Doppelpleite für die Leoparden

Im Match gegen Regensburg versuchen die Füssener Spieler mit vollem Körpereinsatz ihr Tor zu verteidigen. Foto: Köhntopp

Füssen – Das Heimspiel des EV Füssen am Freitag gegen den EHC Klostersee ging mit 2:4 an die Gäste. Am Sonntag gegen Regensburg präsentierten sich die Lechstädter gut und gingen zwei Mal in Führung. Am Ende mussten sie sich aber mit 2:3 geschlagen geben.

Die Leoparden präsentierten sich am Freitag zu Hause gegen den EHC Klostersee angriffslustig. Nach einem Außennetzschuss von Sebastian Wolsch gelang Sascha Golts im Zusammenspiel mit Andrej Naumann in der sechsten Minute der Führungstreffer. Klostersee war mit seinem guten Unterzahlspiel bei drei Hinausstellungen im ersten Abschnitt nicht zu bezwingen.

Im zweiten Abschnitt sah Füssen bei einer 3:5-Unterzahl gut aus und überstand diese Zeit ohne Gegentor. Bei zwei Strafen gegen Klostersee, davon eine Minute lang sogar mit 5:3-Überzahl für Füssen, konnten aber auch die Gastgeber nicht punkten. Den Gästen gelang schließlich in der 33. Minute der Ausgleich. Drei Minuten später brachte ein Abpraller den Gästen das zweite Tor  und in Überzahl gelang ihnen auch noch vor der zweiten Pause der dritte Treffer. 

Bis zur 50. Minute verwaltete Klostersee den Vorsprung, Füssen vergab während der letzten Strafzeit gegen die Klosterseeer die Chance zum Anschlusstreffer in der 51. Minute, zu schwach war ihr Überzahlspiel. Als in der 60. Minute den Füssenern wegen Halten der Scheibe ein Penalty zugesprochen wurde, verwandelte Sascha Golts diesen zum 2:3.  Die Herausnahme des Torwarts zugunsten eines sechsten Feldspielers nutzten die Gäste prompt mit einem Empty-Net-Goal zum 2:4-Entstand. 


Füssen kämpft auswärts gegen Regensburg


Im Auswärtsspiel gegen Regensburg erzielte Yannik Baier in der vierten Minute die Führung für die Leoparden. Das Tor gab ihnen Selbstvertrauen, was man bei der ersten Unterzahl sehen konnte. Überraschend fiel dann der Ausgleich in der elften Minute durch Mario Dörfler, der den Puck aus einer Drehung einnetzte. Im Anschluss daran scheiterten Peter Meier und Valentin Gschmeißner an Torwart Martin Cinibulk. Die Strafzeiten auf beiden Seiten brachten den Mannschaften nichts ein. Nur zwölf Sekunden nach dem Anpfiff des zweiten Abschnitts traf Yannik Baier  zum zweiten Mal. Ab der 23. Spielminute griff dann der Hauptschiedsrichter ins Spiel- geschehen ein. 

So befanden sich im Anschluss fünf verschiedene Füssener Spieler mit verzögerten Strafen in der Kühlbox. Diese beiden 5:3-Überzahlspiele  nutzte der Gegner zum Ausgleich und zur Führung. Im Anschluss ließen die Füssener dank ihres gut haltenden Torwarts Andreas Jorde keine weiteren Tore zu. Nach ihrem Führungstreffer saßen drei Regensburger Spieler nach einander auf der Strafbank. Dominik Meisinger, John Gordon und Sebastian Wolsch scheiterten daraufhin nur am Torwart Cinibulk. Im weiteren Verlauf dieses Drittels hielt im Gegenzug auch Jorde gegen Martin Ancicka, Petr Fical und Peter Sicinskis Torschüsse. Im letzten Abschnitt versuchten beide Mannschaften, ihre Torausbeute zu verbessern, doch beide Goalies hielten ihren Kasten sauber. Im weiteren Spielgeschehen machte sich der Kräfteverschleiß bei den Lechstädtern bemerkbar. 

Nachdem der Schiedsrichter gegen John Gordon eine Fünf + Spieldauer- und eine Zehn-Minuten-Strafe verhängt hatte, konnte sich Gordon nur schwer beruhigen. Er schwor, dass sein Schläger auf dem Eis und dass die Entscheidung deshalb falsch war. Nachdem auf der Nase des verletzten Spielers ein Blutstropfen vom Schiedsrichter gesichtet und vom Arzt der Regensburger Mannschaft eine Verletzung attestiert wurde, musste der Unparteiische die Spieldauerstrafe aussprechen. Füssen kämpfte dezimiert weiter, hatte in Unterzahl sogar noch eine Chance auf den Ausgleich. Wegen der Strafe gegen Gordon konnten die Leoparden erst zehn Sekunden vor Ende des Spiels den Torwart vom Eis nehmen, was allerdings nichts mehr einbrachte.

 „Ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl“ hätte sich Trainer Dave Rich gewünscht, wollte sich aber weiter nicht zum Schiedsrichter äußern.  „Ein oder zwei Punkte hätte meine Mannschaft aufgrund ihrer Leistung verdient gehabt“, resümierte er weiter. Trainer Leos Sulak von Regensburg war einfach nur glücklich über den Sieg,  ärgerte sich aber noch über die 8:7-Niederlage im Hinspiel in Füssen, „da haben wir die Punkte verschenkt“.  John Gordon war nach dem Spiel immer noch verärgert über seine Strafe, zumal er nun am Freitag im Spiel gegen Peiting gesperrt ist.

Laut einer Mitteilung des Vereins sollte am Montag ein „skandinavischer Kontingentspieler“ eintreffen. Ob dieser bereits am kommenden Freitag, 30. November, um 19.30 Uhr gegen Spitzenreiter Peiting auf dem Eis stehen wird, war bis Redaktionsschluss noch nicht geklärt. Der Verein hofft, dass zu diesem Spiel „1000 + X“ Zuschauer kommen werden. Falls diese Zahl erreicht wird, sollen laut dem Verein  Preise verlost werden. Am Sonntag, 2. Dezember, fahren die Leoparden dann zum ebenfalls schweren Auswärtsspiel nach Erding. dg

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