Flößer holen fünf Punkte

ERC Lechbruck besiegt Buchloe und Königsbrunn

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Marcus Köpf (Mitte, blau-weißes Trikot) vom ERC Lechbruck sprintet auf den Puck zu. Am Ende besiegt sein Team mit 8:3 den EV Königsbrunn.

Lechbruck/Königsbrunn – Mit zwei Siegen in Folge hat sich der ERC Lechbruck zurückgemeldet. Am vorvergangenen Freitag besiegten die Flößer im Penaltyschießen mit 4:3 die 1b-Mannschaft des ESV Buchloe, bevor sie am ersten Weihnachtsfeiertag mit 8:3 den EV Königsbrunn bezwangen.

Am Freitag war der ESV Buchloe bei leichtem Sprühregen zu Gast im Lechparkstadion. Als Interimscoach der Flößer fungierte Markus Fischer. Beim ERC merkte man, dass der Siegeswille zwar da ist, die spielerischen Mittel derzeit jedoch beschränkt sind. Die Flößer kämpften und erarbeiteten sich im ersten Drittel eine leichte Überlegenheit. In der elften Minute erzielte Marcus Köpf auf Zuspiel von Matthias Erhard das 1:0 für Lechbruck. Buchloe konterte immer wieder gefährlich, aber bis zur Pause brachte den Gästen das nichts ein. 

Im zweiten Abschnitt begann das Spiel ausgeglichen mit Chancen auf beiden Seiten. Buchloe gelang in der 35. Minute der Ausgleich, doch Christoph Pfeiffer tauchte in der 38. Minute allein vor dem Gästetor auf und versenkte die Scheibe durch die Beine des Torhüters zum 2:1. Kurz vor der nächsten Pause, passierte dem ansonsten ordentlich haltenden Gästetorhüter ein folgenschwerer Fehler, den Matthias Erhard zur 3:1-Führung der Blau-Weißen nutzte. 

Im letzten Drittel verstärkten die Flößer den Druck und wollten für die Vorentscheidung sorgen. Die Tore schoss allerdings Buchloe: Beim 3:2-Anschlusstreffer in der 46. Minute konterten die Gäste die Lecher bilderbuchmäßig aus und in der 52. Minute nutzten die Pirates eine doppelte Überzahl zum 3:3-Ausgleich. 

Daraufhin musste das Penaltyschießen über den Sieger entscheiden. Lukas Bauer im ERC-Tor hielt alle Penaltyschüsse der Buchloer. Auf der anderen Seite gelang es Matthias Köpf den entscheidenden Penalty zu verwandeln und so die Flößer zum Erfolg zu führen. 

Guter Start 

Am ersten Weihnachtsfeiertag gastierte der ERC Lechbruck dann beim EV Königsbrunn. Dieses Mal stand Florian Böhm an der Bande des ERC und coachte die Flößer. Und diese starteten gut in die Partie. Durch teils sehr schöne Kombinationen deuteten die Lecher ihr gesamtes Potenzial an. So ging der ERC in der achten Minute durch Florian Graml in Führung. 

Der ERC hatte das Geschehen weitgehend im Griff, doch ein krasser Abspielfehler in der ERC-Abwehr verhalf den Hausherren zum 1:1-Ausgleich in der zehnten Minute. Daraufhin kam Königsbrunn stärker auf. Mit einem verdeckten Schuss, bei dem der ansonsten stark und sicher haltende ERC-Schlussmann Patrick Dietl nicht gut aussah, ging Königsbrunn mit 2:1 in Führung. 

Die Lecher mussten diese beiden unnötigen Treffer erst einmal verarbeiten. Umso wichtiger war für den ERC der eiskalt abgeschlossene Konter von Fabian Bacz auf Pass von Patrick Völk zum 2:2 in der 19. Minute. 

Königsbrunn ist geschockt 

Im zweiten Drittel sahen die nur rund 50 Zuschauer in der Hydro-Tech Eisarena ein zerfahrenes Spiel. Beide Mannschaften neutralisierten sich weitgehend und leisteten sich viele Abspielfehler. Dennoch erspielten sich die Blau-Weißen eine leichte Überlegenheit und gingen abermals durch Fabian Bacz mit 3:2 in Führung. Zwar gelang es Königsbrunn in der 33. Minute ein Überzahlspiel zum Ausgleich zu nutzen, doch Matthias Köpf brachte Lechbruck in der 39. Minute mit 4:3 in Führung. 

Den letzten Abschnitt dominierte dann klar der ERC. Matthias Erhard erhöhte in der 44. Minute auf 5:3 für die Lecher. In der 53. Minute verletzte sich dann der Königsbrunner Torhüter schwer bei einem harten Zusammenprall mit einem eigenen Mitspieler. Das Spiel musste für ca. 25 Minuten unterbrochen werden. Danach stand Michael Wolf zwischen den Pfosten der Hausherren. Ob es am Schock lag, den die Verletzung ihres Torhüters bei den Königsbrunnern ausgelöst hatte, oder am Druck der Flößer auf das gegnerische Tor – wahrscheinlich trug beides dazu bei, dass das Spiel nur noch in eine Richtung lief – aufs Tor der Königsbrunner. Zunächst verwandelte Patrick Völk einen Penalty in der 57. Minute, dann staubte Christoph Hack zum 7:3 ab, ehe Matthias Erhard fünf Sekunden vor Spielende mit seinem zweiten Treffer für den 8:3-Endstand sorgte. 

Nach diesen zwei Siegen hat der ERC Lechbruck den weiteren Saisonverlauf nun wieder in der eigenen Hand. Am Samstag, 30. Dezember, um 18 Uhr treffen die Flößer auswärts auf die Spielgemeinschaft Lindenberg/Lindau 1b.

kb

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