Curling: Sportdirektor Rainer Nittel kündigt

Nittel sagt "tschüs"

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Rainer Nittel.

Füssen – Rainer Nittel gibt seine Position als Sportdirektor des Deutschen Curling Verbands (DCV) auf. Das gibt jetzt der DCV bekannt.

Der 48-Jährige will sich beruflich verändern. Das sei „genau der richtige Zeitpunkt“, um sich jetzt neuen Aufgaben zu widmen, so der Manager. Seinen Posten übernimmt der 49-jährige Markus Tröger. 

Nittel beendet nach vier Jahren seine Arbeit beim DCV Anfang Juni. Der Manager war zuvor schon einmal drei Jahre für den Curling-Verband tätig. DCV-Präsident Dieter Kolb bedankte sich jetzt bei Nittel: „Rainer Nittel war aufgrund seines fundierten Fachwissens, seiner vielfältigen Kompetenzen und seines außergewöhnlichen Einsatzes ein hoch anerkannter Mitarbeiter.“ 

Er habe den Curling-Verband „inhaltlich und strukturell sehr wirkungsvoll und nachhaltig weiterentwickelt.“ Wie Nittel ergänzt, „waren die letzten Monate sehr intensiv, aber wir haben mit großer Unterstützung von Politik und Medien die Zukunft des deutschen Curlings sichern können“. Er freue sich, dass es gelungen sei, einen international so renommierten Bundestrainer wie Thomas Lips für das deutschen Curling gewinnen zu können. Der DCV sei „gut aufgestellt“. 

In Nittels Amtszeit konnten die „German Curling Masters“ als regelmäßiges Weltcup-Turnier in Hamburg erfolgreich etabliert werden. 2013 in Füssen beim weltweit einzigen Olympia-Qualifikationsturnier für die Spiele in Sotschi wurden fast 200 Millionen TV-Zuschauer erreicht. 

Der neue Sportdirektor des DCV heißt Markus Tröger. Der 49-Jährige steht dem DCV ab sofort zur Verfügung. Für ihn ist es die erste Tätigkeit im Curlingsport, aber der Münchner ist – nach Angaben des Verbands – seit 17 Jahren hauptamtlich im Leistungssport tätig. „Tröger verfügt über ein sehr gutes Netzwerk in den Institutionen des deutschen Sports“, freut sich DCV-Präsident Kolb. 

Tröger selbst sagt: „Mein Ziel ist es, mit allen Verantwortlichen im deutschen Curling, gute, stabile und nachhaltige Leistungssportstrukturen zu erarbeiten, um international mittel- und langfristig wieder auf hohem Niveau mitspielen zu können.“ Zuletzt war die olympische Disziplin Curling in die Schlagzeilen geraten, weil die Streichung von Fördermitteln drohte. 

Mit dem Slogan „Wir für Curling“ hatten sich Andreas Kapp, Holger Höhne und unzählige weitere bekannte Curler gemeinsam mit Fans massiv dagegen zur Wehr gesetzt. Am Samstag, 20 Juni, lädt die neu aufgestellte Verbandsspitze zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung ein, die in Frankfurt am Main stattfindet. 

Hier dreht sich alles um das Zukunftskonzept fürs deutsche Curling. DCV-Präsident Kolb und sein neuer Stellvertreter Andreas Lang, Curling Club Füssen, werden Stellung zur Neuausrichtung beziehen. Derweil laufen beim Füssener Curling Club die Vorbereitungen für ein Jubiläum auf Hochtouren. 

„Wir feiern den 40. Geburtstag unseres Clubs mit Rahmenprogramm und vielen Überraschungen am Wochenende 3. bis 5. Juli“, so Vorsitzender Roland Jentsch. Im Mittelpunkt stehe das „Jubiläumsturnier in zwei Hallen auf neun Rinks. Nach Füssen eingeladen sind 36 Mannschaften und acht Wheelchair-Teams.

cf

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