"Das war heute grauenvoll"

Der EHC Bayreuth erzielt gegen den EV Füssen ein Tor. Foto: Köhntopp

Füssen – Mit zwei überraschenden Niederlagen ist der EV Füssen in die Saison gestartet. Konnte mit einer 2:5-Niederlage gegen die Bayreuth Tigers, noch gerechnet werden, so war die 3:9-Schlappe beim sportlichen Absteiger des Vorjahres, den Blue Devils Weiden vor allem in der Höhe bedenklich.

Dabei fing es am Freitag gegen die Mannschaft aus der Wagnerstadt gar nicht so schlecht an für die Leoparden. Frühzeitig setzten sie den Gegner unter Druck, die sich damit kaum entfalten konnten. Die frühzeitige Führung durch den Ravensburger Förderlizenzspieler Simon Klingler war die Konsequenz davon. In der Folgezeit bestimmten die Bayreuther jedoch immer stärker das Spiel, während Füssen zwar weiterhin großen Kampfgeist zeigte, Kombinationen über mehrere Stationen jedoch Seltenheitswert hatten. 

„Im ersten Drittel haben wir noch relativ gut gearbeitet, im zweiten sind wir dann aus dem Tritt gekommen, und im letzten haben wir es versäumt, das dritte Tor zu machen“, resümierte Füssens Trainer Wolfgang Koziol das Spiel. Danach sei sein Team „mit der Geschwindigkeit von Bayreuth nicht mehr mit gekommen“ und habe „verdient verloren“. In der Tat war die Anfangsphase des letzten Drittels entscheidend. So hatte Matthias Mayr zuvor noch das 2:2 erzielt, nachdem die Gäste das Spiel gedreht hatten. Doch eine schwache Chancenverwertung und vermeidbare Gegentore brachten den Leoparden am Ende eine deutliche 2:5-Niederlage ein. 

Besser wollte es der EV Füssen dann am Sonntag gegen einen der vermeintlich direkten Gegner im Kampf um einen Playoff-Platz machen. Doch in der Oberpfalz bei den Blue Devils Weiden kamen die Lechstädter überhaupt nicht ins Spiel. „Ganz ehrlich: Das war heute grauenvoll“, zeigte sich Koziol nach dem Spiel immer noch fassungslos. „Wir waren nicht bereit, sind ohne Einstellung in das Spiel gegangen. Nach 47 Sekunden 0:1, ein Torwartfehler zum 0:2, drei individuelle Fehler zusammen zum 0:3, und schon war das Spiel nach neun Minuten gelaufen.“ Am Ende hieß es gar 3:9, eine kalte Dusche für die Schwarz-Gelben bereits zu Saisonbeginn. Die Tore für Füssen hatten Martin Pfohmann, Christian Mayr und Josh Burnell erzielt. 

Nun hofft der EVF auf die Rückkehr von Björn Friedl und Pavel Mojtek, denn am kommenden Wochenende bekommen sie es mit dem Spiel in Selb sowie Zuhause, am Sonntag, 5. Oktober, um 18 Uhr gegen die Freiburger Wölfe gleich mit zwei Topfavoriten zu tun. Außerdem zeichnet sich ab, dass es im Abwehrverbund bald eine personelle Veränderung geben könnte. mil

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