Nach einer 2:4-Niederlage in Deggendorf schlagen die Leoparden Erding mit 5:4

Zehnter Platz in greifbarer Nähe

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Mit einem beherzten Sprung bereinigt Füssens Torwart Fießinger gegen Erding eine kritische Situation vor dem Gehäuse des EV Füssen. Am Ende gewinnen die Ostallgäuer die Partie.

Füssen/Deggendorf – Vierte Niederlage gegen Deggendorf, vierter Sieg gegen Erding – das vergangene Wochenende hielt eigentlich Altbekanntes für die Fans des EVF bereit. Trotz allen Widerstandes der heimischen Vertretung gab es beim DSC zunächst auch diesmal nichts zu holen.

Eine schwache Chancenverwertung war der Grund für einen 0:1-Zwischenstand nach dem ersten Abschnitt, denn schlechter als der Gegner waren die Füssener auch nicht. Als Deggendorf aber bis zur 32. Spielminute auf 3:0 erhöhen konnte, schien das Spiel eine klare Angelegenheit zu werden. Doch die Füssener kamen auch beim Tabellensiebten immer besser ins Spiel, und erzielten folgerichtig in der 38. Minute das 1:3 durch Stefan Goller (Kames, Burnell). Im letzten Abschnitt hatten die Füssener zweimal die große Chance, in Überzahl den Anschlusstreffer zu markieren. 

Dies gelang jedoch erst in der 57. Minute und beim dritten Powerplay im Schlussabschnitt. Josh Burnell (Kames, Schmid) hatte das 2:3 erzielt. Zu mehr reichte es aus Sicht des EVF nicht mehr. Im Gegenteil gelang dem DSC in der letzten Minute auch noch ein vierter Treffer ins mittlerweile verwaiste EVF-Gehäuse. 

Der dringend benötigte „Dreier“ wurde nun im Heimspiel gegen den Zehnten Erding Gladiators angestrebt. „Uns war klar, dass dieses Spiel die letzte Chance ist, um weiterhin um das Heimrecht in den Play-Downs zu kämpfen, bei einer Niederlage wäre Erding wohl schon zu weit weg gewesen“, resümierte EVF-Coach Markus Gmeiner nach dem knappen 5:4 seiner Mannen gegen das Team aus der Herzogstadt. 

Zum ersten Mal seit langer Zeit konnten sich die Schwarz-Gelben frühzeitig einen Vorsprung von zwei Treffern erarbeiten. Stefan Goller (Kirsch, Huber) in der neunten Minute sowie George Kink (Schöpf, Nadeau) in der elften sorgten für das 2:0. Nur eine gute Minute später lief der zweite EVF-Block jedoch völlig unnötig in einen Konter, welchen Schwarz zum Anschlusstreffer nutzte. In der Folgezeit gab es große Chancen auf beiden Seiten, doch die Torhüter ließen sich nicht überwinden. 

Füssen überstand zu Beginn des Schlussabschnitts ein Unterzahlspiel, hatte danach bei zwei eigenen Powerplays große Chancen, um die Führung auszubauen. Doch wieder einmal wollte die Scheibe nicht ins gegnerische Gehäuse. Bei einem Konter hatte man dagegen bereits Glück, dass die Gladiators nur die Latte trafen, in der 37. Minute war es dann der Kanadier Tory Allan, der zum 2:2 ausglich. 

Danach ging beim EVF gar nichts mehr zusammen, und alleine Torhüter Fießinger war es zu verdanken, dass es zunächst bei zwei Gegentreffern blieb. Daran änderte sich auch im letzten Abschnitt nicht viel. Überlegene Gäste kontrollierten das Spiel, und drehten es durch Allans zweiten Treffer zum 2:3 bereits in der 44. Minute. 

Löchrige Abwehr 

Füssen schien nun deutlich auf der Verlierstraße zu sein, konnte sich aber auf seinen Topscorer Josh Burnell verlassen. Nur eine Minute später enteilte er auf Zuspiel von Schöpf und Kink der gegnerischen Abwehr, und verwandelte gekonnt zum Ausgleich. Und nach einer Strafzeit gegen Erding passte er in der 46. Minute perfekt an den langen Torpfosten, wo Hubert Schöpf mit seinem ersten Saisontreffer gar das 4:3 markieren konnte. 

Der EVF hatte das Spiel wieder gedreht, doch die Abwehrleistung war auch in der Folge nicht optimal, und Erding kam so immer wieder zu großen Chancen. Die endgültige Entscheidung schien zwei Minuten vor Spielende gefallen zu sein, als die Leoparden bei einem schnellen Konter das 5:3 durch George Kink auf Zuspiel von Geburtstagskind Burnell und Kapitän Eric Nadeau erzielten. Zuvor hatten die Gladiators eine Riesenchance zum Ausgleich nicht nutzen können. 

Spannendes Finale 

Aber wie so oft in dieser Spielzeit machten es sich die Füssener in der Folge noch einmal selbst richtig schwer. Eine Strafzeit bei Minute 58.53 sowie eine weitere bei 59.31 sahen bei gleichzeitiger Herausnahme des Gästekeepers den EVF mit drei gegen sechs Spieler in Unterzahl. Prompt dauerte es nur neun Sekunden, bis der Kanadier Allan mit seinem dritten Treffer das 5:4 markieren konnte. Zum Glück für die Füssener konnten die restlichen 20 Sekunden und damit der knappe Sieg jedoch über die Zeit gebracht werden. 

Am Freitag, 13. Februar, geht es um 19.30 Uhr nun zuhause gegen die Tölzer Löwen, am Faschingssonntag steht das Auswärtsspiel beim EHC Klostersee auf dem Programm.

mil

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