Am Wochenende startet die Rollstuhl-Curling-WM

"Machbare Aufgabe"

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Team „Germany“ tritt in Schottland bei der WM 2019 mit Skip Wolf Meißner (v.l.), Christiane Putzich, Harry Pavel und Heike Melchior an.

Füssen – Bei der WM für Rollstuhl-Curling in Schottland feiert Helmar Erlewein vom Curling Club Füssen ein Comeback: Er wird in den kommenden vier Jahren als Bundestrainer das Team betreuen.

Die von ihm erneut gecoachte Mannschaft kann auf die erfahrene Füssener Vereinskollegin Christiane Putzich bauen. „Unser Ziel ist der Klassenerhalt“, so Erlewein auf Nachfrage des Kreisbote. Dafür genüge Platz neun unter den zwölf teilnehmenden Nationalteams der Weltmeisterschaft, die derzeit im schottischen Sterling noch bis einschließlich kommenden Sonntag, 10. März, auf den Curlingbahnen gegeneinander antreten.

„In Sterling geht es für uns auch um Qualifikationspunkte für die Paralympischen Spiele 2022 in Peking. Bei den Paralympics wollen wir wieder dabei sein. Das ist unser Fernziel“, so Coach Erlewein im Gespräch mit unserer Zeitung, das kurz vor der Abreise zur WM 2019 in Füssen geführt werden konnte. Im dortigen Bundesleistungszentrum (BLZ) bereitete sich das Team von Erlewein in harten Trainingseinheiten auf die Weltmeisterschaft vor. Mixed-Team am Start Skip des Teams „Germany“ in Schottland ist der Frankfurter Wolf Meißner.

An seiner Seite auf dem Eis ist Christiane „Nane“ Putzich, die reichlich Erfahrung aus großen internationalen Turnieren mitbringt. Die Curlerin aus dem Füssener Club hat einen Stammplatz in der Mannschaft. Rolli-Curling wird von Mixed-Teams gespielt. Bei den Paralympics, das weiß Putzich aus Erfahrung, sind die Zuschauerränge dicht besetzt. 

Weil die Spiele übertragen werden, fiebert ein Millionenpublikum beim „Schach auf dem Eis“ mit. In Schottland ebenfalls mit dabei sind Heike Melchior – ebenfalls Curling Club Frankfurt – und Harry Pavel aus dem Verein in Schwenningen. „Man kennt sich“, so Erlewein, der die Nachfolge von Bernd Weißer angetreten hat. Nationaltrainer Weißer beendete seine erfolgreiche Arbeit aus Altersgründen. 

Erlewein betonte gegenüber dem Kreisbote: Der angestrebte Klassenerhalt in der A-Gruppe sei „keine selbstverständliche, aber machbare Aufgabe“. Beim Abschlusslehrgang, zu dem er die nominierten National-Curlerinnen und -Curler nach Füssen eingeladen hatte, wurde vor allem noch am Feinschliff gearbeitet. Erlewein erklärte: „Die Mannschaft reist gut vorbereitet nach Schottland. Doch letztendlich kommt es auf die Umsetzung auf dem Eis an. Bei der WM wird die Leistung von jedem einzelnen Athleten gefordert sein.“

 Im Anschluss an das große Turnier in Schottland, wo Curling ein Nationalsport ist, hofft der deutsche Bundestrainer, dass sich sein Team „mit dem erreichten Klassenerhalt im Rücken innerhalb eines Jahres weiter positiv entwickeln kann“.

cf

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