EVF darf weiter auf Klassenerhalt hoffen

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Die Fans des EV Füssen dürfen trotz des sportlichen Abstiegs weiter auf Oberliga-Eishockey hoffen.

Füssen – Bleibt der EVF in der Oberliga Süd? Die positiven Anzeichen dafür mehren sich. Sportlich ist er nach einer „desaströsen Saison“, so der geschäftsführende Vorstand Jürg Tiedge, abgestiegen. Doch aufstiegsberechtigte Vereine haben abgewinkt und auch Erding wird hier nicht mehr antreten.

Einige Gründe sprechen dagegen, dass die Heilbronner Eisbären in der kommenden Saison in der Oberliga antreten können. Denn sie haben große Probleme in einer schon überbelegten Halle. Dazu weisen die Baden-Württemberger auch keine eigenen Nachwuchsteams vor. Doch in einer DEB-geführten Liga sind mindestens zwei von fünf Altersklassen vorgeschrieben. Für jede fehlende wird auch noch eine Strafzahlung von 15.000 Euro fällig. 

Klassenerhalt sicher? 

Daneben erklärte vergangene Woche auch noch der TSV Erding, seine Eishockeyabteilung aus der Oberliga zurückzuziehen. Denn mit Blick auf seine Schulden von rund 110.000 Euro hat sich der Verein gegen bezahltes Eishockey ausgesprochen. Die Gladiators wollen jetzt versuchen in der Bayernliga weiterspielen zu dürfen, so Abteilungsleiter Bernd Karbach. In die DEL 2 aufsteigen können dagegen die Freiburger Wölfe, die gerade in in den Play-Offs gegen Duisburg antreten. Bei einem möglichen Aufstieg der Freiburger wäre die Liga sogar mit dem EVF noch unter der eigentlichen Sollstärke von zwölf Teilnehmern. Ist der Klassenerhalt für Füssen also bereits sicher? Tiedge gibt sich noch zögerlich: „Wir werden sehen, ob es wirklich so kommt. Die Situation ist noch nicht ganz geklärt. Der EV Füssen wird sich aber auf jeden Fall für die Liga bewerben, und die Unterlagen fristgerecht einreichen. Wir stehen im Rahmen der Möglichkeiten als Nachrücker zur Verfügung.“ Gerade im Hinblick auf den eigenen Nachwuchs und dessen Entwicklung scheint die Oberliga ein besseres Betätigungsfeld für die jungen Spieler zu sein. 

Personell gibt es zurzeit beim EV Füssen aber noch keine Entscheidungen, denn Jürg Tiedge sowie die meisten anderen Vorstandsmitglieder werden bei der nächsten Wahl nicht mehr zur Verfügung stehen (der Kreisbote berichtete). Einer erneuten Kandidatur erteilt Tiedge, der seit 1992 geschäftsführende Vorstand ist, nochmals eine klare Absage: „Bis zum Ende meiner Amtsperiode werde ich noch alles tun, was für den Verein getan werden muss, aber dann ist Schluss. Ich kann und will das nicht mehr tun dürfen zu müssen.“ Bereits nach seinem Herzinfarkt vor drei Jahren hatte Tiedge angekündigt, nicht mehr zur Wahl anzutreten. 

Nachfolger gesucht 

Tiedge wird nun eine außerordentliche Mitgliederversammlung auf den Weg bringen, die spätestens Anfang Mai stattfinden soll. Auf dieser soll dann auch über einen möglichen Nachfolger entschieden werden. Gerüchten zufolge hat sich eine Sponsorengruppe formiert, die einen Fortbestand des EV Füssen sichern möchte, und möglicherweise auch schon einen Nachfolgekandidaten ins Auge gefasst hat. mil

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