Deutsche Rollstuhlcurler holen Platz acht bei WM

Rollicurler schaffen Klassenerhalt

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Nationalspielerin Christiane Putzich – hier mit dem früheren Bundestrainer Helmar Erlewein – wird schon bald wieder bei Trainingseinheiten in Füssen auf dem Eis sein.

Luzern/Füssen – Am Ende hatten die deutschen Curler bei der Weltmeisterschaft im Rollstuhlcurling in Luzern doch noch einen Grund zu jubeln: Das Team mit Skip Christiane Putzich vom Füssener Club schaffte in der Verlängerung den Klassenerhalt im Feld der zehn weltbesten Teams.

Im Finale setzte sich Russland mit 7:4 gegen Norwegen durch und gewann Gold. Korea holte sich Bronze. Die Schweiz hatte hier mit 5:6 das Nachsehen. Deutschland hat beim WM-Turnier nach einem Fehlstart doch noch das Minimalziel Klassenerhalt geschafft. Nach der Niederlage im neunten und letzten Spiel der Hauptrunde gegen Kanada musste die Formation um Skip Christiane Putzich in den Tie-Breaker gegen die Slowakei, in dem das deutsche Team diesmal mit 7:2 die Oberhand behielt. Zuvor hatte die Slowakei in der Runde „Jeder gegen jeden“ die deutsche Mannschaft mit 6:3 besiegt. Dem deutschen Team gelang Tage später die Revanche. Mit Finnland – dem ersten WM-Absteiger – rutschte die Slowakei als Neunter in die B-Gruppe ab.

Keine Enttäuschung 

„Über die Platzierung als letztlich Achter im Feld von zehn Teilnehmern sind wir nicht enttäuscht“, kommentierte Skip Putzich die WM. Sie ersetzte als Spielführerin Jens Jäger aus Schwenningen, den Bundestrainer Bernd Weißer nach den beiden deutlichen Auftaktniederlagen von der Skip-Position zurückgezogen hatte. Christiane Putzich führte die deutsche Mannschaft hier zum ersten Sieg: 6:5 hieß es am Ende gegen die USA. Danach wäre sogar die Finalrunde möglich gewesen, denn das Team fing sich und konnte sogar Titelverteidiger Norwegen besiegen.

 Im neunten Spiel aber musste die deutsche Mannschaft gegen Kanada eine Niederlage hinnehmen, das mit Finnland am Tabellenende stand und sich durch den Sieg vor Deutschland platzieren und damit retten konnte. Dass die Mannschaft um den Klassenerhalt bis zuletzt zittern musste, lag zum einen an sehr großen Leistungsschwankungen in den neun Vorrundenspielen. Hinzu kam: in Spielen, die lange Zeit auf Augenhöhe bestritten wurden, war es nicht möglich, sich in die Erfolgsspur abzusetzen. Zwei Siege mehr hätten für eine besonders erfolgreiche WM gesorgt. Es blieb aber bei der Bilanz 3:6.

 „Unser Ziel war Platz fünf“, so Christiane Putzich. „Jetzt sind wir Achter geworden und überhaupt nicht enttäuscht. Wir freuen uns, dass wir den Klassenerhalt geschafft haben und Punkte für die Olympia-Qualifikation sammeln konnten.“ Die Mannschaft könne sich nun „konzentriert auf die nächsten Aufgaben vorbereiten.“

Chris Friedrich

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