Teams nutzen Heimvorteil

Die Leoparden und ihre rund 1000 Fans im BLZ bejubeln den Sieg gegen Selb. Foto: Köhntopp

Füssen/Selb – In den Play-offs zwischen dem EV-Füssen und den Selber Wölfen steht es nach dem vergangenen Wochenende 2:1 für Selb. Beide Teams gewannen jeweils ihre Heimspiele: 5:3 waren die Leoparden vor 1083 Zuschauern erfolgreich, mit 4:1 gewannen die Wölfe gegen stark ersatzgeschwächte Füssener.

Schon nach 13 Sekunden war Füssen in Überzahl, doch Nutznießer wären beinahe die Gäste gewesen. Der überaus gefährliche Mudryk scheiterte am Pfosten. Ein Fehler der Selber hinter dem eigenen Tor begünstigte das 1:0 durch Sascha Golts (Naumann, Meier). In der 9. Minute kamen die Gäste in Überzahl und einer weiteren angezeigten Strafzeit durch Mudryk  zum Ausgleich. In Überzahl gingen die Wölfe sogar mit 2:1 in Führung. Bis zur 19. Minute waren die Gäste einem Tor näher als Füssen, doch André Irrgang ließ sich nicht überwinden.  Die vierte Strafzeit gegen Selb nutzte Sebastian Wolsch (Naumann, Gordon) zum Ausgleich. Im zweiten Abschnitt hatte jede Mannschaft ihre Chancen, doch John Gordon (Nadeau, Christian Mayr) bestätigte das an diesem Tag gute Überzahlspiel mit der viel umjubelten 3:2-Führung in der 24. Minute. Gleich darauf verhinderte Irrgang mit der besten von vielen guten Szenen  den durchaus möglichen Ausgleich (25.).  In der 27. Minute war es dann der unermüdliche Robbie McFeeters (Mayr, Gordon), der auf  4:2 erhöhte. Nun war Füssen dem fünften Treffer näher als der Gegner, der erst durch einen Penalty von Mudryk auf 4:3 verkürzte.   Dann ließ Füssen zunächst nach: Zu Beginn des letzten Abschnitts nutzten sie eine gleich doppelte Überzahl nicht. Andererseits waren auch die Selber da nicht erfolgreich.   Eine Strafe gegen Selb brachte schließlich aber Füssen in Überzahl, die Mister „Play-off“ Andrej Naumann (Golts, Gordon) zum 5:3-Endstand nutzte.  Am Sonntag fehlten den Akteuren um Trainer Dave Rich gleich sechs Stammspieler, so dass es nicht verwunderlich war, dass die Partie mit 4:1 (1:1, 3:0, 0:0) an Selb ging, die nun mit 2:1 in der Best-of-Seven-Serie führen. Neben den Langzeitverletzten fehlten Kapitän Eric Nadeau, Top-Torjäger Sascha Golts, Daniel Stiefenhofer und Valentin Gschmeißner. Die Gastgeber konnten fast aus dem Vollen schöpfen. Bereits nach 57 Sekunden schickte HSR Cori Münz Robbie McFeeters auf die Strafbank und  im zweiten Abschnitt noch zweimal. Die Füssener kamen während der laufenden Angriffe der Selber in der 12. Minute zu einer Riesenchance, die Suvelo jedoch vereitelte. Erst ein Knaller von Lehmann in der 13. Minute belohnte die Bemühungen der Selber zur 1:0-Führung. Später jubelten die Selber zu früh, die Scheibe war nach Ansicht des Hauptschiedsrichters nicht im Tor. Einen Abpraller des wieder fleißigen John Gordon verwandelte  Andrej Naumann zum 1:1-Ausgleich. Das 2:1-Überzahltor der Selber in der 22. Minute war ein Eigentor der Füssener, das Lehmann zugeschrieben wurde. Schließlich fälschte Mudryk unhaltbar für Irrgang zum 3:1 ab. Dann führte die dritte Strafzeit von McFeeters wiederum durch Mudryk zum 4:1. Das mögliche nächste Mudryk-Tor verhinderte John Gordon bravourös. Eine ins letzte Drittel hineinreichende Strafe gegen Naumann brachte den Wölfen nichts ein. Die Füssener ließen mit klasse Einsatz keinen weiteren Treffer mehr zu, obwohl Christian „Butzi“ Mayr in der 48. Minute mit einer 5+Spieldauerstrafe vorzeitig in die Kabine musste. Bereits am Freitag geht es wieder nach Selb zum fünften Spiel. Das könnte bereits eine Entscheidung sein, wenn Füssen das Spiel am Dienstagabend nicht gewonnen hat. Ansonsten kommt es zur sechsten Begegnung am Sonntag zuhause. Sollte Füssen am Dienstag und am Freitag gewinnen, könnten sie am Sonntag mit einem Sieg in die bundesweiten Play-offs einziehen. dg

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