Mit 19:0 demütigt der EV Füssen das Tabellenschlusslicht EC Senden/Burgau

Füssen holt sich Meistertitel

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Die Sendener Spieler versuchen EVF-Kapitän Eric Nadeau aufzuhalten. Am Ende erzielt Nadeau sechs der insgesamt 19 Treffer des EVF.

Füssen – Mit einem souveränen 19:0-Erfolg gegen den EC Senden/Burgau 1b hat sich der EV Füssen am Freitag die noch fehlenden Punkte für den Meistertitel in der Bezirksliga West erkämpft.

Somit nimmt der EVF an der Aufstiegsrunde zur Landesliga teil. Dort treffen die Füssener am Samstag, 27. und am Sonntag, 28. Februar, auf den Meister der Gruppe Süd, den TSV Farchant.

Für die vorerst letzte Heimpartie gegen das Tabellenschlusslicht EC Senden/Burgau 1b hatte Trainer Thomas Zellhuber seine Mannschaft gehörig umgestellt. Ohne einer ganzen Reihe von Stammspielern, darunter die Routiniers Sascha Golts und Andrej Naumann, debütierten einige Akteure aus dem Nachwuchsteam DNL-2 beim EVF. Diese machten ihre Sache gut. Der 17-jährige Fabian Platzer, der 16-jährige Jacob Griegel und der 18-jährige Lukas Baader erzielten jeweils einen Treffer. Erstmals erfolgreich war Verteidiger Florian Braun.

Den Hauptanteil an den Toren trug jedoch die erste Sturmreihe der Füssener bei: Eric Nadeau, Florian Simon und Marc Gerber erzielten zehn Tore.

 Zäher Beginn

 Die Anfangsphase erwies sich für den EVF zunächst als etwas zäh, es wollte kein rechter Spielfluss aufkommen. Der erste Torschuss gehörte sogar den Gästen, die mit nur zwölf Feldspielern angetreten waren. Die erste Überzahl nutzte jedoch Kapitän Eric Nadeau in der siebten Minute zur Füssener Führung. Danach wurden die Hausherren in ihren Aktionen sicherer. Innerhalb von vier Minuten legten Dennis Gröger, Florian Simon und Eric Nadeau drei weitere Treffer vor, Andreas Schorer erhöhte kurz vor Drittelende auf 5:0.

 Auch im zweiten Abschnitt dauerte es zunächst, ehe Zählbares zu verzeichnen war. Marc Gerber läutete dann aber eine Phase von knapp vier Minuten ein, in denen der Puck gleich fünfmal im gegnerischen Kasten landete. Nachdem es eine ganze Reihe Strafzeiten gegen die Gäste gab, trafen Fabian Platzer und Florian Braun bei doppelter Überzahl. Mit einem Mann mehr auf dem Eis war Eric Nadeau mit seinem dritten Treffer erfolgreich. Das 10:0 erzielte schließlich erneut Marc Gerber. Trotz vieler Chancen klappte es in der zweiten Hälfte des Mittelabschnitts mit dem Toreschießen nicht mehr so gut beim EVF. Lediglich Debütant Jacob Griegel markierte den elften Treffer in der 38. Minute.

Senden hatte mittlerweile auch den Torhüter gewechselt, wobei aber beide Vertreter der Gäste zu überzeugen wussten. Im letzten Drittel bekamen die 520 Zuschauer aber nochmals viele Tore der Füssener zu sehen, während EVF-Golie Fabian Schütze bei den wenigen Gästechancen stets auf der Hut war und sich somit seinen Shut-Out verdiente. Bereits nach 15 Sekunden traf Eric Nadeau zum 12:0, Mauro Seider, Florian Simon und wieder Eric Nadeau stellten bis zur 48. Minute auf 15:0. Nun wurde das Spiel jedoch etwas ruppiger.

Denn der ECS war nur noch auf die Sicherung des eigenen Tores bedacht, wodurch es auf engem Raum zu zahlreichen Stockattacken kam. Da die ansonsten guten Schiedsrichter hier nach Ansicht des EVF etwas zu großzügig pfiffen, entluden sich die Emotionen in der letzten Spielminute in einer handfesten Keilerei, nach welcher auf beiden Seiten je zwei Spieldauerstrafen ausgesprochen wurden. Beim EVF waren davon Dennis Gröger und Vincent Wiedemann betroffen.

Drei Tore in 27 Sekunden

 Fünf Minuten zuvor hatten die Füssener aber innerhalb von 27 Sekunden drei weitere Tore erzielt. Tobias Dressel, Eric Nadeau, der damit seinen „Doppel-Hattrick“ perfekt machte, und Nicolas Neuber erhöhten auf 18:0, ehe Lukas Baader in der 59. Minute den 19:0-Endstand herstellte. Den zwanzigsten Gegentreffer verhinderten die bis zum Ende kämpfenden Gäste in der Schlussminute noch mehrmals. Die besten Punktesammler waren bei diesem Kantersieg Eric Nadeau mit sechs Toren und vier Vorlagen sowie Florian Simon mit zwei Treffern und acht Assists.

Neuer Vereinsrekord

 Diese zehn Punkte von Nadeau und Simon in einem Spiel sind Vereinsrekord, auch übergreifend auf den alten „EVF“. Die bisherige Bestmarke von neun Zählern in einer Partie hielten Nikolai Narimanov in der Saison 91/92 sowie Kevin Lavallee in der Saison 09/10. Vor den letzten drei Auswärtsspielen der Hauptrunde in Königsbrunn, Senden und Bad Wörishofen beträgt der Vorsprung auf den zweiten Platz für Füssen nicht mehr einholbare elf Punkte. Weiter geht er für den EVF am kommenden Freitag, 12. Februar, beim EV Königsbrunn. Neben den verletzten Maximilian Schorer und Marvin Schmid werden auch die gesperrten Andre Bühler, Dennis Gröger und Vincent Wiedemann fehlen.

kb

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