Profis gewinnen Firmenturnier des CC Füssen

Von der Küche aufs Eis

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Im Team „Bauschutt“ stehen Matthias Renk (v.l.), Alexander Heim, Stefan Stiegeler und Hans-Jörg Adam und Alexander Heim auf der Curlingbahn.

Füssen – Die Profis des Deutschen Curlingverbands haben jetzt das „Firmenturnier“ des Frühlings Clubs Füssen gewonnen. Sie setzten sich im Finale gegen die Vorjahressieger, das Lehrerteam, durch. Zehn Teams haben hier ihr Können unter Beweis gestellt.

Eingeladen zu dem auf zwei Abende verteilten Wettkampf hatte der Curling Club Füssen. Die Turnierleitung übernahmen der Clubvorsitzende Roland Jentsch und Helmar Erlewein, der als BLZ-Leiter im städtischen Team antrat. Die Lehrermannschaft hatte als Vorjahressieger den Wanderpokal mitgebracht und setzte viel daran, ihn wieder in die Glasvitrine an der Schule platzieren zu können.

Klarer Sieg

Im Finale allerdings zahlte sie Lehrgeld. Die Profis mit Vize-Präsident Andreas Lang und Sportdirektor Markus Tröger vom Deutschen Curling Verband feierten einen klaren Sieg. Vor der Siegerehrung hatte das Lehrerteam den Wanderpokal „bestens gepflegt“ an die Turnierleitung zurückgegeben, wie Jentsch hervorhob. Keine Chance auf die Trophäe hatte die Mannschaft „Bauschutt“, die bei der Füssener Stadtolympiade schon viele Erfolge gefeiert hat.

Die Hobbysportler – mit Schwerpunkt Fußball – platzierten sich im Mittelfeld. „Wir waren schon froh, als wir ein End gewonnen hatten. Dadurch fiel die Niederlage erträglich aus“, erklärte Stefan Stiegeler im Gespräch mit dem Kreisbote. Der Begriff „Firma“ war bei diesem Breitensportwettkampf recht weit gefasst.

Neben ZSKA aus Rieden, Plansee in Tirol und dem Füssener Fachgeschäft Optik Niebler nahmen hier auch Freundescliquen teil. „Wir sind immer neugierig auf Erfahrungen in sportlichen Disziplinen, in denen wir noch nie aktiv waren. Curling gehört dazu“, so Matthias Renk von „Bauschutt“. Er räumte ein, dass die Abgabe des Granitsteins „richtig schwer ist.“

Taktische Tipps

Taktische Tipps holten sich die Mannschaft, die 2017 wieder antreten will, vom Sohn des am zweiten Turnierabend eingesprungen Alexander Heim. Der zehnjährige Sebastian war zuvor schon ziemlich erfolgreich beim Nachwuchs-Turnier Deutscher Cherry-Rockers-Pokal.

Er übernahm begeistert die Aufgaben, die ein Coach an der Eisbahn hat. Das Turnier hatte sogar internationales Flair. Curling gehört in Schottland zu den populärsten Sportarten. John Wright, der dort seine Wiege hat und in einem Pfrontener Hotel in der Küche arbeitet, konnte seine Koch-Kollegen dafür begeistern, sich als eines von zehn Teams beim Firmenturnier auf die – so die Kommentare – „gut präparierte“ Eisbahn zu wagen.

Spaß am Spiel

 Es sei eine „Gaudi“ gewesen, betonte Winfried Lenk, der Skip aus den Reihen der „Crazy Cooks“.

Ihre Bilanz bei der Premiere: null Punkte. „Wenn es sich terminlich wieder einrichten lässt, sind wir 2017 auf jeden Fall wieder dabei“, erklärte Wright. An den Töpfen in der Küche in Pfronten-Meilingen könnte es bis dahin ein Thema geben: Wie kommt der Granitstein ähnlich präzise platziert wie bei der Nationalspielerin Daniela Driendl, die ebenfalls beim Firmenturnier angetreten war, in den Zielkreis?

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