DM-Medaillensatz geht ins Ostallgäu

Yvonne Dathe aus Halblech (v.l.), Isabella Messenger aus Füssen und Annalena Hinestroza aus Garmisch-Partenkirchen freuen sich über ihre Stockerlplätze bei der Deutschen Meisterschaft. F:kb

Slowenien – Bei der diesjährigen German Paragliding Open in Tomin, Slowenien, hatten kürzlich die deutschen Starter die Nase vorne. Bei den Frauen siegte Isabella Messenger aus Füssen vor Yvonne Dathe aus Halblech. Dritter in der deutschen Wertung wurde bei den Männern Thomas Ide aus Halblech. 

Zunächst machte das Wetter den rund 130 Piloten aus zehn verschiedenen Ländern einen Strich durch die Rechnung. Mit zwei Tagen Verspätung konnte der erste Durchgang geflogen werden. Vom Stol im Soca-Tal ging es im Zick-Zack-Kurs gegen den Wind nach Osten bis Tolmin. Dabei mussten die Piloten insgesamt 54 Kilometer fliegen. Im Livetracking auf der DHV-Homepage (www.dhv.de) konnten Interessierte gut beobachten, für welche Routen sich die Piloten entschieden haben. Einige versuchten den direkten Weg im Tal. Hier hatten sie aber mit starkem Gegenwind zu kämpfen und mussten frühzeitig landen. Die sichere Variante führte über die höheren Berg im Norden. Der Weg war etwas weiter, doch überall an den Hängen gab es Aufwind, der den Piloten half, schnell vorwärts zu kommen. Der Pole Przemek Licznerski gewann den Tag vor Marko Novak aus Slowenien und Alfredo Studer aus der Schweiz. Bester Deutscher wurde Jakob Hummel auf Platz sechs. 

Am zweiten und dritten Tag änderte sich das Wetter erneut. Wegen einer erhöhten Gewitterneigung flogen die Piloten am Lijak, etwa 50 Kilometer südlich von Tolmin. Für die Starter war der Umzug eine große Umstellung. Während sie in Tolmin über hohe Bergen segelten, gibt es am Lijak eine etwa 10 Kilometer lange Kante mit vorgelagertem Flachland entlang. Der Blick zum Mittelmeer wird lediglich von ein paar kleineren Hügeln verdeckt. Die Deutschen Piloten kamen mit den veränderten Bedingungen besser zurecht als die Konkurrenz. Der junge Allgäuer Sebastian Hohn errang bei beiden Aufgaben den Tagessieg. 

Am Ende holte sich bei den Männern der Stuttgarter Ulrich Prinz den Gesamtsieg bei der German Open 2013 und wurde damit auch Deutscher Meister vor Andreas Malecki aus Münster. Dritter bei der Deutschen Meisterschaft wurde Thomas Ide aus Halblech. Im internationalen Vergleich musste er sich mit dem vierten Platz begnügen. Ulrich Prinz war zufrieden mit dem Wettbewerb: „Wie immer fliege ich möglichst auf den Gesamtsieg, weniger auf einzelne Task-Siege und freue mich über meine zweite Meisterschaft. Die Durchgänge am Lijak waren für mich Premiere. Auch Malecki, war zufrieden mit seiner Leistung: „ Auch wenn ich die entscheidenden Punkte am ersten Tag im Talwind habe liegen lassen, bin ich sehr glücklich und gönne Uli den verdienten Gesamtsieg. Eine Bestätigung seiner tollen Leistung der letzten zwei Jahre!“ In der internationalen Wertung holte sich Prinz vor Malecki und Marko Novak aus Slowenien den Sieg. 

Bei den Damen gewann Messenger vor Dathe und Renata Kuhnova aus Tschechien. In der deutschen Wertung kam auf den dritten Platz Annalena Hinestroza aus Garmisch-Partenkirchen. kb

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