Zielsprint entscheidet über Platzierungen

Über 1200 Sportler starten beim Tannheimer Ski-Trail

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Ausdauer ist beim Ski-Trail Tannheimer Tal – Bad Hindelang gefragt.

Tannheim – Rund 1200 Teilnehmer sind am Wochenende beim Ski-Trail Tannheimer Tal – Bad Hindelang an den Start gegangen.

Die Königsdisziplin mit 60 Kilometern gewann der Deutsche Daniel Debertin vor dem Tiroler Lokalmatador Urban Lentsch und dem Westallgäuer Quirin Schmölz. Bei den Frauen stand Seriensiegerin Sigrid Mutscheller ganz oben auf dem Stockerl. Über 36 Kilometer setzte sich der Italiener Julian Brunner und die Allgäuerin Franziska Müller durch. Den ersten Platz der 19-Kilometer-Strecke sicherten sich die Deutschen Max Olex und Elisabeth Schicho. 

Mit etwa 1200 Teilnehmern feierte der Ski-Trail Tannheimer Tal – Bad Hindelang ein Langlauffest, bei dem es zahlreiche Tiroler und Allgäuer Erfolge gab. Neben den 250 Startern des Klassik-Samstags, den 170 Nachwuchsläufern des Mini-Ski-Trails und den 200 Kindern beim Technikparcours waren am Sonntag 600 Teilnehmer im Skating am Start. 

Die Königsdisziplin des Ski-Trails, die 60 Kilometer Distanz, verlangte den Läufern alles ab. Daniel Debertin sicherte sich in 2:36:23 Stunden den Sieg in der Langdistanz. „Ich wusste nicht wie weit ich vorne bin und habe deshalb alles gegeben. Super Spur, super Wetter – heute war alles top. Um die Kurven war es ziemlich schnell, das hat Spaß gemacht“, resümierte der Sieger. 

Der Tiroler Lokalmatador Urban Lentsch (02:38:41) erreichte das Ziel als Zweiter. „Es ist schade um den Sieg, aber es war ein gutes Rennen“, sagte Lentsch. „Ich habe versucht am Oberjoch Gas zu geben und war ein bisschen vor der Gruppe. Leider wollte da niemand mitgehen und zum Schluss haben mir dann die nötigen Körner gefehlt.“ 

Den dritten Platz sicherte sich der Westallgäuer Quirin Schmölz mit einer Zeit von 2:38:44 Stunden. Bei den Frauen gab es keine Überraschung. Seriensiegerin Sigrid Mutscheller erreichte das Ziel nach 2:53:40 Stunden. Dabei hatte sie fast eine Viertel-Stunde Vorsprung auf die zweiplatzierte Sigrun Hannes. Platz drei ging an Theresa Wild, die nach 3:17:53 Stunden ins Ziel kam. 

Das Stockerl knapp verpasst 

Auf der 36-Kilometer-Strecke ging es im Zielsprint heiß her. Eine Fünfergruppe kämpfte auf den letzten Metern um die Top-Platzierungen. Am Ende setzte sich der Südtiroler Julian Brunner vor dem Deutschen Christian Völz und einer Zeit von 1:29:33 Stunden durch. Patrick Klettenhammer aus Südtirol lief mit nur einer Sekunde Rückstand (1:29:34) als Dritter ins Ziel ein. 

Der Allgäuer Benedikt Abel verpasste das Treppchen dagegen nur knapp. „Die Fünfergruppe hat gut zusammengearbeitet. Auf den letzten zwei Kilometern war es dann ein Ausscheidungsrennen. Leider bin ich nur Vierter geworden, aber es hat trotzdem Spaß gemacht“, sagte Abel. 

Bei den Frauen feierte Franziska Müller einen Doppelsieg beim Ski-Trail. Mit 1:41:18 Stunden erreichte sie als Erste die Ziellinie der 36-Kilometer Distanz. Einen Tag zuvor hatte sie sich schon in der Klassik-Technik auf 33 Kilometern durchgesetzt. „Es war mein erstes Skating-Rennen seit langem. 

Nach dem Wettkampf gestern und schmerzenden Muskeln habe ich nicht mit einem Sieg gerechnet,“ sagte die 23-jährige Allgäuerin glücklich. Zweite wurde Sarah Marquardt (1:45:44) vor Jenny Rädler (01:48:59). 

Nicht nur im Radfahren top

Über die 19 Kilometer siegte Max Olex in einer Top-Zeit von 45:27 Minuten vor Emil Herzog (46:21) und Moritz Waidelich (46:50). 

Die erste Frau im Ziel war Nationalteam-Läuferin Elisabeth Schicho vom Schliersee mit 47:30 Minuten, gefolgt von Amelie Hoffman (48:35) und der Weltmeisterin der Juniorinnen auf der Straße, zweifachen Junioren-Weltmeisterin im Cross-Country und Weltmeisterin, Radrennfahrerin Laura Stigger (52:58). „Langlaufen ist echt etwas anderes. Den Puls auf Hochtouren zu bringen und sich richtig quälen zu können – das geht hier einfach am besten“, erklärte die Tirolerin, die erst kürzlich zu Österreichs Radsportlerin des Jahres gekürt wurde. 

Am Ende des Wochenendes zeigte sich Michael Keller, Chef des Organisations-Komitees, zufrieden mit der Veranstaltung. „In Summe waren es abwechslungsreiche und unfallfreie Wettkämpfe. Glückliche Teilnehmer sind für uns der größte Lohn.” Alle Ergebnisse finden Interessierte im Internet unter www.ski-trail.info.

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