Die Leoparden haben Pech

Recht gut läuf es zur Zeit beim EV Füssen. Dadurch haben sich die Leoparden auf den achten Tabellenplatz vorgearbeitet. Foto: Archiv

Füssen – Mit 6:4 hat der EV Füssen am Freitag den EV Weiden besiegt. Auch am Sonntag begannen die Leoparden gegen Schweinfurt stark und führten bis zum letzten Drittel. Dann aber kämpfte sich Schweinfurt zurück und der EVF verlor nach der Verlängerung mit 3:4.

Im Freitagspiel beim EV Weiden nutzte Füssen durch Sascha Golts bereits in der dritten Minute einen Fehler der Gastgeber zur Führung. Die erste echte Chance der Weidener in der achten Minute parierte Torwart Andi Jorde. Durch einen guten Einsatz von Daniel Stiefenhofer und Peter Meier gelang es Christian Mayr 39 Sekunden vor der Drittelpause sogar auf 2:0 erhöhen. Im zweiten Drittel kamen die Blue Devils aus Weiden ins Spiel zurück. In der 22. Minute bezwang Boris Flamik überraschend Goalie Jorde und nur zwei Minuten später zog wieder Flamik von der blauen Linie ab und die Scheibe ging flach zum Ausgleich ins Tor. Die weiteren Chancen konnten die Blue Devils nicht nutzten, aber auch Füssen vergab einige gute Möglichkeiten. Die Partie wurde anschließend härter. Füssens Kapitän Eric Nadeau wurde verletzt und blutete, zeigte dies dem Hauptschiedsrichter, der aber nicht reagierte. Weiden machte nun Druck, doch Füssen ließ in diesem Abschnitt kein Tor mehr zu. Den letzte Abschnitt begannen die Gastgeber noch druckvoller und nutzten die zweite Torgelegenheit durch Marcel Waldowsky zur 3:2-Führung. Weitere Gelegenheiten auf beiden Seiten blieben zunächst ungenutzt, ehe Robbie McFeeters, unterstützt von Sascha Golts und John Gordon, in der 51. Minute der Ausgleich gelang. Nicht einmal zwei Minuten später erzielte Kapitän Eric Nadeau die erneute Führung für Füssen. Anschließend schickten die Unparteiischen Chrisitan Mayr mit 2+2 Strafminuten auf die Bank. Die Überzahl nutzte Weiden in der 58. Minute zum gefeierten Ausgleich. Als dann in der gleichen Minute noch ein Füssener auf die Strafbank musste, schien es nur eine Frage der Zeit zu sein, bis Weiden den Führungstreffer einnetzte. Doch die Weidener verloren im Spielaufbau die Scheibe, Eric Nadeau und Robbie McFeeters bedienten Sascha Golts in Unterzahl zum 5:4. Weiden nahm dann den Torwart zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis, doch das brachte ihnen nichts mehr ein. Robbie McFeeters krönte sein Leistung mit einem Empty-Net-Goal 25 Sekunden vor Ende der Partie zum 6:4. Nicht nur für dieses Tor, sondern für seine insgesamt gute Leistung wurde er anschließend zum besten Spieler der Partie geehrt. 

 Der EV Füssen trifft auf den ERV Schweinfurt 

Gegen den ERV Schweinfurt begann der EV Füssen am Sonntag druckvoll und John Gordon erzielte bereits nach 20 Sekunden das 1:0 für Füssen. Zehn Minuten stand es schon 2:0 für Füssen, als Mayr unbehelligt ins Gästedrittel fahren konnte und den freistehenden Alexander Golts bediente, der im Nachschuss zum 2:0 erhöhte. Der Gästetrainer nahm sofort eine Auszeit. Seine Anweisungen zeigten Wirkung. Schweinfurt ließ kein Tor mehr zu, obwohl sich die Truppe von Trainer Dave Rich einige Chancen erarbeitete. Aber auch Andi Jorde im Tor der Füssener verhinderte mit guten Paraden eine Resultatsverbesserung der Gäste. Im zweiten Drittel fielen keine Tore für die Füssener trotz guter Möglichkeiten. Auch Schweinfurt gelang im zweiten Abschnitt nichts. Im letzten Drittel dominierte immer mehr Schweinfurt das Spielgeschehen. Bei einem der wenigen Konter von Füssen knallte Yannik Baier an die Bande und wurde von seinem Kontrahenten noch recht unsanft angegangen. Er musste verletzt ausscheiden und fällt laut ersten Diagnosen mindestens für drei bis vier Wochen aus. Eine Strafe für den mitbeteiligten Gegner gab es nicht, was die Füssener Fans verärgerte. Durch Baiers Ausfall musste der Füssener Trainer die Mannschaft neu aufstellen, was sich auf ihr Spiel auswirkte. Schweinfurt kam dadurch immer besser in die Partie, doch Goalie Andi Jorde klärte immer wieder gut. Eine Überzahl nutzte anschließend wieder Gordon mit einem harten Schlag zum vermeintlich erlösende 3:0 in der 52. Minute. Doch drei Minuten später fiel bei einer angezeigten Strafe gegen Füssen das 3:1. Eine weitere Strafzeit gegen Füssen bescherte Schweinfurt in der 59. Minute das 3:2. 78 Sekunden vor Ende der Partie nahm Schweinfurt den Torwart vom Eis. Ein Deckungsfehler der Hausherren begünstigte 38 Sekunden später den nicht mehr für möglich gehaltenen Ausgleich. Die Füssener wirkten dabei platt und unkonzentriert. Nach zwei Minuten der Verlängerung fuhr Christian Mayr allein auf das gegnerische Tor zu. Mayr versuchte den Puck in den Winkel zu schießen, scheiterte aber am gegnerischen Goalie. Als die Teams sich schon auf das Penalty-Schießen einstellten, spielte Füssen wieder offensiv und war hinten offen. Kurz vor Ende der Verlängerung kam Schweinfurt vor das Tor von Jorde, der zwar die erste Chance klärte, doch gegen die zweite machtlos war. Dadurch verpasste Füssen den siebten Tabellenplatz. Da Weiden sein Sonntagsspiel gegen Peiting verloren hatte, liegt Füssen jetzt auf dem achten Tabellenplatz. Am kommenden Freitag fährt Füssen nach Freiburg. Am Sonntag sind um 18 Uhr dann die Erdinger Gladiators zu Gast in Bundesleistungszentrum (BLZ) in Füssen. dg

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