Füssen Royal Bavarians verspielen Führung gegen Gauting

Royal Bavarians holen im ersten Spiel auf dem neuen Platz nur ein Remis

James Starek
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Die Füssener Baseball-Legende James Starek eröffnet auf der Seite der Füssen Royal Bavarians das erste Spiel auf dem neuen „King´s Field“ im Weidach.
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    VonMatthias Matz
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Füssen – Mit einem Unentschieden haben sich die Füssen Royal Bavarians und die Gauting Indians nach dem ersten Bundesligaheimspieltag auf dem neuen „King´s Field“ in Füssen getrennt. Obwohl die Hausherren in der ersten Partie zunächst deutlich führten, kämpfte sich Gauting zurück, glich aus und gewann am Ende mit 15:11. Im zweiten Spiel des Tages entschied schließlich Daniel Mendelsohn das Pitiching-Duell für die Füssener, so dass diese sich über einen 2:0-Sieg freuen konnten. 

Erstmalig ging es für die Füssen Royal Bavarians in ein Heimspiel am neu erbauten „King‘s Field“ – das erste richtige Heimspiel seit knapp drei Jahren. „Die Aufregung war definitiv zu spüren und die Vorfreude war riesig!“, erzählt Führungsspieler Silvan Zacek. Erstmalig in dieser Saison konnte Headcoach Mitch Stephan auch auf den gesamten Kader zurückgreifen. Einzig der verletzte Kanadier Nick KyRose war nicht mit von der Partie und wird voraussichtlich mindestens zwei weitere Wochen ausfallen.

Das Eröffnungsspiel am neuen „King’s Field“ eröffnete kein Geringer als Legende James Starek auf dem Werferhügel. Es war der erste Auftritt des mittlerweile 50-jährigen Veterans in dieser Saison. Und Starek machte seine Sache gewohnt gut. Gauting ging zwar gleich im ersten „Inning“ (Spielabschnitt) mit 2:0 in Führung. Füssen glich im Nachschlag durch Cedric Igelspacher aber auf 2:2 aus.

Das zweite Inning eröffnete Christian Brunner mit dem ersten Homerun im neuen Stadion und brachte damit die Füssener Offensive so richtig ins Rollen. Satte Schläge von Alexander Wolter, Thomas Haf, Silvan Zacek, Igelspacher und Michael Wöhrl erhöhten auf 7:3. Bis ins fünfte Inning war Füssen die klar bessere Mannschaft und zeigte vor allem offensiv, was in ihr steckt. Nach vier gespielten Innings waren die Königlichen mit 11:5 in Führung.

Die Gäste aus Gauting hielten sich allerdings verbissen im Spiel und verkürzten kontinuierlich bis sie letztendlich gegen den eingewechselten Zacek den Ausgleich zum 11:11 schafften. Das Momentum wechselte auf die Seite der Gäste und auch Spieler-Trainer Mitch Stephan konnte auf dem Werferhügel die Niederlage nicht mehr abwehren – Endstand 11:15.

Defensive schwächelt

„Offensiv war das sehr erfreulich, was wir in Spiel eins heute abgeliefert haben. Da hat's in den letzten Spielen etwas gehapert. Heute war es dann am Ende vor allem die Defensive, die uns im Stich gelassen hat“, erklärte sich Stephan die Niederlage und spielte damit auf die insgesamt vier Feldspieler an.

Im zweiten Spiel des Tages erwarteten die zahlreichen Zuschauer am „King’s Field“ ein Pitching-Duell (Werfer-Duell) auf höchstem Niveau. Rückkehrer Daniel Mendelsohn feierte sein Heimdebüt. Auf Seiten der Gauting Indians trat Michael Hübner an. Er gehört seit Jahren zu den besten Werfern in der 2. Bundesliga.

Füssen erwischte dabei den besseren Start und agierte dabei lehrbuchmäßig: Christian Aman kam per „Walk“ auf „Base“ und mit einem „Steal“ auf die zweite Base. Stephan bewegte ihn durch einen weiten „Flyball“ auf die dritte Base und der starke Igelspacher brachte Aman mit seinem Schlag zur 1:0-Führung nach Hause.

Im dritten Inning ergab sich ein ähnliches Bild. Diesmal war es Youngster Chris Kleber, der durch einen „Hit-by-Pitch“ auf Base kam und durch Schläge von Aman und Stephan auf die dritte Base geschoben wurde. Diesmal war es dann Zacek, der mit einem harten Schlag Kleber über die „Homeplate“ brachte und das 2:0 markierte.

Danach war es wieder die Show der beiden „Pitcher“. Allen voran Daniel Mendelsohn, welcher der Gautinger Offensive kaum Platz zur Entfaltung ließ und am Ende des Tages mit einer Bilanz von insgesamt sechs „Strikeouts“ und keinem einzigen „Walk“ mit dem „Shutout-Sieg“ vom Platz ging. „Ganz starke Leistung von der gesamten Mannschaft im zweiten Spiel und allen voran natürlich von Daniel [Mendelsohn]. Vor allem in der Offensive haben wir die kleinen Dinge richtig gemacht und durch eine hohe Effizienz gepunktet“, freute sich Stephan.

Damit bleiben die Royal Bavarians mit einer Bilanz von zwei Siegen und vier Niederlagen weiterhin im Rennen und haben die wohl drei stärksten Teams in der Hinrunde nun bereits hinter sich. Am morgigen Sonntag, 4. Juli, treten die „RBs“ gegen die München Caribes an. Diese ließen am vergangenen Wochenende beim Tabellenletzten Ingolstadt ein Spiel liegen.

„In den kommenden zwei Wochen gegen München und Ingolstadt müssen wir mindestens drei von vier Spielen gewinnen, um unseren Ansprüchen gerecht zu werden und oben mitzuspielen“, gibt Stephan ganz klar die Marschroute vor.

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