Der EV Füssen schießt Woodstocks Augsburg mit 6:0 vom Eis

Fünftes Spiel, fünfter Sieg

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Sechs Mal musste Augsburgs Goalie Alexander Oertel gegen den EV Füssen hinter sich greifen.

Füssen – Am Ende zählte nur der Sieg. Und da war das 6:0 (2:0, 2:0, 2:0) gegen die Woodstocks Augsburg vor 620 Zuschauern der erhoffte fünfte Erfolg im fünften Spiel für den EV Füssen. Über weite Strecken taten sich die Füssener diesmal jedoch schwer.

Gegen die bis zum Schluss kämpfenden Gäste fehlte es bei den Füssenern ohne eine Reihe der nicht eingesetzten DNL2-Spieler oftmals am Tempo. Das war bei Einzelaktionen vorhanden, selten jedoch bei den Kombinationen. Augsburg spielte zudem taktisch klug, agierte defensiv stabil und stellte mit schnellen Angriffen die Füssener Abwehr des Öfteren vor Probleme.

Größtes Manko bei den Schwarz-Gelben war aber die schwache Chancenverwertung. „Vom Spielverlauf her können wir froh sein, nicht zweistellig verloren zu haben. Schade aber, dass uns kein Treffer gelungen ist“, kommentierte Gästetrainer Lo Castro, der ansonsten aber mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden sein konnte.

EVF vergibt die Chancen

Diese sah sich von Anfang an in die Defensive gedrängt, doch Zählbares gelang dem EVF zunächst nicht. Auch ein frühes Überzahlspiel brachte außer vielen Chancen nichts ein. Florian Simon scheiterte in der 8. Spielminute bei einem Alleingang. Es bedurfte der Mithilfe des Gegners, der einen Fehlpass im eigenen Drittel spielte. Naumann fing die Scheibe ab, leitete sofort zu Sascha Golts weiter, und der hatte keine Probleme, um zum 1:0 zu treffen (9. Spielminute).

Nachdem die Füssener eine Strafzeit unbeschadet überstanden hatten, setzte Marius Keller ein zweites Zeichen: Einen schnellen Konter über Vincent Wiedemann verwandelte er in der zwölften Minute zum 2:0. Doch anstatt nun sicherer zu werden und zielstrebiger zu agieren, schlich sich in der Folgezeit erst recht der Schlendrian ein. Bei einer großen Chance der Woodstocks in der 14. Minute musste Fabian Schütze im EVF-Gehäuse gleich mehrmals klären, kurze Zeit später stand ihm der Pfosten helfend zur Seite.

Füssen klar spielbestimmend

Natürlich war die Mannschaft von Trainer Zellhuber weiterhin klar spielbestimmend und kam immer wieder zu Chancen, richtig zwingend wurden die Angriffe aber nicht vorgetragen.

Im zweiten Abschnitt startete Andrej Naumann von der eigenen blauen Linie weg ein Solo, und vollendete dieses zum 3:0 (23.). Die Augsburger Angriffe wurden nun deutlich seltener, lediglich zur Hälfte der Partie hatten die Gäste in Unterzahl nochmals eine große Chance, aber Fabian Schütze blieb Sieger. Im Powerplay hatte der EVF große Möglichkeiten durch Mauro Seider, Dennis Gröger und Marius Keller, danach traf Sascha Golts aus kurzer Entfernung nur den Pfosten.

Es dauerte bis zur 33. Minute, ehe Florian Simon nach Vorarbeit von Eric Nadeau und Maximilian Schorer den vierten Treffer markieren konnte. Der Rest des Drittels verlief ähnlich wie der erste Abschnitt – die spielerische Überlegenheit konnte nicht in weitere Tore umgesetzt werden. Im letzten Abschnitt zeigten die Füssener mehr Zug zum Tor, der Abschluss wurde schneller gesucht.

Zwei Tore in Unterzahl

Die beste Chance vergab dabei Dennis Gröger bei einem Konter drei gegen einen. Ausgerechnet ein Unterzahlspiel nach einer Strafzeit gegen Seider brachte nun die überfälligen Tore. Nach einer Befreiung glänzte Vincent Wiedemann mit Einsatz, erkämpfte sich die Scheibe und gab auf den freistehenden Marius Keller. Dieser vergab jedoch gegen Goalie Alexander Oertel. Wiedemann gab jedoch nicht auf, holte sich nochmals den Puck und vollendete zum 5:0.

Das folgende Anspiel gewann Eric Nadeau auf Christian Krötz zurück, dieser spielte weiter zu Maximilian Schorer, der Stürmer überlief die Abwehr der Gäste und setzte die Scheibe zum 6:0 ins Netz – der zweite Unterzahltreffer innerhalb von zehn Sekunden. In der restlichen Spielzeit wollten für die Füssener aber keine weiteren Tore mehr fallen, obwohl Christian Krötz, Dennis Gröger, Marc Gerber und Eric Nadeau noch eine Reihe Möglichkeiten hatten.

Zellhuber ist zufrieden

Während auf Augsburger Seite Torhüter Alexander Oertel zum besten Spieler gewählt wurde, ging diese Auszeichnung beim EVF an Stürmer Vincent Wiedemann. „Kompliment an Augsburg, sie haben taktisch gut gespielt, zeigten eine gute Spielkultur“, so EVF-Trainer Thomas Zellhuber nach der Partie. „Wir haben heute sechs Spieler für die DNL2 geschont, mussten daher umstellen, Florian Simon wieder in der Abwehr bringen“, erklärte er. „Augsburg hatte vier Reihen, wir nur drei, das ist auch selten. Das letzte Drittel von uns war gut, die anderen beiden nicht so. Für Fabian Schütze war es wichtig, zu Null zu spielen.“

kb

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