Keine Saison 2020/2021

Entscheidung des BFV: "Es gibt keine andere Möglichkeit"

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Unter Einhaltung der Hygiene-Vorschriften – dazu gehört auch das regelmäßige Desinfizieren des Balls – bereitet sich der TSV Pfronten derzeit auf Fortsetzung der Saison vor.

Füssen/Pfronten – Den noch weiten Weg ins gesicherte Mittelfeld in der Kreisliga Süd können der FC Füssen und der TSV Pfronten erst im September fortsetzen: dann soll nach dem Willen des Bayerische Fußball-Verband (BFV) die Saison 2019/2020 fortgeführt werden.

Eine Spielzeit 2020/2021 soll es für die Amateure hingegen nicht geben. Das hat der BFV laut eigenen Angaben nach intensiver Diskussion jetzt beschlossen. Mit ausschlaggebend für die Entscheidung war wohl auch ein unter den Vereinen abgefragtes Meinungsbild. 

Anschließend beschloss der Verband einstimmig, die wegen der Covid-19-Krise unterbrochene Spielzeit bis zum 31. August auszusetzen und erst ab dem 1. September „auf sportlichem Wege zu Ende zu bringen“. Ende der Saisonende soll am 30. Juni 2021 sein. Dazu meldet der BFV aber vorsichtshalber: die Saison 2019/20 läuft weiter, wenn dies durch staatliche Vorgaben ermöglicht wird.

Fix dagegen ist: Im Freistaat Bayern wird es für die Amateurclubs keine Saison 2020/21 geben. Aus Kreisen der Spieler des FC Füssen und TSV Pfronten ist dazu zu hören: es kitzelt allen Aktiven in den Füßen. Für beide Mannschaften geht es schließlich darum, möglichst schnell die für den Klassenerhalt benötigten Erfolge auf dem Platz unter Dach und Fach zu bringen. 

Leander Lauterbach vom TSV Pfronten sagt: „Wir vom TSV begrüßen die Fortsetzung der aktuellen Saison, da es sich unserer Meinung nach, um die sportlich fairste Variante handelt, obwohl wir auch mit einem kompletten Abbruch der Saison hätten leben können.“ Zur Entscheidung, dass die Spielzeit 2020/21 komplett ausfallen wird, betont er: Dies sei aus Pfrontener Sicht „die logische Schlussfolgerung“ auf die Fortsetzung der aktuellen Saison, da noch nicht hundertprozentig feststehe, „ob im September wirklich wieder angefangen werden kann“. 

Die Fußballer des TSV befinden sich seit zwei Wochen mit beiden Herrenteams wieder im Training (der Kreisbote berichtete). Dabei finden die aktuellen Auflagen Berücksichtigung. Trainiert werde, so Lauterbach, „vorerst einmal pro Woche und die Übungen sind auf die aktuellen Corona-Richtlinien abgestimmt“. Im Kader der Pfrontener gab es laut Lauterbach bislang keine personellen Änderungen. 

Neuer Trainer der ersten Mannschaft ist Hansi Rindle, ein Pfrontener Urgestein. Thomas Sorg ist Coach der Reserve. Das Saisonziel heiße „ganz klar Klassenerhalt“. Je früher die dafür benötigten Punkte geholt werden könnten, „desto besser sei es für die Spieler und den Verein.“ 

Viel Selbstbewusstsein

Vor dem TSV auf dem elften Platz mit 18 Zählern steht der FC Füssen als Neunter. Der FCF hat bisher eher magere 20 Punkte geholt, bereitet sich jedoch nach einem bejubelten Heimsieg am letzten Spieltag vor der Pause voller Selbstbewusstsein auf das erste Spiel 2020 vor. „Der FC Füssen begrüßt natürlich die Entscheidung zur Fortsetzung des Spielbetriebs!“, so Vorsitzender Florian Durrer. 

„In welcher Form auch immer, es ist eine Herkulesaufgabe für den Verband eine für alle zufriedenstellende Lösung zu finden. Dass die Saison 20/21 komplett ausfällt, ist zwar schade für alle, aber aktuell gibt es für die Amateurvereine keine andere Möglichkeit.“ Sollte der Spielbetrieb zum 1. September wieder aufgenommen werden, werde sich die Mannschaft um Trainer Manuel Günes „gute sechs Wochen darauf vorbereiten“. 

In den verbleibenden neun Spielen soll der Klassenerhalt so früh wie möglich gesichert werden. „Da der komplette Jugendspielbetrieb abgesagt worden ist, kann sich die Vollmannschaft über einige Talente, die aus den A-Junioren kommen und spielberechtigt sind, freuen“, sagte Durrer gegenüber unserer Zeitung. „Denn auch der FCF 2 kämpft gegen den Abstieg. Da kommt der frische Wind aus dem eigenen Nachwuchs für unseren Trainer Sascha Möschle gelegen.“ 

Der FC-Vorstand möchte natürlich auch, dass der Trainingsbetrieb im Jugendbereich möglichst bald startet, „damit alle Kicker wie gewohnt dem runden Leder hinterherjagen können. Wir erhoffen uns weitere Lockerungen ab 15. Juni.“ Der Spielausschuss plane derzeit ein Szenario unter Einhaltung der Hygienevorschriften.

Chris Friedrich

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