Allgäuer Curler sind Europameister

In Füssen wurden Andreas Kapp (v.l.), Petra Tschetsch, Holger Höhne und Pia-Lisa Schöll Deutsche Meister, jetzt holte sich das Allgäuer Mixed-Team Gold in Edinburgh bei der Europameisterschaft den Titel. Foto: cf

Füssen – Das deutsche Mixed-Curling Team mit Skip Andreas Kapp hat sich im Finale der Europameisterschaft mit 4:5 gegen Gastgeber Schottland durchgesetzt. Nach elf Spielen mit nur einer Niederlage feierte das Team seinen Erfolg.

Pia-Lisa Schöll vom Club aus Oberstdorf stand als „Lead“ mit den Füssener Curlern Holger Höhne (Position Second) und Petra Tschetsch (Third) ebenfalls mit im erfolgreichen Team. Nach fast 30 Jahren stand Petra Tschetsch, die 1984 mit ihrem Damenteam den Titel  als Weltmeisterin gewonnen hatte, wieder mit der Goldmedaille im Rampenlicht. 

Die international erfahrenen Curler aus dem Füssener Club und die Oberstdorferin waren in Edinburg nach dem kurzen Rückschlag in der Gruppe A - Niederlage mit 3:6 gegen die Ungarn - in den Finals nicht mehr zu stoppen. Kapp und sein Team „stahl“ hier dem Favoriten Schottland die Goldmedaille. 

„Silber haben wir sicher“ meldete sich der Füssener Höhne sofort aus Edinburgh bei Freunden in Füssen, nachdem das Mixed-Team das Halbfinale gegen Finnland mit 7:5 für sich entschieden hatte. Das Finale auf dem Murrayfield Curling Rink in Edinburgh, zeigte von Anfang an, dass es eng werden würde, weil Kapp und sein Team den Schotten Paroli boten. Nach dem 2:2 stahl Deutschland den Schotten zwei Steine zum 2:4, konnte aber nicht weiter davon ziehen. Schottlands Skip Ewan MacDonald glich die spannende Partie clever wieder aus. Das Deutsche Team behielt aber die Nerven. Skip MacDonald wurde mit seinem letzten Stein vor eine schwierige Aufgabe gestellt. Weil er sie nicht löste, hieß der Endstand 4:5 und das Allgäuer Team landete auf dem Siegertreppchen. Andreas Kapp bezeichnete den Erfolg seines Teams als „verdient, gegen diese starken  Schotten“. 

Die Gastgeber hatten schon in der Gruppe A im Round Robin – jeder gegen jeden – gegen  Deutschland mit 3:6 verloren - der Titelgewinn des Deutschen Teams war deshalb nicht überraschend.   Schottland und Deutschland erreichten die Finals als Erster und Zweiter der Gruppe A. Hier räumte das Kapp-Team zunächst mit 9:4 die Slowakei im Viertelfinale aus dem Weg und setzte seinen Siegeszug Stein um Stein fort. Dritter und damit Bronzegewinner wurde überraschend Ungarn, das von Schottland auf die Plätze verwiesen worden war, vor dem leicht favorisierten Mixed-Team der Finnen. cf

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