Partie bei Dauerregen

Eishockey: Lechbrucker "Flößer" können Chancen nicht nutzen

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Mit widrigen Wetterverhältnissen im unüberdachten Freilufteisstadion in Lechbruck kämpfen beide Teams. Doch am Ende setzt sich der ERC Lechbruck (blaue Trikots) klar mit 5:1 durch.

Lechbruck/Augsburg – Ein durchwachsenes Wochenende liegt hinter dem ERC Lechbruck. Nachdem die Flößer am Freitag den ESV Türkheim deutlich mit 5:1 besiegt und sich damit die Tabellenführung gesichert hatten, mussten sie am Samstag eine deutliche 3:7-Niederlage gegen die EGW Augsburg hinnehmen.

Als Spitzenreiter reiste der ERC Lechbruck nach Augsburg und wollte beim Tabellensechsten EGW Augsburg das Punktekonto weiter ausbauen. Deshalb starteten die Flößer offensiv in die Partie und hatten zahlreiche Möglichkeiten, doch es dauerte bis zur elften Minute bis sie in Führung gingen. Dominik Kösl nahm ein Zuspiel von Marcus Köpf auf und erzielte in Unterzahl das 1:0 für Lechbruck. 

Augsburg war auf dieses Spiel gut eingestellt und antwortete in der 14. Minute mit dem 1:1-Ausgleich. Die Lecher stürmten weiter auf das Tor der Fuggerstädter, doch dabei ließen sie zahlreiche Torchancen liegen. Im zweiten Drittel suchten die Blau-Weißen weiterhin das Heil in der Offensive und schossen aus allen Lagen auf das Augsburger Tor. Doch in diesem stand mit Alexander Oertel ein Torhüter, der ein überragendes Spiel ablieferte. Ein ums andere Mal stoppte er die Aktionen der Lecher. 

Durch den Offensivdrang des ERC wurde die Defensive zu sehr entblößt, so dass Augsburg drei Kontertore gelangen und eine 4:1-Führung für die EGW nach 40 Minuten auf der Anzeigetafel stand. Im letzten Abschnitt machte Augsburg mit dem 5:1 in der 43. Minute und eine Minute später, mit dem 6:1, alles klar. Der ERC stürmte zwar weiterhin nach vorne, doch seine Chancenverwertung war zu schlecht, um Zählbares herausspringen zu lassen. Marcus Köpf (53. Minute) und Jonas Seitz (57. Minute) erzielten dann noch zwei Tore zur Ergebniskosmetik, Augsburg gelang ebenfalls noch ein Treffer, womit die überraschende 3:7-Niederlage feststand. 

Goalie sichert Sieg

„Dieses Resultat nehme ich auf meine Kappe”, sagte ERC-Trainer Jörg Peters nach der Partie. „Ich habe die Jungs über das gesamte Spiel aktives Forechecking spielen lassen und wir sind immer wieder ins offene Messer gelaufen.” Daneben sprach er der Augsburger Mannschaft ein Kompliment aus. „Sie haben uns glänzend ausgekontert und vor Probleme gestellt. Der Augsburger Torhüter spielte heute überragend und hielt den Heimsieg der Woodstocks fest. Wir wissen, dass wir diese Scharte am kommenden Freitag im Rückspiel ausbügeln müssen.“ 

Einen Tag zuvor lief es wesentlich besser für den ERC Lechbruck. Der Tabellenführer, der ESV Türkheim reiste zum Spitzenspiel der Bezirksliga Gruppe vier an. Die Flößer hatten sich vorgenommen, mit einem weiteren Heimsieg selbst den ersten Platz einzunehmen. Kurz vor Spielbeginn fing es allerdings zu regnen an, was erheblichen Einfluss auf das Spielniveau hatte. Zu Beginn der Partie hielt sich der Regen noch etwas in Grenzen, es nieselte leicht. 

So konnten die Teams noch relativ normal Eishockey spielen. Die Flößer begannen dominant und druckvoll und ließen nur gelegentliche Entlastungsangriffe des Gegner zu. Mit einem Doppelschlag durch Patrick Völk (siebte Minute) und Jonas Seitz (achte Minute) gingen die Lecher verdient in Führung. 

Regen wird stärker

Doch nun wurde der Regen stärker und hemmte den Spielfluss beider Mannschaften erheblich. Nach elf Minuten mussten beide Zambonis das Eis aufbereiten. Danach lieferten sich beide Mannschaften eine Regenschlacht. Spielerische Kabinettstückchen konnte man so nicht erwarten und deshalb plätscherte das Spiel auch im wahrsten Sinne des Wortes vor sich hin. Im zweiten Drittel ging der Regen leicht in Schneefall über. Lechbruck zeigte sich bei diesen Verhältnissen cleverer und hielt den ESVT weitestgehend vor dem Tor von ERC-Goalie Patrick Dietl fern. 

Auch nach gut 30 Minuten musste das Eis nochmal präpariert werden. Ansonsten kam es zu keinen größeren Höhepunkten, so dass es auch nach 40 Minuten bei der 2:0-Führung des ERC blieb. Der Anfang des letzten Abschnitts hielt erneut etwas bessere Eisverhältnisse für die beiden Mannschaften bereit. Und prompt gelang es dem ERC Lechbruck ein Powerplay durch Patrick Völk zum 3:0 zu nutzen. 

Marcus Köpf machte mit zwei Toren den Sack endgültig zu und alle stellten sich schon auf einen „Shutout” von Patrick Dietl ein. Doch die Türkheimer erzielten in der 59. Minute durch Florian Zacher den 1:5-Anschlusstreffer. Am kommenden Freitag, 6. Dezember, tritt die EGW Augsburg um 19.30 Uhr zum Rückspiel in Lechbruck an.

kb

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