Abwehrspieler schießen EVF zum Sieg

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Die Regensburger versuchen sich in eine Torchance zu erarbeiten, während die Leoparden ihr Tor verteidigen. Foto: Köhntopp

Füssen – Wie erwartet waren für den EV Füssen die zwei Spiele gegen den EV Regensburg eine knappe Angelegenheit. Kurioserweise war sowohl beim Füssener 6:3-Sieg am Freitag als auch zwei Tage später beim 4:3 des EVR der jeweils unterlegene Gast die Mannschaft mit den größeren Spielanteilen.

„Normalerweise haben wir immer viel mehr Torschüsse als der Gegner, heute hatten wir nur 25, und dabei sechs Tore gemacht. Diese eiskalte Chancenverwertung, ein überragender Torhüter und unsere beiden Kontingentverteidiger haben uns heute den Sieg gebracht, denn im Sturm ging diesmal leider wenig zusammen“, analysierte EVF-Trainer Marcus Bleicher nach dem 6:3 am Freitag. Nerijus Alisauskas und John Gordon – es war das Spiel der beiden so unterschiedlichen Abwehrspieler im Dress der Schwarzgelben. Hier der elegante Schlittschuhläufer aus Litauen, der durch seine Technik und sein gutes Auge besticht, auf der anderen Seite der kanadische Brecher, der ganz auf sein Körperspiel setzt und bei seinen Vorstößen nur schwer aufzuhalten ist. Eines haben sie beide jedoch gemeinsam: Einen gefährlichen Schlagschuss. 

So einer von Alisauskas wurde früh zur Führung abgefälscht und nach dem Ausgleich der Gäste zum 1:1 zeigte Marcus Bleicher taktische Raffinesse: Er ließ beim letzten Wechsel im ersten Abschnitt die beiden eigentlich in unterschiedlichen Blöcken agierenden Eckpfeiler zusammenspielen. Prompt traf John Gordon 22 Sekunden vor der Pause mit einer Direktabnahme nach einem guten Zuspiel des jungen Litauers. Der traf im zweiten Abschnitt selbst von der blauen Linie zum 3:1, und das vorentscheidende 5:3 jagte wieder Gordon in die Maschen, erneut freigespielt von Alisauskas, der im letzten Drittel nochmal an die Seite des Kanadiers beordert worden war. Zwischendurch hatte der Gast aus Regensburg, der ständig Druck auf die Füssener ausübte, das Ergebnis ausgleichen können, Christian „Butzi“ Mayr erzielte auf Zuspiel von Sascha Golts aber die erneute Führung. Am Ende machte Andrej Naumann in Überzahl den Endstand von 6:3 perfekt.

In der Oberpfalz gerieten die Leoparden früh in Rückstand, glichen aber nur zwei Minuten später durch Tim Richter aus. Im zweiten Drittel gingen sie durch Eric Nadeau und Andrej Naumann sogar zweimal in Führung, doch Regensburg gelang es kurz vor Ende des Mittelabschnitts noch zum 3:3 auszugleichen. Als sich die Teams schon auf eine Verlängerung einstellten, gelang Tegkaev mit dem 4:3 in der 56. Minute doch noch der Siegtreffer für die Hausherren.

Füssen rutschte nach dem Doppelvergleich auf den sechsten Tabellenplatz ab. Die Leoparden haben jedoch nur zwei Punkte Rückstand auf Rang 3, während der Vorsprung auf den neunten Platz mit sieben Zählern gleich geblieben ist. Nun wartet auf die Mannen von Marcus Bleicher ein schwieriges Wochenende: Am kommenden Samstag, 22. November, geht es zum Tabellenzweiten Selber Wölfe, während am Sonntag, 24. November, um 18 Uhr Spitzenreiter EHC Freiburg am Kobelhang zu Gast ist. mil

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