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Ein enttäuschender Auftakt

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EVF, EV Füssen, Landesliga, EHC Königsbrunn
Voller Einsatz: Ein Füssener Spieler (rotes Trikot) versucht seinem Kontrahenten aus Königsbrunn den Puck abzunehmen. © Köhntopp

Füssen – Mit einer Enttäuschung ist der EV Füssen am Montag in die Zwischengrunde der Landesliga gestartet. Die Schwarz-Gelben mussten sich nach einer schwachen Defensivleistung dem EHC Königsbrunn knapp mit 5:6 geschlagen geben.

Schon in der Anfangsphase kam der EHC mehrmals unbedrängt zum Abschluss, während beim EVF ein Überzahlspiel nichts einbrachte. In der achten Spielminute fand ein Schuss aufs kurze Eck den Weg zum 0:1 ins Netz und kurz darauf wäre beinahe sogar ein zweiter Gegentreffer gefallen. Drei Minuten später vergab Tobias Meier die große Ausgleichschance, als er das freie Toreck nicht sah, sondern nochmals einen Querpass spielte. Durch einen Gewaltschuss gelang Marvin Schmid schließlich in der Endphase des Drittels doch noch das 1:1. Insgesamt gehörte dieser Abschnitt aber eher den Gästen.

Zu Beginn des Mitteldrittels überstand der EVF ein mehrminütiges Unterzahlspiel. Die Hausherren hatte durch Tobias Dressel bei einem Konter sogar die größte Tormöglichkeit. Danach kamen die diesmal rotgewandeten Füssener zu einer regelrechten Druckphase, die durch den ersten Torschuss von Königsbrunn in diesem Abschnitt ein jähes und überraschendes Ende fand: 1:2 stand es nach der 30. Minute.

Bei einem Überzahlspiel vergab kurz darauf Marc Besl völlig frei. Der von der Strafbank kommende Königsbrunner Verteidiger machte es dagegen besser: Er erwischte Glaswinkler eiskalt zum 1:3 in der 34. Minute. Es war der zweite Treffer bei insgesamt nur drei Torschüssen der Gäste in diesem Drittel. Ein ebenfalls haltbar erscheinender Schuss brachte in der letzten Minute aber das 2:3 für den EVF. So stieg die Hoffnung auf den Schlussabschnitt, den die Füssener gegen Königsbrunn bisher jedes Mal gewonnen hatten.

Und tatsächlich wartete die Mannschaft von Trainer Thomas Zellhuber gleich mit einem Doppelschlag auf und ging innerhalb von nur 61 Sekunden erstmals mit 4:3 in Führung. Das Spiel schien nun den Verlauf zu nehmen, den der EVF erwartet hatte, doch weit gefehlt. Auch der erste Torschuss der Gäste in diesem Abschnitt saß.

Pech im Abschluss

Bei einer doppelten Überzahl gelang es dem EVF aber erneut in Führung zu gehen: Nikolas Oppenberger erzielte das 5:4 in der 46. Minute. Das ließ der EHC aber nicht auf sich sitzen und nutze nur zwei Zeigerumdrehungen später ein Powerplay zum erneuten Ausgleich. Daraufhin wechselte Füssen den Torhüter. Nur eine Minute später wurde Oppenberger bei einem Angriff im letzten Moment gestoppt, er scheiterte mit dem fälligen Penalty jedoch denkbar knapp.

Kurz darauf fehlten bei einem von Marius Keller abgefälschten Schuss nur ein paar Zentimeter zur Führung. Diese gelang dann den nicht aufsteckenden Gästen, die dabei von einem Fehler im Füssener Aufbauspiel profitierten. Danach gelang es dem EVF zunächst nicht mehr die clever verteidigenden Königsbrunner in größere Verlegenheit zu bringen.

Erst nach der Herausnahme von Torhüter Fabian Schütze 96 Sekunden vor Spielende gelang es den Hausherren großen Druck aufzubauen. Aber mehr als zwei große Chancen durch Ron Newhook, der beide Male knapp scheiterte, sprang nicht mehr heraus. Es blieb beim knappen, aber nicht unverdienten Sieg der Gäste, die ihre Chancen einfach besser nutzten und diesmal auch mit der besseren Abwehrleistung punkten konnten.

Erwin Halusa, Trainer des EHC Königsbrunn, meinte nach der Partie: „Der EV Füssen ist super aufgestellt und heute spielten wir vor großer Kulisse. Da wollten wir offensiv und mit viel Druck spielen, das ist uns sehr gut gelungen. Ein hohes Lob für jeden von meinen Spielern, wir haben heute total verdient gewonnen.“

Zu großer Aufwand

EVF-Trainer Thomas Zellhuber kommentierte: „Unser Defensivverhalten hat heute überhaupt nicht funktioniert und bei sechs Gegentreffern zuhause verdiente Niederlage. Positiv, dass wir nach dem 1:3 wieder zurückgekommen sind, das spricht für den Charakter der Mannschaft, es war aber eine große Achterbahnfahrt mit ständigem Hin und Her. Wir haben zu viele leichte Gegentore bekommen und für die eigenen zu viel Aufwand betreiben müssen. Es ist heute insgesamt nicht gerade viel zu unseren Gunsten gelaufen. Mit Tobias Meier müssen wir leider auch noch einen längerfristigen Ausfall beklagen.“ Am gestrigen Freitag gastierte der Eissportverein Füssen beim SE Freising. Das Rückspiel gegen den EHC Königsbrunn steht dann am Freitag, 6. Januar, um 20 Uhr an.

mil

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