Trotz dezimiertem Kader gewinnt der EV Füssen gegen Selb mit 4:3

Leoparden ärgern die Favoriten

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Martin Pfohmann vom EV Füssen (rechts) zeigt gegen Selb vollen Körpereinsatz beim Kampf um den Puck.

Füssen – Der EV Füssen kommt immer besser in Schwung. Obwohl am Wochenende gleich acht Spieler verletzungs- oder krankheitsbedingt ausfielen, und mit den Bayreuther Tigers sowie den Selber Wölfen zwei Spiele gegen Spitzenteams der Liga anstanden, verkauften sich die Füssener Leoparden teuer.

In einer kuriosen Partie unterlag der EVF am Freitag in Bayreuth knapp mit 7:8. Am Sonntag punkteten die Füssener dann durch ein 4:3 nach Verlängerung gegen Selb erstmals auch wieder. Nachdem Torhüter Andre Irrgang ausfiel, holte der EV Füssen neben dem 18-jährigen Daniel Fießinger den erst 15-Jährigen Tim Offer als zweiter Goalie ins Oberligateam. 

In der Verteidigung halfen mit Tobias Dressel (18) und Holger Kolb (17) erneut zwei Spieler aus dem eigenen Jugendteam aus. Außerdem wurde Christian „Butzi“ Mayr als Aushilfsverteidiger eingesetzt. In Oberfranken begann das Spiel zunächst aber alles andere als gut für den EVF, nach neun Minuten hieß es schon 0:4. Die Füssener Fans rechneten mit dem Schlimmsten, doch das Füssener Team fing sich trotz dieses klaren Rückstands wieder und erzielte in der 13. Spielminute durch Josh Burnell den ersten Treffer. Bayreuth zeigte jedoch immer wieder, warum es bislang alle acht Heimspiele gewonnen hat. 

Den fünften Treffer konnte aber erneut Burnell bei doppelter Überzahl kontern, nachdem der Schiedsrichter die Tigers mit einer Spieldauerstrafe belegt hatte. Diese Strafe reichte auch noch ins zweite Drittel, aber erst in der 27. Minute gelang das 3:5, zum dritten Mal zeichnete sich Josh Burnell als Torschütze aus. Gerade einmal 18 Sekunden hatte Verteidiger Schmid auf der Strafbank Platz genommen, als es in der 32. Minute 6:3 hieß und die Bayreuther den Füssenern damit wieder mächtig Schwung nahmen. 

Nur eine Zeigerumdrehung später fiel sogar Treffer Nummer sieben. Nun schien die Begegnung endgültig entschieden zu sein. Nicht jedoch an diesem kuriosen Abend. Mit einem Doppelpack in der 34. und 39. Spielminute verkürzte EVF-Verteidiger Vladimir Kames auf 5:7. In der 44. Spielminute ereignete sich eine vorentscheidende Szene in diesem Spiel. Josh Burnell tauchte völlig frei vor dem gegnerischen Gehäuse auf, ihm gelang es jedoch nicht die Scheibe im Tor unterzubringen. 

Im Gegenzug machte die Paradereihe der Tigers dagegen das 8:5. Doch damit war die Partie noch nicht entschieden, Torhüter Daniel Fießinger gelang es in der 46. Spielminute einen Penalty zu entschärfen und Burnell erzielte doch noch sein viertes Tor in der 54. Minute. Nun begann beim Favoriten das große Zittern. Die Füssener zeigten großen Kampfgeist, und gaben einfach nicht auf. Belohnt wurden sie in der 57. Spielminute mit dem 7:8 durch Björn Friedl, der Anschluss war hergestellt. Zählbares sprang jedoch nicht mehr heraus, denn eine Minute später wurde eine Strafzeit gegen den EVF ausgesprochen. Obwohl die Lechstädter danach die letzte halbe Minute des Spiels in Überzahl agierte, war es zu spät, um noch auszugleichen. 

In die Defensive gedrängt 

Gleich in die Defensive gedrängt sah sich die Füssener Truppe auch im Heimspiel am Sonntag gegen Selb, doch aufgrund einer sehr starken Vorstellung von Torhüter Fießinger gelang es den Lechstädtern im ersten Abschnitt ein 0:0 zu halten. In der restlichen regulären Spielzeit gerieten die Füssener dann dreimal mit einem Tor in Rückstand, doch Burnell glich jedes Mal wieder aus. Damit markierte der Kanadier am Wochenende insgesamt gleich sieben Treffer. Richtig eng wurde es nach einer Strafzeit eine knappe Minute vor Spielende, doch mit großem Einsatz holten sich die Leoparden den verdienten Punkt. 

Und es kam noch besser: Auch in der Verlängerung hielt Fießinger alles, während sein Gegenüber nach einer Stockattacke an Burnell mit einer Spieldauerstrafe vom Eis musste. Das Powerplay spielten die Füssener geduldig, und trafen durch Aushilfsverteidiger „Butzi“ Mayr schließlich auch noch zum 4:3. Dieser Erfolg sollte den Leoparden Selbstvertrauen für das Derby am Freitag, 5. Dezember, gegen Sonthofen geben. Der Aufsteiger wird um 19.30 Uhr im BLZ antreten, und der EVF empfiehlt aufgrund des zu erwartenden Andrangs, den Vorverkauf zu nutzen.

ml

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