Der EV Füssen verliert gegen Peiting mit 1:2 und gegen Sonthofen mit 1:4

Leoparden treffen das Tor nicht

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Josh Burnell vom EV Füssen versucht gegen Peiting ein Tor zu erzielen.

Füssen – Nach einer weiteren Nullnummer am Wochenende scheint klar zu sein: Der EV Füssen wird in dieser Spielzeit die Qualifikation für die Playoff-Runde und damit den direkten Klassenerhalt wohl verpassen. Nach einem Hoch haben die Leoparden momentan große Probleme mit der Chancenverwertung.

Auch an diesem Wochenende gelang ihnen insgesamt nur zwei Treffer, was zu wenig war, um zu punkten. So verlor Füssen gegen Peiting mit 1:2 und gegen Sonthofen mit 1:4. 

Die Hoffnungen des EV Füssen ruhen nun auf Stürmer Sascha Golts, der vielleicht schon am kommenden Wochenende ins Geschehen eingreifen kann. Doch Wunder darf man von dem 42-Jährigen sicher keine erwarten. Zudem ist der Rückstand auf den achten Tabellenplatz auf nunmehr 21 Punkte angewachsen. Derbytime war angesagt, als es am vergangenen Freitag zuhause gegen Peiting und zwei Tage später dann zum ERC Sonthofen ging. Und insgeheim hatte der EVF schon auf ein paar Punkte spekuliert, hatten beide Gegner zuletzt doch keine guten Phasen. 

Gegen Peiting begannen die Füssener dann auch passabel, es gelang ihnen aber bereits in der Anfangsphase nicht, einige gute Tormöglichkeiten zu nutzen. Trotzdem hatte der EVF das Spiel gut im Griff, und ging dann schließlich in der 15. Minute, als eine Strafe gegen den ECP angezeigt war, verdient mit 1:0 in Führung. Torschütze war wieder einmal Josh Burnell, assistiert von Lukas Gohlke und Christian „Butzi“ Mayr. Aus einem darauffolgenden Überzahlspiel konnte der EV Füssen aber wieder einmal kein Kapital geschlagen. Ganz im Gegenteil, lief der erste Block in der 19. Spielminute auch noch in einen Konter, bei dem Gästestürmer Zbynek Hrdel die Scheibe EVF-Goalie Daniel Fießinger zwischen den Schützern hindurch mogelte. 

Im zweiten Drittel gab es nur wenige Chancen auf beiden Seiten. Die Gäste aus Peiting waren in diesem Abschnitt aber das bessere Team, und hatten einige gute Möglichkeiten. Treffer gelang ihnen aber auch keiner. „Heute war ich zwei Drittel lang nicht zufrieden mit der Mannschaft, erst der letzte Abschnitt war besser“, zeigte sich EVF-Coach Markus Gmeiner nach dem Spiel etwas enttäuscht. Doch gerade dieser letzte Abschnitt sollte die Niederlage der Füssener besiegeln, und zwar aus zweierlei Gründen. 

Zum einen gelang es den Leoparden nicht mehr, selbst beste Chancen in Tore umzumünzen, zum anderen sorgte Schiedsrichter Aumüller mit einer unglücklichen Entscheidung für den Siegtreffer der Gäste, die im letzten Abschnitt offensiv eigentlich gar nichts mehr zu bestellen hatten. Nach einem Abspiel hinter dem eigenen Tor wurde Christian Mayr aus Füssener Sicht vom Schläger des Gegners getroffen und blieb benommen neben dem Tor liegen. Plötzlich standen zwei Peitinger frei vor dem EVF-Gehäuse und konnten unbedrängt den Siegtreffer in der 55. Minute markieren. Laut Regelwerk hätte der Unparteiische aber das Spiel wegen Verletzung unterbrechen müssen, er ließ jedoch weiter spielen. 

Zwei Tage später hatten die Leoparden in Sonthofen auch nicht wirklich Glück und unterlagen mit 1:4. Auch hier war der zwischenzeitliche Ausgleich durch Vladimir Kames zu wenig, um zu einem Erfolg zu kommen. Die Vorentscheidung fiel, als in der 52. Spielminute eine von der Bandentüre abgefälschte Scheibe einen Unterzahlkonter zum vorent-scheidenden 3:1 ermöglichte. Ein Altmeisterduell steht nun am Freitag, 16. Januar, bei den Tölzer Löwen an, ehe am Sonntag, 18. Januar, um 18 Uhr der EHC Klostersee in Füssen am Kobelhang zu Gast ist. In beiden Spielen hofft der EV Füssen nun wieder auf eine bessere Chancenverwertung – und eventuell eben auch auf Sascha Golts.

mil

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