Schnäppchen oder Betrugsversuch?

Polizei warnt vor falschen Online-Shops und gibt Tipps

Person sitzt am Laptop und hält Kreditkarte in der Hand.
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Vor falschen Online-Shops warnt jetzt die Polizei in Pfronten. Sie gibt Tipps, wie Kunden solche erkennen können.

Pfronten – Auf einen falschen Online-Shop ist laut Polizei jetzt ein 35-Jähriger hereingefallen. Der Mann hatte dort einen günstigen Fernseher für rund 400 Euro gekauft.

Das Geld wurde Anfang Mai per Vorkasse überwiesen, der TV aber nicht geliefert. Laut Polizei liegen mittlerweile deutschlandweit mehrere Anzeigen gegen diesen „Technik-Schnäppchen-Shop“ vor. Die weiteren Ermittlungen hat die Polizei Pfronten übernommen.

Da in jüngster Zeit vermehrt Anzeigen gegen Fake-Shops bei der Polizei Pfronten eingegangen sind, warnt sie vor einem unüberlegten Kauf im Internet.

Tipps der Polizei

Die Polizei Pfronten rät vor einem Kauf folgende Punkte zu überprüfen:

• Ist nur eine Bezahlung per Vorkasse oder per Kryptowährung wie Bitcoins möglich, sollten Käufer Abstand vom Kauf nehmen. Zeichen für einen vertrauenswürdigen Internet-Shop ist eine Auswahl verschiedener Zahlungsmöglichkeiten, bei welchen eine Rückerstattung im Nachhinein möglich ist.

• Fake-Shops sehen meist professionell und echt aus. Käufer sollten deshalb immer die Angaben im Impressum auf Mängel überprüfen, denn gegebenenfalls werden die Daten von einem anderen Anbieter missbräuchlich verwendet. Ergeben die Daten bei einer Suchmaschinen-Überprüfung einen komplett anderen Anbieter oder Versandhandel,, ist Vorsicht geboten.

• Die Polizei rät Käufern zudem online nach Erfahrungsberichten zu suchen. Ein Fake-Shop existiert meist nur kurz, daher sind oft keinerlei Erfahrungsberichte im Internet eingestellt. Womöglich wurden jedoch bereits Käufer betrogen und haben ihre Erfahrungen veröffentlicht.

• Ein weiteres Indiz für eine betrügerische Internetseite sind nach Angaben der Polizei unrealistische Preise. Oft wird ein Countdown angegeben, der anzeigt, dass der Artikel nur noch für wenige Minuten zum angezeigten Preis erhältlich ist. Die Interessenten sollen hier zu schnellen Käufen gelockt werden, sodass der Versandhandel nicht weiter auf Echtheit überprüft werden kann.

• Eine Vielzahl von seriösen Versandhäusern sind mit Zertifikaten und Gütezeichen ausgezeichnet, nachdem sie ein strenges Prüfverfahren durchlaufen haben. Diese Zeichen werden bei Fake-Shop oft nachgemacht und gefälscht, warnen die Beamten. Bei seriösen Internetseiten können Kunden die Zertifizierung meist durch ein Anklicken des Logos öffnen und überprüfen. Sollte die Verlinkung ins Leere führen, können Kunden den Internetshop auf der jeweiligen Seite des Zertifikats suchen und überprüfen. Sollte er dort nicht gelistet sein, liegt es nahe, dass das Gütezeichen missbräuchlich verwendet wird.

• Wenn es aber bereits zu spät ist und Käufer bei einem Fake-Shop bestellt haben, sollten sie so schnell wie möglich ihren ihren Kreditkartenanbieter, ihre Bank und die örtlich zuständige Polizei kontaktieren. Eventuell kann noch das Geld zurückgeholt werden. Wenn das Geld bereits auf dem Zielkonto des Fake-Shops eingegangen ist, kann diese Bank kontaktiert werden. Die Erfolgsaussichten sind jedoch äußerst gering, insbesondere da sich die Empfängerbank meist im Ausland befindet, informiert die Polizei.

kb

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