiden zwischen Tabellenrang sechs und zehn ausgegangen. Hier hatte Vorsitzender Roland Jentsch gelassen betont: „Es gibt noch eine zweite Chance für unser Team, sollte es in Calgary nicht für die Olympia-Qualifikation reichen.“ Als Teilnehmer in Beijing 2022 stehen nunmehr die Teams aus der Schweiz, Russland, Schweden, Dänemark, USA und Kanada fest.

Skip Daniela Jentsch durfte sich übrigens über ein auf der Homepage der World Curling Fedration veröffentlichtes Portrait freuen. Der Bericht würdigt ihre Auftritte auf den Curlingbahnen weltweit seit nunmehr zwei Jahrzehnten.

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