Schiedsrichterentscheidung sorgt für Ärger

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Ein Füssener Spieler versucht in der Partie gegen die Erding Gladiators seinen Gegner am Torschuss zu hindern. Foto: Köhntopp

Füssen – Zwei Niederlagen hat der EV Füssen am Wochenende hinnehmen müssen. Gegen Bayreuth verloren die Füssener mit 4:5 und gegen Erding mit 3:4. Im Spiel gegen die Oberbayern sorgte vor allem die Leistung des Schiedsrichters für Empörung bei den Füssenern.

Aus Füssener Sicht war die Leistung des Schiedsrichtergespanns am Sonntag gegen Erding skandalös: den vermeintlichen Siegtreffer der Füssener erklärte er später für ungültig und die harte Gangart der Gäste toleriert er in den meisten Fällen. Einer der am meisten betroffenen Akteure war Björn Friedl. Beim Stande von 0:1 traf ihn in Unterzahl ein Befreiungsschuss im Gesicht, doch obwohl er stark blutend zu Boden ging, ließ der Schiedsrichter das Spiel weiterlaufen. Erding bedankte sich trotz aller Proteste mit dem Treffer zum 0:1. 

Der EVF kam jedoch zurück, und ebenso Friedl. Trotz seiner Gesichtsverletzung lief er wieder auf und markierte in der 15. Minute den Ausgleich zum 3:3. Zuvor hatten bereits Tim Richter und Eric Nadeau für die Leoparden getroffen. Dann jedoch die 60. Spielminute: Der 33-jährige Routinier erzielte in Überzahl vermeintlich den Siegtreffer für die Leoparden. Die Scheibe war aus Füssener Sicht knapp hinter die Linie gerutscht, der neben dem Gehäuse stehende Hauptschiedsrichter hatte eine gute Sicht und zeigte auch sofort ein Tor an. Diese Entscheidung revidierte er jedoch wieder, und somit ging es in die Verlängerung. 

Dort gelang Erding der Siegtreffer, nachdem zuvor zum wiederholten Male eine gute Chance der Füssener abgepfiffen worden war, weil ein Erdinger Spieler angeschlagen auf dem Eis war. EVF-Coach Marcus Bleicher war nach dem Spiel außer sich: „Ich bin stinksauer“, polterte der Coach und kritisierte mit teils emotionalen Worten das erst gegebene und dann revidierte Tor. „Ich darf die ganze Woche schauen, wie ich mein Team nach so etwas wieder aufbauen kann“, lamenterite Bleicher. Sein Erdinger Kollege John Samanski war zufrieden mit dem Ausgang der Partie, und kommentierte diesen verschmitzt: „Wir haben die Gunst der Stunde genutzt.“ 

Durch dieses Ergebnis tritt der EV Füssen momentan etwas auf der Stelle, und belegt weiterhin den sechsten Platz. Schon am Freitag kam es zu einer 4:5-Niederlage in Bayreuth. Beim heimstarken Aufsteiger gelang es dem Team von Bleicher zweimal einen Rückstand aufzuholen, geriet jedoch kurz vor Spielende in Unterzahl und musste in der letzten Spielminute den entscheidenden Treffer hinnehmen. „Auch da muss ich mich fragen: Ein klares Foul an unserem Spieler wird nicht gegeben, aber dann erhalten wir eine Strafzeit, weil ein Bayreuther hingefallen ist. Das kann es doch nicht sein“, war der Füssener Trainer auch am Sonntag noch angefressen. Am Ende verlief das Wochenende mit nur einem Punkt aus den beiden Spielen relativ erfolglos. 

Doch die Leoparden wollen sich wieder sammeln, und am kommenden Freitag, 6. Dezember, sollen um 19.30 Uhr gegen den EHC Klostersee wieder drei Punkte drin sein. Denn nach sechs Auswärtsniederlagen in Folge sind die Füssener am Sonntag, 8. Dezember auch beim Tabellenzehnten, dem SC Deggendorf, sicher nicht der Favorit.mil

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